PInwand
pixabay.com// Lebe deinen Traum vom eigenen Unternehmen und informier dich

 

Aktuell begegnet man in Wien vielen Werbeplakaten für die Franchise-Messe. Zum Thema Franchise habe ich euch vor mittlerweile drei Jahren schon ein paar Infos gegeben – nachzulesen hier. Wer Interesse an der Messe hat kann auf der Website nachlesen, was geboten wird. Der Eintritt an der Tageskasse kostet EUR 15,00 – nicht ganz billig, aber für alle die es interessiert durchaus leistbar.

Ich selbst habe mich zum Thema Selbständigkeit noch auf keiner Messe informiert. Jedoch hat die Franchise-Messe meine Aufmerksamkeit geweckt und mich dazu veranlasst, Messen zum Thema Selbständigkeit zu suchen und finden.

Gründermesse Graz

Auf der Gründermesse in Graz erfährst du spannende Infos um Thema Unternehmensgründung und hast die Möglichkeit dich mit Jungunternehmern, aber auch mit Profis auszutauschen. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Jahr 2018 fand die Gründermesse in Graz im Mai statt.

Business Maniacs Wien

Business Maniacs hat Jungunternehmer im ersten Jahr und vor allem Personen, die noch in der Gründungsphase sind, als Zielgruppe. Die Messe war heuer Anfang Oktober und ich ärgere mich gerade, dass ich nicht früher darauf gekommen bin. Das Programm wirkt sehr ansprechend und interessant, der Eintritt war frei. Business Maniacs kommt auf jeden Fall in meinen Terminkalender 2019.

Gründermesse Innsbruck

Auch in Innsbruck hat Ende April eine Gründermesse stattgefunden. Interessierte konnten Experten zu allen möglichen Themen – von der Ideenfindung bis zum Marketing – befragen. Die Teilnahme war kostenlos. Am besten zu Jahresbeginn auf der Website nachsehen, wann die Messe im kommenden Jahr stattfindet.

Gründen in Wien

Ein „Event“ der besonderen Art bot Gründen in Wien Ende März. Dabei öffneten Jungunternehmer, Co-working Spaces, Förderstellen und viele mehr ihre Pforten und informierten direkt vor Ort. Bei freiem Eintritt konnte man das abwechslungsreiche Programm in Anspruch nehmen und sich informieren.

Maker Faire Vienna

Die Maker Faire Vienna ist eine Plattform für Unternehmensgründer, die etwas entwickelt haben. Hier besteht die Möglichkeit, Produkte und Entwicklungen zu präsentieren. Interessant für alle, die bereits einen Prototypen haben und diesen einem breiten Publikum präsentieren möchten oder auch für all jene, die bei der Ideenfindung Anregungen brauchen. Die Maker Faire fand heuer im Mai statt – der Besuch ist kostenpflichtig (11 Euro an der Tageskasse).

Das schöne Herbstwetter ist ideal für ein paar ausgedehnte Spaziergänge, bei denen du über die Zukunft nachdenken kannst

 

Nachdem ich mittlerweile seit ein paar Jahren über die Selbständigkeit nachdenke, wurde mir heute am Heimweg vom Sport wieder mal etwas bewusst: die Zukunft muss miteinbezogen werden. Wer darüber nachdenkt sich (nebenbei) selbständig zu machen, sollte dabei auch die Zukunft nicht außer Acht lassen.

Was wird die Zukunft bringen?

Natürlich kann man nur einen Bruchteil von dem, was uns in Zukunft erwartet, erahnen bzw hervorsagen. Wer bestimmte Ziele hat, kann sich auch an diesen orientieren. Wer nichts Konkretes erreichen möchte, muss versuchen, andere Fixpunkte im Leben zu suchen um eine Orientierung zu haben.

Worauf ich hinaus möchte? Folgendes Szenario: du machst dich selbständig mit einem kleinen Geschäft, in dem du Vintage-Accessoires verkaufst. Wie es der Zufall wollte, hast du einen kleinen, günstigen Verkaufsraum gefunden, den du dir leisten kannst. Schon immer wolltest du selbständig sein, dein Hobby zum Beruf machen und dein eigener Chef sein. Du freust dich, das alles so gut und schnell geklappt hat und stellst dich der neuen Herausforderung.

Du stehst an einem Dienstag Vormittag zufrieden und voller Tatendrang in deinem Geschäft und berätst eine junge Frau, die mit dem Kinderwagen in dein Geschäft kam. Nachdem sie den Vintage-Bilderrahmen, der ins Kinderzimmer kommen soll, bezahlt hat, verlässt sie das Geschäft und du siehst ihr nach.

„Wenn ich mal Kinder habe, gehe ich auch vormittags mit ihnen gemütlich einkaufen, wenn der Trubel nicht zu groß ist“, denkst du dir. Moment – Kinder? Vormittag? Trubel? Wie sollst du vormittags mit deinen Kindern durch die Stadt bummeln, wenn du in der Zeit doch im Laden stehen musst? Wer wird sich um das Geschäft kümmern, wenn die Kinder noch ganz klein sind? Und außerdem: du wolltest ja, dass deine Kinder am Land aufwachsen. Wie soll das funktionieren, wenn du jeden Tag früh morgens in deinem Geschäft sein musst – auch samstags?!

Was ist erwünscht und vorhersehbar?

Möchtest du Kinder und sollen diese am Land aufwachsen? Willst du dich in den ersten Lebensjahren selbst um deine Kinder kümmern? Dann ist ein Geschäft in der Stadt, das sechs Tage die Woche deine Anwesenheit erfordert, eher nicht das Richtige. Auch wenn die Kinder vielleicht erst in ein paar Jahren kommen – wenn du dein Geschäft selbst führen möchtest, ganz ohne Angestellte, lässt sich das irgendwann nicht mehr vereinbaren.

Eine Zukunft am Land ist grundsätzlich schwer vereinbar mit einem Geschäft in der Stadt. Das Geschäft wird viel Zeit beanspruchen. Ware einsortieren, Schaufenster dekorieren, putzen – viele Dinge, die vor Ort zu erledigen sind.

Ist ein Haus irgendwo in der Natur nur ein Traum von dir, aber kein konkreter Wunsch, dann könnte die Entscheidung für das Geschäft die richtige Wahl sein und dich glücklich machen. Das Haus kommt – oder auch nicht. Hast du für dich aber bereits entschieden, dass du in naher Zukunft aufs Land ziehen wirst, wird die Idee mit dem Geschäft wohl schwierig umzusetzen sein.

