Wann wird’s wohl los gehen?!

Noch schiebe ich eine ruhige Kugel…

Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen – so die Theorie. In der Praxis gibt’s aber nichts, das es nicht gibt. Wir haben die kritische Zeit mittlerweile hinter uns gelassen und das Kind darf jederzeit kommen. Aber, wann wird’s tatsächlich soweit sein?

Das Warten auf die Geburt kennen wahrscheinlich alle, die gerade am Ende ihrer Schwangerschaft sind oder schon Kinder haben. Wann es schließlich losgehen wird, das entscheiden die Kleinen bis maximal 10 Tage nach dem errechneten Termin ganz alleine – und das ist gut so. Sie sollen kommen, wenn sie soweit sind.

Ich werde auch bis zum errechneten Termin keinerlei Dinge unternehmen, die eine Geburt herbeiführen sollen. Wenn ich mich selbst einschätzen soll, würde ich sagen, dass ich eine eher entspannte Schwangere bin. Gegen Ende der Schwangerschaft blicke ich auch immer öfter auf die vergangenen Monate zurück und bin dankbar für die doch unkomplizierte Schwangerschaft. Bis auf Wasser in den Beinen und die Geschichte mit der Schwangerschaftsdiabetes hatte ich eine angenehme Schwangerschaft. Ja, zu Beginn etwas Übelkeit und bis zum vierten Monat sehr hartnäckige Müdigkeit, aber auch da hätte es mich im Nachhinein betrachtet noch deutlich schlimmer erwischen können. Es gab auch zum Glück keine erschreckenden Zwischenblutungen oder ähnliches – dafür bin ich sehr dankbar!

Erster – und zum Glück einziger – Schreckensmoment in der Schwangerschaft

Einzig nach dem Organscreening in der 23. Schwangerschaftswoche gab’s einen Schreckensmoment, der uns kurzzeitig etwas aus der Bahn geworfen hat. Beim Ultraschall wurde im Kopf des Kindes eine Zyste entdeckt. Im Nachhinein wissen wir, dass diese Zysten schon mal vorkommen können und im Normalfall auch bis zur nächsten Untersuchung (bei uns war die Nachkontrolle nach vier Wochen) von alleine wieder verschwinden. Ja, das wurde auch direkt beim Organscreening gleich gesagt, jedoch konnte ich nach dem Wort „Zyste“ den Ausführungen der Ärztin nicht mehr folgen und war bemüht, nicht sofort in Tränen auszubrechen. Das schaffte ich immerhin solange, bis wir das Behandlungszimmer verlassen hatten.

In Kombination mit anderen Anzeichen – die bei unserem Kind allesamt erfreulicherweise nicht vorhanden waren – kann so eine Zyste ein Anzeichen für eine Behinderung sein. Auch wenn die Ärztin davon abriet zu viel Internetrecherche anzustellen, wir konnten es natürlich nicht bleiben lassen. In diesem Fall muss ich aber sagen: zum Glück! So haben wir festgestellt, dass diese Zysten nicht ganz so selten sind und bei vielen bei der Nachkontrolle nicht mehr vorhanden waren. Das gab uns auf jeden Fall ein deutlich besseres Gefühl und erleichterte die vierwöchige Wartezeit.

Die Gefühlslage vor der Nachkontrolle hätte nicht unterschiedlicher sein können. Ich habe meinem Mann angemerkt, dass er angespannt ist – auch wenn er sich wie immer bemüht hat, mir ein gutes Gefühl zu vermitteln. Heute sagt er, dass es für ihn die schlimmste aller Wartezeiten war. Ich hingegen war erstaunlich ruhig. Egal was die Untersuchung ergeben hätte – für uns beide waren zwei Dinge bereits vor der Nackenfaltenmessung am Ende des dritten Monats klar: wir werden das Kind auf jeden Fall bekommen, auch wenn bei einer Untersuchung ein Verdacht auf eine Behinderung auftaucht und wir werden keinesfalls einer Fruchtwasseruntersuchung zustimmen.

