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	<description>Kerstin Silhavy - Autorin</description>
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		<title>Babyschwimmen &#8211; eine unerwartete Geduldsprobe</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2020 12:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin eine Wasserratte &#8211; immer schon. Ehrlicherweise hoffe ich, dass unsere Tochter ebenfalls mal gern ins Wasser geht. Betrachtet man ihr Verhalten in der Badewanne, dann besteht Hoffnung. Denke ich aber ans Babyschwimmen zurück, dann schwindet diese Hoffnung gleich wieder. Es war der 10. Februar 2020. Ich war total aufgeregt. Heute startete das Babyschwimmen!...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin eine Wasserratte &#8211; immer schon. Ehrlicherweise hoffe ich, dass unsere Tochter ebenfalls mal gern ins Wasser geht. Betrachtet man ihr Verhalten in der Badewanne, dann besteht Hoffnung. Denke ich aber ans Babyschwimmen zurück, dann schwindet diese Hoffnung gleich wieder.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="778" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_20200503_124634_edited-1024x778.jpeg" alt="Die Schwimmwindeln fand sie toll - das Babyschwimmen nicht so" class="wp-image-1577" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_20200503_124634_edited-1024x778.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_20200503_124634_edited-300x228.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_20200503_124634_edited-768x583.jpeg 768w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_20200503_124634_edited-1536x1166.jpeg 1536w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/05/IMG_20200503_124634_edited-2048x1555.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Schwimmwindeln fand sie toll &#8211; das Babyschwimmen nicht so&#8230;.</figcaption></figure></div>



<span id="more-1521"></span>



<p>Es war der 10. Februar 2020. Ich war total aufgeregt. Heute startete das Babyschwimmen! Bereits seit Wochen habe ich darüber nachgedacht was ich alles einpacken muss. Mal wieder hab ich gegoogelt und nachgelesen was andere so zum Babyschwimmen mitnehmen. Wer gerade das gleiche macht und deswegen hier gelandet ist &#8211; bitte nach unten scrollen. Am Ende liste ich auf, was ich für notwendig erachte. Wer aber auch erfahren will wie es uns ergangen ist, der liest einfach weiter <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h3 class="wp-block-heading">Kein guter Start</h3>



<p>Eigentlich musste ich nur ein paar Kilometer fahren um zum Babyschwimmen zu gelangen. Am ersten Tag fuhr ich aber von meinem Elternhaus hin &#8211; eine Anfahrt von nicht ganz einer Stunde. Ich entschied mich, unserer Tochter erst vor Ort die Schwimmwindel anzuziehen. Die Autofahrt hat sie verschlafen. Ich freute mich &#8211; ausgeschlafene Kinder sind oft gutgelaunte Kinder. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Aber irgendwie war alles anders. Sie hat beim Umziehen plötzlich zu weinen begonnen und sich minutenlang nicht beruhigt. Das kannte ich von ihr gar nicht. Ich gab mein Bestes &#8211; lächelte, sang, blödelte. Besser wurde es erst, als die Schwimmwindel endlich umgeschnallt war und wir den Wickelraum verließen.</p>



<p>Ich trug sie mit dem Maxi Cosi, das ich nach langem hin und her überlegen dann doch mit in die Umkleide nahm, nach oben zum Becken. Wir beschlagnahmten eine Liege, ich verstaute den Krempel (und ärgerte mich, weil ich viel zu viel Zeug mitgeschleppt hatte) und schickte ein Stoßgebet zum Himmel, dass das Kind ruhig bleibt. Beim Abduschen schaute sie skeptisch &#8211; ich entschied mich sie nicht unter die Brause zu halten, sondern machte nur meine Beine und meinen Rücken schnell nass.</p>



<p>Um keine unnötig Unsicherheit zu verbreiten versuchte ich ruhig und gelassen zu bleiben. So auch bei dem, das jetzt bevor stand: die ersten Schritte ins Wasser. Bis dahin kannte sie Wasser lediglich aus ihrer Babybadewanne und da fand sie es ganz gut. Wir waren etwa 5 Minuten vor Beginn der Stunde im Wasser. Ich hab sie am Körper gehalten &#8211; sie wirkte immer noch etwas skeptisch, aber weinte nicht. Noch nicht. Das änderte sich pünktlich zum Beginn des Kurses. Die Kursleiterin begrüßte uns, wir begannen mit der Vorstellungsrunde und danach war ihr Bedarf an Wasser offenbar gedeckt. Alle Ablenkungsmanöver blieben erfolglos. 10 Minuten nach Kursbeginn verließen wir das Becken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wohin mit all dem Zeug?</h3>