Neben dem Wohnsitz und den Kindern gibt es noch weitere Themen, die du berücksichtigen solltest: bist du bereit, viel Freizeit für die Selbständigkeit zu opfern? Während andere Samstags ausschlafen oder morgens zum Sport gehen, musst du dein Geschäft aufsperren und bis spät in die Nacht die Buchhaltung machen. Oder hast du noch einen längeren Auslandsaufenthalt auf deiner Lebens-To-Do-Liste stehen? Siehst du deine Zukunft vielleicht zur Gänze im Ausland?

Alternativen finden

Bevor du viel Geld investierst, deinen Job kündigst und dich in eine Zukunft stürzt, vor der du dich selbst ein bisschen fürchtest, solltest du dir im Klaren sein, was auf dich zukommt. Bist du dir nicht sicher, ob es das Richtige ist, kannst du nach Alternativen ausschau halten. Ein paar Anregungen, wie du die (nebenberufliche) Selbständigkeit und deine Fixpunkte im Leben unter einen Hut bringen könntest:

  • Online-Shop betreiben
  • Selbständigkeit so planen, dass sie zB auch am Land umsetzbar ist (ein Geschäft mit Vintage-Möbeln wird dich in einem 200 Einwohner-Dorf nicht lange über Wasser halten)
  • du hast mehrere Interessen, die du dir als Selbständigkeit vorstellen kannst? Wähle jene, die du von zuhause ausüben kannst – im Idealfall sind persönliche Kundentermine die Ausnahme bzw überhaupt nicht notwendig
  • stürze dich erst nach deinem einjährigen Auslandsaufenthalt in die Selbständigkeit
  • Selbständigkeit vorerst nebenberuflich umsetzen und nach einer Testphase den Job kündigen
  • Gemeinsam mit (d)einem Partner selbständig machen – du kannst dann jene Tätigkeiten übernehmen, die von zuhause aus möglich sind

Bevor du nach Alternativen suchst, musst du dir erst im Klaren sein, was die Zukunft für dich bereit halten soll. Am besten das tolle Herbstwetter für ein paar ausgedehnte Spaziergänge in der Natur nutzen und ein bisschen darüber nachdenken, wohin die Reise gehen soll und welche Zwischenstopps du einlegen möchtest. Sobald du die Fixpunkte festgelegt hast, kannst du die Zeit dazwischen planen. Mit einem konkreten Plan kannst du dich der Herausforderung „Selbständigkeit“ voller Zuversicht stellen – vielleicht auch erst in ein paar Jahren!

„Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald Sorgen haben“ ~ Konfuzius

Wie schon ein paar mal erwähnt, habe ich heuer ein etwas umfangreicheres Bastelprojekt umgesetzt – nämlich mein erstes Buch. Es war ein Geschenk an meine Neffen und ist zu 100% handgefertigt. Deswegen bin ich sehr stolz darauf, auch wenn es doch an manchen Stellen noch Luft nach oben gibt.

Begonnen habe ich damit, mir die Geschichte und die Charaktere zu überlegen. Aufgrund meiner Vorliebe für Otter war von Beginn an klar, dass die Hauptfigur ein Otter sein wird. Die drei Freunde des kleinen Otter sind ebenfalls Tiere.

Das Buch ist eine Mischung aus Geschichts- und Fühlbuch. Jede Seite beinhaltet einen Reim und etwas zum Fühlen. Meist das Fell eines der Tiere, manchmal auch Blumen oder Bäume. Die Bilder sind mit Buntstiften handgezeichnet. Es gibt insgesamt 10 Seiten, wovon jeweils zwei zusammengeklebt sind. Um dazwischen Platz für den Fühlstoff zu schaffen, befindet sich zwischen den Seiten ein schmaler Rand aus Moosgummi.

Das Cover besteht aus eingebundenem Karton, der von Buchleinen zusammengehalten wird. Der Stoff zum Beziehen wurde vor dem Kleben bestickt. Beim nächsten Buch muss der Cover-Stoff aber auf jeden Fall dünner sein, da die Nieten für die Ringbuchmechanik fast zu kurz waren und zusätzlich mit Superkleber befestigt werden mussten.

Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Projekt und darauf, meine Kritikpunkte dann besser machen zu können. 🙂

Cover
Das Buch von aussen: Flauschig 🙂

 

Seiten
Zwischen den Seiten befindet sich Moosgummi um Platz für den Fühlstoff zu schaffen

 

Innenseite
Die Seiten bestehen aus einem Reim, handgemalten Zeichnungen und etwas zum Fühlen. In diesem Fall der Bauch des Bärs.

 

Sommer
Dankbar blicke ich auf den Sommer und die letzten Monate zurück und freue mich auf einen schönen Herbst

 

Begonnen hat es mit einer spontanen Bewerbung –  12 Monate und 24 Artikel später ist mein erstes Jahr mit Nebenjob auch schon wieder vorüber. Nicht nur, dass ich Wien in diesem Jahr sehr gut kennengelernt habe, ich habe gemerkt worauf es wirklich ankommt um Durchzuhalten.

Nebenjob – Belastung und Vergnügen

Vor ein paar Monaten habe ich euch bereits vier Fakten präsentiert, die mich in den ersten neun Monaten meines Nebenjobs etwas beschäftigt haben. Daran, dass ich den Job aber immer noch mache – und das sehr gerne – erkennt man, dass man mit vielem lernt umzugehen. Wichtig ist, dass man den Job grundsätzlich gerne macht. Wenn das der Fall ist, wird man immer Wege finden um alles unter einen Hut zu bringen. Den Großteil der Zeit sollte der Nebenjob aber auf jeden Fall Vergnügen bereiten und keine Belastung darstellen.

Was ich aus dem ersten Jahr mitnehmen kann? Sehr viel! Vielleicht überlegt der ein oder andere ebenfalls gerade, ob ein Nebenjob eine passende Möglichkeit wäre um etwas Abwechslung in sein Leben zu bringen und seine Leidenschaft auszuleben. Ich hoffe, ich kann mit meinem Artikel dazu beitragen, die Entscheidung zu erleichtern.

Meine Erkenntnisse aus 12 Monaten mit zwei Jobs

Ich schreibe gerne

„Wusste sie ja eh schon“ werdet ihr euch jetzt denken. Ja, schon – aber in den vergangenen Monaten gab es immer wieder Phasen, in denen ich lieber zum Sport gegangen wäre anstatt zu schreiben. In denen ich lieber geschlafen hätte anstatt zu schreiben. In denen ich lieber gelesen hätte anstatt zu schreiben. Wenn man aber Fristen einhalten muss – und diese bringt ein Job oft mit sich – muss man sich manchmal das, was man lieber machen würde, verbieten und seine Pflicht erfüllen. Und soll ich euch was sagen? Sobald ich angefangen habe zu schreiben, hab ich es gern gemacht. Jedes Mal! Genau das hat mir gezeigt, dass ich das Richtige mache!