Vielleicht hat man als Frau auch den Vorteil, dass man das ungeborene Kind in sich spürt. Auch wenn ich aufgrund der Vorderwandplazenta die Bewegungen unseres Kindes erst sehr spät und zu Beginn auch nur sehr leicht wahrgenommen habe – ich habe es immer wieder gespürt und wusste, dass es munter und aktiv ist. Die täglichen Bewegungen habe mir ein gutes Gefühl vermittelt und dieses Gefühl hat mich nicht getäuscht – bei der Nachkontrolle war die Zyste nicht mehr vorhanden.

Wie wir die letzten Tage verbringen

Die letzten Wochen bzw Tage – bis zum errechneten Termin dauert es ja keine ganze Woche mehr – verbringe ich wie gewohnt. Montags wird die Wohnung geputzt, dienstags besuche ich meine Neffen und der Rest der Woche wird mit Aktivitäten gefüllt, die gerade so anfallen. Das einzige, worauf ich bewusst verzichte, ist auswärts schlafen. Besuche in meiner Heimat im Waldviertel sind also nur noch Tagesausflüge. Aus Erzählungen und dem Geburtsvorbereitungskurs weiß ich, dass Wehen oft abends/nachts einsetzen, wenn man zur Ruhe kommt. In dieser Situation hätte ich dann doch ganz gern meinen Mann bei mir und das Krankenhaus, in dem wir angemeldet sind, sollte ebenfalls nicht zu weit entfernt sein.

Ansonsten muss ich aktuell jede Woche zum CTG und Ultraschall ins Krankenhaus. Damit hatte ich nicht gerechnet, jedoch ist diese regelmäßige Kontrolle der Schwangerschaftsdiabetes geschuldet. Auch wenn’s etwas nervig klingt, ich weiß danach zumindest jedesmal, dass es der kleinen Dame in meinem Bauch gut geht und sie ausreichend versorgt ist. Für diese Bestätigung absolviert man diese Kontrolltermine gerne.

Vorige Woche habe ich auch endlich die Tasche fürs Krankenhaus gepackt. Irgendwie hatte ich damit keinen Stress. 🙂 Nach mehrmaliger Aufforderung meines Mannes hatte ich immerhin bereits die Reisetasche aus dem Kasten geholt – sie blieb aber noch einige Tage leer. Den ersten Schritt machte dann schließlich er und suchte alle erforderlichen Dokumente zusammen. Am Tag darauf habe ich Kleidung für mich und das Baby und die notwendigsten Hygieneartikel zusammengesucht. Wir haben sogar noch ein bequemes Outfit für die Geburt gekauft – ein Nachthemd, mit dem ich bei Bedarf auch am Gang des Krankenhauses spazieren gehen kann. Jetzt fehlt nur noch eine kleine Grundausstattung für meinen Mann, für den Fall, dass die Geburt länger dauert. So hat auch er die Möglichkeit zwischendurch sein T-Shirt zu wechseln oder sich die Zähne zu putzen, wenn’s wirklich lange dauern sollte.

Um den Geburtsverlauf positiv zu beeinflussen, gehe ich zur Akupunktur. Dadurch soll die Geburt um einige Stunden verkürzt werden können. Ich werde mich also auf keinen Fall darüber beschweren, wenn die Geburt in ein paar Stunden geschafft ist und wir die Sachen für meinen Mann unnötigen mitgenommen haben. 😀

Um mich und meinen Körper zusätzlich noch so gut wie möglich auf die Geburt vorzubereiten, mache ich jeden zweiten Tag das Heublumendampfsitzbad mit anschließender Dammmassage und trinke Himbeerblättertee. Ansonsten versuche ich der Geburt positiv entgegen zu sehen und freue mich auf den Moment, wenn wir unser kleines Mädchen das erste Mal in den Armen halten.

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