Arbeiten macht Spaß

Ja, ich habe auch an meinem normalen Job oft Freude. Gerade erst konnte ich etwas umsetzen, das ich zum Großteil selbst erarbeitet habe. Nach Monaten der Recherche und Wochen der Vorbereitung bin ich mit dem Ergebnis im ersten Moment sehr zufrieden. Und auch davor konnten bereits Dinge umgesetzt werden, bei denen ich sehr aktiv mitwirken und meine Ideen einbringen konnte.

Beim Nebenjob ist es nochmal ein bisschen anders. Auch wenn der Artikel am Ende gefallen und abgenommen werden muss – beim Schreiben entscheide ich vorerst ganz alleine, was ich in den Text aufnehme und was nicht. Ich lege fest, wie die Gliederung ist, Sätze formuliert werden und vor allem welche Fotos rein kommen. Vor allem die Fotos sind ein spannendes Thema. So oft wie möglich versuche ich, eigene Bilder zu verwenden. Je nach Thema bedeutet das, dass ich entweder alleine eine Fototour mache, zu zweit unterwegs bin oder meine Freunde schnappe und einen Ausflug mache. Bei welchem Job, kann man schon aktiv seine Freunde einbinden?

Ich kann zufrieden sein

Alle drei Monate verbringe ich ca eine Woche damit, mir Themen für die nächsten drei Monate zu überlegen. In dieser Zeit blättere ich aufmerksam durch Zeitungen und Zeitschriften und durchforste das Internet auf der Suche nach Ideen. Wenn ich am Ende 10 Themenvorschläge habe, von denen letztlich sechs ausgewählt werden, freue ich mich und bin zufrieden mit meinen Ideen.

Auch wenn ich einen Artikel abgebe bin ich zufrieden damit. Ich bin grundsätzlich sehr selbstkritisch – wenn ich einen Artikel abgebe, bin ich aber zufrieden damit. Natürlich nicht auf Anhieb, aber nach mehrmaligem Überarbeiten am Ende immer. Es ist schön, wenn man seine Arbeit selbst zu schätzen weiß.

Ich habe Erfahrungen gesammelt

Dass vor einem Besuch vor Ort Recherche nötig ist, ist klar. Oft ist es aber auch sinnvoll, bereits etwas intensiver zu recherchieren und sich auch einige Gedanken zum Artikelinhalt zu machen. Ja – es ist mir bereits passiert, dass ich nach dem Besuch vor Ort beim Schreiben festgestellt habe, dass es ein paar Dinge gibt, von denen ich gerne noch Fotos in den Artikel aufgenommen hätte. Aus Erfahrungen lernt man!

Vorausplanen vermindert Stresssituationen

Wer Hobbies, Partnerschaft, Freundschaft, Familie, zwei Jobs und Zeit für sich selbst unter einen Hut bringen möchte, der muss vorausplanen. Bei mir wird mindestens eine Woche im Voraus geplant, manchmal auch zwei. Dabei werden nicht alle Faktoren berücksichtigt, aber ich plane die Sporteinheiten, wann ich zur Artikel-Recherche unterwegs bin, wo ich die Wochenenden verbringe und welchen Nachmittag ich mir zum Schreiben freihalte. So vermeide ich viele Stresssituationen und kann deutlich entspannter in die Woche starten.

Ein Nebenjob ist eine Möglichkeit sich auszuleben

Wer mir länger folgt weiß, dass ich schnell unzufrieden bin. Die Momente, in den ich unzufrieden mit dem bin, was ich aus meinem Leben mache, gibt es immer noch. Aber durch den Nebenjob habe ich das Gefühl, dass ich bereits etwas Sinnvolles nebenbei mache. Ich kann mir also in unzufriedenen Momenten sagen, dass ich nicht untätig bin und keinen Grund habe unzufrieden zu sein. Hilft nicht immer, aber manchmal.

Es gibt Alternativen

Ja, manchmal würde ich lieber lesen anstatt zu schreiben. Ist aber zeitlich nicht immer drin. Vor einigen Wochen habe ich Hörbücher für mich entdeckt. Wer gerade skeptisch eine Augenbraue hochzieht sollte es einfach mal versuchen. Absolute Hörbuch-Einsteigerempfehlung: Ich bin dann mal weg – Hape Kerkeling! Hape spricht das Hörbuch selbst und es macht einfach Freude ihm dabei zuzuhören, wie er charmant und witzig von der Begehung des Jakobsweges berichtet. Aktuell bin ich bei Hörbuch Nummer drei. Nach Hape folgt mittlerweile der zweite Ratgeber – etwas Persönlichkeitsbildung hat noch keinem geschadet. Danach möchte ich versuchen mich mittels Hörbuch im Bereich Marketing und Texten etwas weiterzubilden.

Wann ich Zeit habe dafür? Am Weg in die Arbeit, in der U-Bahn und vor allem im Auto. An Wochenenden, an denen ich meine Familie besuche, verbringe ich inklusive Rückweg nach Wien etwa 3,5 Stunden im Auto. Das ist fast ein halbes Hörbuch.

Und auch beim Sport müssen es nicht immer 2 Stunden im Fitnessstudio sein – was mit Umziehen, Duschen etc dann insgesamt sowieso mindestens 2,5 Stunden sind. Meine verschiedenen Sporteinheiten dauern aktuell meist eine Stunde – mit Hin- und Rückfahrt per Fahrrad bin ich in Summe nicht ganz zwei Stunden unterwegs. Alle zwei Wochen geht’s zur Abwechslung zum EMS-Training. Hier wird die Muskulatur während den Übungen zusätzlich mit Stromimpulsen aktiviert – das Training nimmt sogar nur 20 Minuten in Anspruch (man schwitzt aber, als hätte man 2 Stunden Cardio-Training hinter sich).

Mein Fazit

Ich bin froh, dass ich vor einem Jahr spontan gehandelt und den Nebenjob erhalten habe. Ich habe in den letzten 12 Monaten im Rahmen meiner Recherche viele schöne Dinge erlebt, mich weiterentwickelt, Zeit mit tollen Menschen verbracht und eine meiner Leidenschaften – das Schreiben – zum (Neben-)Beruf gemacht. Es überwiegen eindeutig die positiven Aspekte 🙂

Und was tut sich sonst noch?

Und sonst? Es gibt ein weiteres Jubiläum zu feiern: ich gehe seit einem Jahr regelmäßig laufen. Heute Nachmittag habe ich in etwas über einer Stunde 11 Kilometer zurückgelegt. Ich habe in den letzten Monaten mein Tempo deutlich verbessert und laufe jetzt im Schnitt den Kilometer um mehr als eine Minute schneller als noch vor einem Jahr. Wobei es für mich wichtiger ist, dass ich mindestens eine Stunde am Stück laufen kann. Das Tempo ist eher eine positive Nebenerscheinung.

In den letzten Wochen hatte ich endlich wieder mal etwas Zeit zum Nähen. Es wurden Kirschkernkissen für meine Neffen, an die sie sich im Herbst und Winter nach einem Spaziergang an der kühlen Luft kuscheln können. Und auch das größere Bastel-Projekt, von dem ich am Ende meines letzten Beitrages bereits berichtet habe, habe ich umgesetzt. Dazu gibt’s in den nächsten Monaten einen Bericht.

Unter nebenbei aufgeschnappt gibt’s mittlerweile vier Beiträge – jeweils zwei zum Thema Sprechen und Schreiben. Wer Lust hat kann gerne vorbeischauen. Vielleicht ist ja was dabei, das du noch nicht wusstest.

Und sonst noch? Nach einem schönen Sommer und vier wunderbaren, actionreichen Urlaubstagen Mitte August freue ich mich auf den Herbst – und denke über neue Projekte nach. Das ganz normale Leben halt. 🙂

„Der Herbst ist immer unsere beste Zeit“ ~ Johann Wolfgang von Goethe

Kirschkernkissen

Wer kennt es nicht: nach einem ausgiebigen Spaziergang im Herbst kommt man oft etwas durchgefroren nach Hause. Jetzt hilft nur ein warmes Getränk – und ein Kirschkernkissen. Einfach schnell in der Mikrowelle erwärmen und rankuscheln.

Auch als Geschenk machen sich die Kissen gut – besonders, wenn sie individuell verziert oder beschriftet sind. Die Kerne einfach in Form eines Kissens einnähen und anschließend einen Überzug dafür anfertigen. Den Stoff des Überzuges vorm Zusammennähen noch besticken, dann wird das Kissen zu einem wunderbaren Einzelstück.

Achtung: nicht alle Materialien sind für die Mikrowelle geeignet! Daher Verschlüsse am besten weglassen und den Überzug so nähen, dass die beiden Stoffenden auf der Rückseite überlappen und das Kissen nicht rausrutschen kann.

Richtung
Nicht immer ist die Richtung in die es gehen soll so eindeutig gekennzeichnet…

 

Manchmal sitze ich da und frage mich, warum andere zufrieden mit sich und ihrem Leben sind und ich gefühlt ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen bin. Dann denk ich mir, dass die anderen vielleicht auch gar nicht so zufrieden sind wie es wirkt, aber es sich nicht anmerken lassen. Oder dass ihre Ansprüche ans Leben einfach geringer sind und sie tatsächlich zufrieden sind mit dem was sie haben. Es ist ihr Idealzustand und sie möchten nichts daran ändern. Oder sie haben ständig Abwechslung – egal ob im Job oder in der Freizeit – und sind damit bereits ausgelastet.

Wie auch immer – die Vergleiche mit anderen bringen mich auf meiner Suche selten weiter. Ja, man kann sich Motivation holen, wenn man beobachtet was andere machen und erreicht haben. Aber genau so schnell kann man enttäuscht sein, dass man selbst so etwas nicht erreicht hat. Auch nicht so toll, wenn das Vergleichen traurig macht.

Wohin möchte ich?

Vielleicht hilft’s, wenn man sich die Frage stellt, was man erreichen möchte. Und warum möchte man das erreichen? Will man es nur, weil andere aus auch tun – es gerade modern ist? Dann bitte bleiben lassen. Wenn man’s nicht tut, weil man es selbst möchte und davon überzeugt ist, dass es auch klappt, dann hat es keinen Sinn und wird nicht von Dauer sein. Das betrifft ziemlich viele Themen im Leben.

Ich komm immer wieder an den Punkt, dass ich etwas tun möchte, bei dem ich mein eigener Chef bin. Bei dem ich entscheide, was passiert. Neben meinem Nebenjob, den ich immer noch sehr gerne mache und der mich aktuell wieder dazu veranlasst, spezielle Orte in Wien zu besuchen bzw die Stadt insgesamt etwas genauer zu beobachten, möchte ich etwas tun, das mich noch mehr erfüllt. Aktuell weiß ich nicht, ob es etwas ist, aus dem sich tatsächlich eine nebenberufliche Selbständigkeit ergibt oder ob es am Ende ein Hobby wird, das mich zufriedenstellt. Ich lasse mir aber auch die Möglichkeit offen, dass es erst ein Hobby ist das später zur nebenberuflichen Selbständigkeit wird.

Was möchte ich?

Ja, das ist die Frage aller Fragen. Tatsächlich habe ich aktuell keine Antwort darauf. Ich habe viele Ideen und irgendwie auch keine passenden. Demnächst möchte ich privat ein kleines Bastel-Projekt umsetzen. Damit werde ich eine gewisse Zeit ausgelastet sein. Das Schöne daran: basteln und schreiben finden hier kombiniert statt. Es ist nichts Neuartiges – also, für mich schon – aber ich freue mich auf die Umsetzung der Idee sehr. Im Juli steht meine jährliche Heimatwoche im Waldviertel am Programm, in dieser Zeit möchte ich mit der Umsetzung beginnen.

Wann möchte ich das?

Bis ich meine tatsächliche Idee gefunden habe, nutze ich die freie Zeit für mich. Wie im letzten Artikel schon erwähnt, mache ich gerade sehr viel Sport. Es macht wahnsinnig viel Spaß, sich auszupowern, auf die Übungen zu konzentrieren und in der Zeit einfach an nichts anderes zu denken. Wenn man morgens um 06:30 durchgeschwitzt und mit brennender Oberschenkelmuskulatur im Park steht fällt es auch gar nicht schwer, die Gedanken nur auf den aktuellen Moment zu legen. Wer zwischen Squats, Planks und Burpees Zeit und Energie hat über sein Leben nachzudenken, der macht ohnehin etwas falsch 🙂

Den letzten Artikel habe ich vor ca. drei Wochen (27.05.) geschrieben. Am Ende erwähne ich, dass ich gerade zufrieden bin mit dem was ich habe und dass ich „nur“ darüber nachdenke, den Blog zu erweitern bzw anderweitig zu nutzen. Nicht mal zwei Wochen später war ich schon wieder auf der Suche nach einer neuen Herausforderungen bzw einem neuen Ziel. Gemeinsam mit einem sehr vertrauten und verständnisvollen Menschen habe ich überlegt, was das sein könnte und es entstand die Idee meines privaten Bastel-Projekts.

Auf den einen oder anderen mag ich motiviert wirken – ja. Auf manche vielleicht auch unentschlossen – ja. Gerade diese Kombination führt dazu, dass ich immer noch auf der Suche nach etwas bin, das diesen freien Platz in meinem Leben einnimmt und ich nicht schon lange irgendetwas ausgewählt oder die Suche beendet habe. Vielleicht wär’s langsam mal an der Zeit mutig zu sein, Entscheidungen zu treffen und die Suche für beendet zu erklären?!

„Das Risiko falscher Entscheidungen ist dem Schrecken der Unentschlossenheit vorzuziehen“ – Maimonides

Gloriette
Bei diesem Anblick läuft man doch gerne seine Runden 🙂

 

Im Vorjahr gab’s von mir bereits ein paar Worte zum Thema Motivation – nachzulesen hier. In letzter Zeit beschäftigt mich das Thema wieder vermehrt. Aber nicht, weil mir die Motivation abhanden gekommen ist, sondern weil sie momentan einfach da ist. Immer. OK, wenn ich abends vorm TV einschlafe, um Mitternacht munter werde und mir denke „Du solltest ins Bett gehen“ – dann ist sie nicht da. Aber das ist in Ordnung 🙂

Motivationsschub auskosten

Manche mögen die Meinung vertreten, dass es schön ist, wenn die Motivation vorhanden ist – aber übertreiben muss man es ja dann auch nicht. Ich sehe das anders: Wenn Motivation da ist, dann nutz sie voll aus!

Ich nutze das Hoch um viel Sport zu machen und wage mich aktuell an neue Sportarten. Damit ersetze ich zur Zeit sogar die ein oder andere Einheit im Fitnessstudio. Und soll ich euch was sagen? Die neuen Erfahrungen (und die Bekanntschaft mit bisher unbekannten Muskelgruppen) steigern die Motivation zusätzlich. Vor ein paar Wochen habe ich sogar das alte Fahrrad aus dem Keller geholt. Nachdem die Reifen ohne Luft waren habe ich mich zusätzlich auch noch bei Citybike angemeldet um die Zeit zu überbrücken, bis der Reifen wieder Luft hat. Genutzt hab ich die Citybikes bisher sogar öfter als das eigene Rad. Gestern Abend bin ich spontan mit dem Citybike nach Hause geradelt (die 12 Minuten Wartezeit auf die Bim hatten eventuell auch etwas damit zu tun 🙂 ). Und heute hat sich das Citybike als Notlösung angeboten. Am Weg zu meinem Sonntagmorgen-Lauf hat der hintere Reifen an einer roten Ampel komische Töne von sich gegeben und war plötzlich ohne Luft. Also – nach Hause schieben, Citybike schnappen und nochmal los. Es gibt Tage, an denen wär ich genervt gewesen und nach dem Fauxpas gleich zuhause geblieben. Aber dank meiner Motivation bin ich nochmal los und dann auch brav meine Runden gelaufen. Das Gefühl danach, die Zufriedenheit und der Gedanke „Ich bin stolz auf mich, dass ich es durchgezogen habe“ motivieren mich immer wieder meine Runden zu drehen. Mal schneller, mal weiter, mal kürzer und mal langsamer – ganz egal. Ich möchte ja kein Profisportler werden. Es geht nur darum, dass ich das, was ich mir vornehme, auch durchziehe – und es fühlt sich gut an!

Was die Motivation noch steigert? Spaß haben! Wer Freude und Spaß an den Dingen hat die er tut, der wird auch motiviert sein weiterzumachen. Noch besser, wenn man Spaß hat und dabei etwas erledigen kann. So wie vergangenen Montag. Ich habe für meinen zweiten Mai-Artikel für www.waldviertler.wien einen Ausflug mit Freunden gemacht und diesen für Recherche genutzt. Nachdem ich mir das Thema aber selbst ausgesucht habe, hab ich mich natürlich sehr drauf gefreut – mit Arbeit hatte es sehr wenig zu tun. 🙂 Es wurde wie erwartet ein schöner, entspannter Nachmittag – mögen noch viele dieser Art folgen!

Bewusste Auszeiten

Klingt alles nach sehr viel Stress? Nein – wenn man’s gern tut, Spaß hat und vor allem auch Fortschritte merkt, dann denkt man nicht darüber nach, ob es stressig ist. Man tut es einfach gerne. Und für die Erholung zwischendurch helfen bewusste Auszeiten. Wie die aussehen (können)? Ich habe mir letzten Samstag den ganzen Nachmittag für mich Zeit genommen. Aber nicht, um etwas Actionreiches zu machen oder vorm Fernseher abzuhängen. Ich habe gelesen – und zwar den ganzen Nachmittag und ein komplettes Buch. Emilia Schilling, die mir im Vorjahr für ein Interview Rede und Antwort stand, hat ihr zweites Buch herausgebracht. Für alle, die gerade überlegen was sie als nächstes lesen sollen – Sommerglück und Blütenzauber kann ich auf jeden Fall empfehlen! Bis es dunkel wurde bin ich im Wintergarten meines Elternhaus im Schaukelstuhl gesessen und habe gelesen. Herrlich!

Und was macht die Selbständigkeit?

Eine gute Frage…aktuell nicht sehr viel. Der Wunsch ist natürlich immer noch vorhanden, momentan bin ich aber zufrieden mit dem was ich habe. Also, fast…

Zur Zeit mache ich mir öfter Gedanken, wie ich meinen Blog besser nutzen kann. Erweitern? Wenn ja, wie und um welche Themen? Alles noch sehr offen und ungewiss, aber ich freue mich auf die Überlegungen und auf das, was sich daraus ergeben wird. An Motivation mangelts schon mal nicht. 🙂

Und für alle, die gerade auf der Suche nach ihrer Motivation sind, findet sich vielleicht in meiner Welcome back, Motivation – To-Do-Liste ein Tipp, wie die Suche schnell beendet werden kann.

„Unsere größte Schwäche ist das Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist, es einfach nochmal zu probieren.“ – Thomas Alva Edison

Laaerwald
Erst links oder erst rechts? Prioritäten setzen und Entscheidungen treffen zählt nicht zu meinen Stärken

 

Im letzten Beitrag habe ich zu bedenken gegeben, dass man für einen Nebenjob etwas Begeisterung benötigt, um dran zu bleiben. Nur wer das, was er tut, gerne tut, wird es für längere Zeit machen. Auch wenn’s mal stressig ist. Und ja, es gibt Phasen in denen es sehr stressig sein kann. Ein Nebenjob, den man gerne macht, ist toll. Aber auf kurz oder lang gibt es Tage und Wochen, in denen man sich wünscht, dass der Tag mindestens drei Stunden mehr hätte – auch wenn man diese nur zum Schlaf nachholen nutzen würde.

Mittlerweile habe ich seit einem dreiviertel Jahr meinen Nebenjob und ich habe noch immer sehr viel Freude daran. Erst vorgestern war ich wieder auf Recherchetour und dabei an einem Ort, den ich so nie besucht hätte. Beim Schreiben der Artikel versuche ich einen logischen und nachvollziehbaren Aufbau zu wählen und den Leser durch den Text zu führen. Mein ganz persönlicher und privater „Lektor“ liest alle meine Artikel bevor ich sie abliefere und darf mir unverblümt die Meinung dazu sagen. Manchmal verliert man beim Schreiben den roten Faden und merkt es auch selbst beim Durchlesen nicht bzw hat man beim Lesen das Gefühl, dass es sich nicht ganz rund liest, kommt aber nicht drauf wo der Fehler liegt. Ein Blick von aussen kann da schnell Abhilfe schaffen.

Wenn ich die letzten Monate gedanklich nochmal durchgehe, stelle ich fest, dass ich zwar ungefähr wusste was auf mich zukommt, aber nicht alles so erwartet hatte wie es tatsächlich gekommen ist. Hier meine Top-Vier-Tatsachen, die ich nicht ganz so vorhergesehen hatte.

Ja, ein Nebenjob bedeutet Stress

Jaja, dass ein zweiter Job mehr Aufwand und weniger Freizeit bedeutet war mir durchaus bewusst. Dass es fast nicht möglich ist sein Leben 1:1 weiterzuführen und den Nebenjob einfach zusätzlich einfließen zu lassen, musste ich erst lernen. Arbeiten gehen, mehrmals die Woche Sport machen, nebenbei das Fernseminar absolvieren, anderen Hobbies nachgehen UND dann einfach den Nebenjob irgendwo einschieben – das kann nicht gut gehen. Schnell war klar: es müssen Prioritäten gesetzt werden. Was mich unweigerlich zu Tatsache zwei bringt…

Prioritäten setzen führt zu Konflikten – mit sich selbst

Ich habe keine Taktik wenn’s darum geht Prioritäten zu setzen. Mal mache ich das was ich gerne mache zuerst und danach die unliebsamen Dinge. Mal erledige ich zuerst die vermeintlich doofen Dinge und freue mich danach auf das, was ich gerne mache. Es hängt – glaube ich – von meiner Tagesverfassung ab.

Wenn man zeitgerecht Artikel abliefern muss, für die manchmal eine aufwändigere Recherche (vielleicht auch verbunden mit einem Besuch vor Ort) notwendig ist, ist plötzlich Planung gefragt. Dass der Hauptjob an erster Stelle steht ist unbestritten. Alles was danach kommt kann geplant und eingeteilt werden. Blöd nur, wenn der Hauptjob unerwartet mehr Zeit in Anspruch nimmt und den restlichen Tagesplan über den Haufen wirft. Kommt man eine Stunde später aus dem Büro stellt sich die Frage, ob Sport zeitlich jetzt noch drin ist. Man kommt dann ja auch eine Stunde später nach Hause, danach wird gekocht und anschließend muss für den Nebenjob noch in die Tasten geklopft werden. Da ich mich aber schon etwas länger kenne weiß ich, dass ich abends nach dem Essen oft müde werde und am liebsten nur den Teller wegstelle, mich auf die Seite fallen lasse (Anmerkung: ich esse im Schneidersitz auf der Couch) und einen ausgedehnten Powernap einlege.

Gehe ich trotzdem zum Sport und riskiere, dass ich abends nichts mehr für den Nebenjob mache oder lasse ich den Sport ausfallen? Oft führe ich bei dieser Frage eine gedankliche Diskussion mit mir selbst. Die Vernunft sagt, ich soll den Sport auslassen und noch vor dem Essen schreiben. Die Vernunft ist aber auch die erste, die mich ermahnt, wenn ich tagelang keinen Sport gemacht habe. Eine verzwickte Situation. In den ersten Monaten habe ich einen Ausgleich geschaffen, indem ich beim Fernseminar zurückgesteckt habe. Als es in den letzten Monaten im Job erheblich stressiger war als sonst, habe ich das Fitnessstudio etwas unregelmäßiger besucht. Ich gehe aber weiterhin mindestens einmal die Woche laufen und bin stolz, dass ich hier sehr konsequent bin.

Treffen mit Freunden sind aktuell lange im Voraus geplant oder kommen ungeplant ganz spontan zustande. Da ich mindestens eine Woche im Voraus plane und ganz zuverlässig immer etwas dazwischen kommt, das in meinem Plan nicht berücksichtigt wurde, bedeuten kurzfristige Treffen oft zusätzlichen Stress und Aufwand, da ich meine Pläne wieder neu überdenken muss. Ich könnte natürlich die geplante Sporteinheit morgen ausfallen lassen und meine Freunde auf einen Kaffee treffen… Den Gedanken hab ich noch nicht einmal zu Ende gedacht, steht schon die Vernunft mit erhobenem Zeigefinger vor mir und winkt mit der Waage. Erfreulicherweise ergeben sich zwischendurch manchmal ganz spontane Treffen, die dafür dann umso schöner sind. Was mich aktuell zusätzlich positiv stimmt: im Job wird’s nach vier sehr aufwändigen Monaten wieder etwas ruhiger und damit alles (inklusive mir selbst) deutlich entspannter.

Überpünktlichkeit macht sich bezahlt

Ich wurde zu einem pünktlichen Kind und Jugendlichen erzogen und habe in diesen Jahren viel Zeit wartend verbracht. Irgendwann habe ich begonnen selbst etwas verspätet anzukommen und so die Wartezeit zu umgehen bzw zu verkürzen. Mittlerweile bin ich davon genervt, dass ich oft in letzter Sekunde oder sogar verspätet ankomme und arbeite daran, künftig wieder einige Minuten vor der vereinbarten Zeit vor Ort zu sein. Dass sich Überpünktlichkeit bezahlt macht habe ich im Rahmen des Nebenjobs mittlerweile auch schon einige Male gemerkt.

Da ich meine Artikel drei Monate im Voraus festlege, habe ich hin und wieder am 2. des Monats bereits den ersten Artikel so gut wie fertig – weil Zeit zum Schreiben war und weil ich wusste, welcher Artikel auf mich zukommt. Ich plane die Artikel in einer ruhigen Minute gedanklich oft schon vorab und recherchiere bei Gelegenheit bereits die ersten Details. Fürs Schreiben müssen dann nur noch ein, zwei freie Nachmittage gefunden werden und schon ist ein Artikel im Groben fertig. Manchmal kommt nach dem ersten Artikel aber Unerwartetes dazwischen, dann findet sich kein freier Nachmittag oder die Müdigkeit nimmt überhand und ich falle direkt nach der Arbeit oder dem Sport hundemüde auf die Couch und verschlafe den Abend. Und plötzlich ist der 25. da und mir fehlte noch ein kompletter Artikel. Da ich mir bereits frühzeitig Gedanken darüber gemacht habe und weiß wie der Aufbau sein soll, war das Schreiben bis zum Monatsende bisher glücklicherweise noch nie ein Problem.

Erst vorgestern bei meiner Recherche war ich mir wieder mal selbst dafür dankbar, dass ich mich tatsächlich rechtzeitig auf den Weg gemacht habe. Im Glauben, dass ich mit der Schnellbahn direkt an mein Ziel komme, habe ich mich doch glatt verfahren. Ich musst zurückfahren und war gerade noch rechtzeitig vor Ort. Wär ich schon knapp gestartet und hätte mich verfahren – ich wäre deutlich zu spät gekommen.

Ich bin sehr anspruchsvoll – mir selbst gegenüber

Mir war davor schon bewusst, dass ich sehr anspruchsvoll und selbstkritisch bin bzw sein kann. Aber ich merke, dass meine Ansprüche mir selbst gegenüber mit der Zeit deutlich größer werden. Ich hatte mir von Beginn an vorgenommen, Fotos für meine Artikel so oft wie möglich selbst zu machen. Wenn mal keine Zeit bleibt oder das passende Motiv nicht auffindbar ist, greife ich auf Bilder anderer zurück, die zur Verfügung gestellt werden. In letzter Zeit merke ich, dass ich mit meinen Artikeln unzufrieden bin, wenn nur eines oder vielleicht sogar überhaupt kein verwendetes Foto von mir selbst gemacht wurde.

Und auch wenn ich die unter Punkt zwei beschriebenen Prioritäten wieder mal falsch gesetzt habe und unnötiger Stress zustande kommt, bin ich sehr kritisch mir selbst gegenüber. Vor allem ärgere ich mich, weil ich dann schnell gereizt bin und es mein Umfeld nicht immer leicht mit mir hat. Etwas mehr Gelassenheit würde da nicht schaden…

Was mache ich mit der Erkenntnis?

Alle vier Punkte haben Potential zur Verbesserung. Manches davon erfordert Übung, manches kommt mit der Zeit und Routine und manches wird sich wahrscheinlich auch gar nicht ändern. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Herausforderung, auf die nächsten neun Monate und ganz besonders auf meine persönliche Entwicklung. 🙂

„Prioritäten zu setzen und die Zeit gut zu nutzen, kann man nicht in Harvard lernen. Viele der Fähigkeiten, auf die es im Leben ankommt, muss man sich selber beibringen“ – Lee Iacocca

 

Kellnerin
pixabay.com// Mit einem Nebenjob etwas Geld zusätzlich verdienen – vorab solltest du dir aber über einige Dinge im Klaren sein

 

Um sich nebenbei zu entfalten und dem Teil seiner Interessen nachgehen zu können, der in der Arbeit nicht gefordert wird, kann man sich ein passendes Hobby zulegen – oder einen Nebenjob. Das man seinen Arbeitgeber in vielen Fällen informieren muss, dass man jetzt einen Nebenjob hat, ist bekannt. Arbeitsverträge weisen oft auf die Informationspflicht hin. Zu den steuerlichen Auswirkungen habe ich vor einigen Monaten auch schon einen Artikel verfasst – der Artikel kann hier nachgelesen werden. Aber was gilt es sonst noch zu beachten? Für alle, die gerade mit dem Gedanken spielen einen Nebenjob anzunehmen, hier drei Themen, über die ihr vorab etwas nachdenken solltet bzw die zu beachten sind.

Ausmaß der Nebenbeschäftigung

Nicht nur, dass einem bewusst sein muss, dass ein Nebenjob die Freizeit verringert – es gibt diesbezüglich auch gesetzliche Vorgaben. Die tägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich 10 Stunden, die wöchentliche Arbeitszeit 50 Stunden nicht überschreiten. Bei erhöhtem Arbeitsaufkommen ist die Überschreitung der Grenzen ausnahmsweise bis zu einem bestimmten Maße gestattet. Achtung: Die Höchstgrenze der Arbeitszeit bezieht sich auf alle Jobs im Gesamten!

Nimmst du also einen Nebenjob an, musst du deinen zweiten Arbeitgeber unbedingt darüber informieren, dass du bereits einen Job hast und welches Stundenausmaß möglich ist.

Konkurrenzverbot

Konkurrenzverbot und Konkurrenzklausel sind nicht dasselbe. Während sich die Konkurrenzklausel auf die Zeit nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses bezieht, ist das Konkurrenzverbot während des Arbeitsverhältnisses wirksam. Ein mögliches Verbot ist im Arbeitsvertrag vereinbart und kann Einfluss auf deinen Nebenjob haben. Ohne Einwilligung des Arbeitgebers darf der Arbeitnehmer kein selbständiges kaufmännisches Unternehmen betreiben oder im Geschäftszweig des Arbeitsgebers auf eigene oder fremde Rechnung Handelsgeschäfte durchführen. Ein Verstoß stellt einen Entlassungsgrund dar.

In der Praxis bedeutet das: sind sich Job und Nebenjob zu ähnlich bzw stehen zueinander in Konkurrenz, könnte der Arbeitgeber etwas dagegen haben.

Interesse für den Nebenjob

Ein Nebenjob ist eine Möglichkeit um zusätzlich Geld zu verdienen. Doch das allein ist für viele kein ausreichender Grund, um einen Nebenjob anzunehmen und diesen auch längerfristig zu behalten. Auch im Nebenjob muss man engagiert sein, Interesse zeigen und mit etwas Begeisterung bei der Sache sein. Es macht nicht unbedingt den besten Eindruck, wenn man nach zwei Monaten den Nebenjob wieder hinschmeißt, weil man sich vorher keine Gedanken darüber gemacht hat und plötzlich feststellt, dass man keine Freude daran hat, sonntags um sechs Uhr morgens – nach zwei Stunden Schlaf – übermüdet und mit ein paar Restpromille und einem faden Aug frische Brötchen an Frühaufsteher zu verkaufen.

Quelle: www.ris.bka.gv.at; www.wko.at

 

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Nach acht lehrreichen Monaten ist es endlich geschafft

 

Die ersten zwei Monate im neuen Jahr sind schon wieder vorbei und es ist bereits viel passiert. Job, Nebenjob, Fernseminar, Sport – klingt stressig, ist es auch (manchmal).

Zertifizierte Werbetexterin

Nach acht Monaten war es endlich geschafft. Alle Lektionen durchgearbeitet und den Abschlusstest erfolgreich absolviert. Ein Moment, in dem ich sehr stolz auf mich selbst war. Ich kann mich noch erinnern, als ich im vergangenen Jahr das Texten etwas mehr für mich entdeckt hatte und nach Ausbildungsmöglichkeiten gesucht habe. Mit dem Fernseminar habe ich mir neues Wissen angeeignet, das ich auch für meinen normalen Job gut gebrauchen kann. Die wichtigsten Lektionen werde ich sicher in den kommenden Monaten nochmal lesen, aber jetzt freue ich mich erstmal, dass ich den Abschluss erledigt habe und auch mal einen Abend vorm Fernseher verbringen kann, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben, weil ich eigentlich lesen sollte.

Nebenjob – Recherche, die Spaß macht

In den letzten Wochen habe ich wieder einige Artikel fertiggestellt. Besondere Highlights waren dabei die sportlichen Herausforderungen, denen ich mich gestellt habe und die Recherche zu meinem letzten Artikel. Für den war ich zweimal unterwegs, weil ich die Fotos wieder selbst schießen wollte. Das war beim ersten Mal nicht möglich, da es da bereits dunkel war. Dafür endete die erste Tour bei ein paar Bier in einem gemütlichen Beisl – was man für einen guten Artikel nicht alles auf sich nimmt. 🙂 Vor einigen Tagen wurden die Themen für die kommenden Monate festgelegt und ich freue mich auf die neuen Dinge, die ich recherchieren werde.

Sport

Nach ein paar gemütlicheren Wochen im Dezember und Jänner ging es im Februar wieder brav mit dem Sport weiter. Mit wenigen Ausnahmen habe ich jede Woche mindestens drei bis vier Mal Sport gemacht. Fitnessstudio und Laufen standen am Programm. Und nein – ich war nicht durchgehend motiviert. Manchmal hilft es, wenn man jemanden hat, der einem sprichwörtlich in den Arsch tritt. Also: wer manchmal aufgrund mangelnder Motivation den Sport auslässt und sich auch nicht für das gute Gefühl danach aufraffen kann, der sollte sich jemanden suchen, der einem in diesem Momenten in die Augen schaut, lächelt und „Oja, du gehst – sonst bist net zum Aushalten!“ sagt. 🙂

Spätestens nach der zweiten Übung ist die Freude und Motivation dann auch jedesmal gekommen und ich habe das Training durchgezogen. Wenn dann wieder erste Fortschritte zu sehen sind und ungeahnte Muskeln zum Vorschein kommen, weiß man, dass es sich gelohnt hat. Am meisten gefällt mir aber die gute Laune, die Sport bei mir verursacht. 🙂

Einzig die Bein-/Knieschmerzen, die aktuell beim Laufen auftauchen, vermiesen die gute Laune etwas. Dafür wird demnächst mal dem Orthopäden ein Besuch abgestattet. Das werden doch mit 28 Jahren nicht schon die ersten Alterserscheinungen sein?!

Wie geht’s mit der Selbständigkeit weiter?

Aktuell bin ich in dieser Hinsicht etwas planlos. Durch den Nebenjob ist der Drang, beruflich etwas mehr zu tun, zum Teil zufrieden gestellt. Dennoch möchte ich mehr. Allerdings merke ich, dass für das Nähen nebenbei eindeutig die Zeit fehlt. Es sieht wohl danach aus, dass es da bei einem Hobby bleibt. Ich möchte nicht, dass das Nähen zu einer Belastung wird – es soll weiterhin Spaß machen. Daher werde ich voraussichtlich weiter für Familie und Freunde nähen, die Produkte aber nicht offiziell verkaufen.

Momentan zieht es mich eindeutig mehr Richtung Texten. Aber auch da stehe ich gerade etwas an. Ich bin auf der Suche nach einer Nische – einem Bereich, in dem ich mich auskenne, viel Wissen habe und „Experte“ bin. Sehr gerne würde ich zu bestimmten Themen Informationen mit Interessierten teilen – unentgeltlich, weil ich es gerne mache. Ihnen bei Problemlösungen helfen. Vielleicht auch für andere zu diesen Themen Texte verfassen – nicht nur unentgeltlich.

Aber worin ist man denn wirklich wissend und ein Experte? Modebewusste und -affine Menschen können über die neuesten Trends berichten. Da gibt’s auch immer was zu berichten, denn die Mode ändert sich laufend. Die Trends sind jedes Jahr neu – angeblich. Ein Thema, mit dem ich ehrlicherweise nicht viel anfangen kann. Ich trage, was mir gefällt, nicht was IN ist. Ich reise gerne – aber zu selten, dass ich darüber jede Woche einen Artikel verfassen könnte. Ich habe eine schulische Ausbildung, eine zusätzliche zum Thema Marketing und jetzt auch mein Texter-Seminar –  aber habe ich genügend Erfahrung, um darin Experte zu sein? Vorhin habe ich gerade unserem Hund gefühlte 2 kg Wolle aus dem Fell gebürstet – reicht das, um Tipps zur artgerechten Haltung von Hunden zu geben? Ich koche auch sehr gerne. Wenn’s schmeckt gibt’s ein Gericht bei mir aber sehr häufig. Das ist eindeutig zu wenig Abwechslung, um Lesern regelmäßig neue Rezepte zu präsentieren.

Es wird also noch eine große Herausforderung, eine Nische zu finden, der ich mich zugehörig fühle. Da ist in den kommenden Wochen und Monaten recherchieren und vor allem beobachten angesagt. Irgendwo muss diese Nische ja zu finden sein?!

„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“ – Albert Einstein