<p>Das Umziehen vor der Schwimmstunde war schon etwas mühsam &#8211; danach, wenn man nass ist, wird&#8217;s nicht besser. Abduschen mit einem Kind, das Wasser offenbar doch nicht sonderlich mag? Schwierig. Das gewickelte Kind hochnehmen ohne es nass zu machen, wenn man selbst noch die Badesachen an hat? Unmöglich. Ich wanderte zwischen Wickelraum, Umkleide und Kabine hin und her. Vollgepackt mit Wickeltasche, Rucksack und Maxi Cosi inklusive unzufriedener Tochter. Nein, so hatte ich mir das wirklich nicht vorgestellt.</p>



<p>Irgendwie war ich mir sicher, dass sie unseren Ausflug toll finden wird. Ich habe mich auf die Einheiten gefreut. Acht ganz besondere Mutter-Tochter-Ausflüge. Nummer eins von acht war aber einfach nur anstrengend. Pünktlich zum Start des Babyschwimmens hatte ich in der Früh auch noch unerwartet zum ersten Mal nach der Geburt meine Periode bekommen. Wenigstens ohne Bauchschmerzen. Immerhin&#8230;</p>



<p>Ich beobachtete die anderen Mütter mit ihren Kindern. Irgendwie hatten alle weniger Zeug mit als ich. Und irgendwie hatten alle Kinder, die Wasser super fanden. Nur ich war überladen mit all dem Zeug, versperrte ständig den schmalen Gang für die anderen und kämpfte damit, alles im Spind unterzubringen. Warum sind diese verdammten Metallschränke auch so winzig und schmal?</p>



<p>Eines war klar: beim nächsten Mal musste ich das Ganze etwas besser handhaben und mir genauer überlegen, wo ich was einpacke, damit ich nicht ständig alles von A nach B mitschleppen musste. Denn mir wurde ebenfalls bewusst: das Maxi Cosi war zwar etwas unhandlich, aber auf jeden Fall notwendig um das Kind zwischendurch sicher abzulegen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wir wagten einen zweiten Versuch</h3>



<p>Die kleine Maus war müde von der ganzen Aufregung und schlief während der 10-minütigen Heimfahrt ein. Ich war traurig, dass es nicht gut gelaufen ist. Aber ich wollte es nicht bei diesem einen Versuch lassen. Vielleicht hatte sie einen schlechten Tag? Oder die lange Anreise war zu viel? Die Suche nach Gründen begann und mein Mann versuchte mich optimistisch zu stimmen. Wir einigten uns darauf, dass ich es in der folgenden Woche nochmal probiere.</p>



<p>Diesmal war ich besser vorbereitet. Die Schwimmwindel haben wir zuhause bereits angezogen. Die Babykleidung habe ich so gewählt, dass ich sie (bis auf den Body) schnell und im Maxi Cosi ausziehen konnte und den Wickelraum gar nicht erst betreten musste. Für mich selbst habe ich ebenfalls Kleidung gewählt, die schnell aus- und angezogen war (=Jogginghose, T-Shirt und Weste). Den Bikini habe ich zuhause schon angezogen.</p>



<p>Wir waren diesmal deutlich schneller badebereit &#8211; und das ganz ohne weinen. Ich freute mich sehr. Die Zeit bis zum Beginn des Kurses verbrachten wir auf der Liege, weil beim letzten Mal davon abgeraten wurde, zu früh mit den Kindern ins Wasser zu gehen. Wir gingen wieder etwa 5 Minuten vor Beginn ins Becken und der Vorgang vom letzten Mal wiederholte sich mit etwas Verzögerung. Kurz nach Beginn des Kurses begann das Baby zu weinen, hörte zwischendurch für wenige Augenblicke auf und setzte dann fort.</p>



<p>Wieder verließen wir verfrüht das Becken. Aber diesmal gingen wir nicht sofort in die Umkleide, denn angekommen bei der Liege beruhigte sie sich wieder. Die restlichen 20 Minuten hielt ich sie am Arm und spazierte mit ihr durch die Gegend. Von außen beobachtete sie interessierte die anderen Kinder im Becken. Ich versuchte zu verstehen woran es liegen könnte, dass sie sich im Wasser nicht wohl fühlt. Die Tatsache, dass sie nicht direkt beim Reingehen weinte sondern erst Minuten danach, verwirrte mich.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kann es denn noch schlimmer werden?  Ja&#8230;</h4>



<p>Nach dem Ende des Kurses gingen wir in die Umkleid und ich freute mich, dass auch das besser klappte als beim ersten Mal. Zumindest anfangs. Das Kind war bereits in frischer Windel und Body, ich ebenfalls in trockenen Sachen. Plötzlich begann sie aus heiterem Himmel zu weinen und ließ sich nicht beruhigen. Ich war etwas ratlos. Die warme Luft trieb mir blitzschnell den Schweiß auf die Stirn, während ich versuchte ihr die restliche Kleidung anzuziehen. Stofftier, Schnuller, Rassel &#8211; nichts konnte sie beruhigen. Auch wenn ich nicht annahm dass sie hungrig war, aber ich hatte die Hoffnung, dass die Brust sie beruhigen könnte. Fehlanzeige! Sie verweigerte&#8230;</p>



<p>Zu allem Überfluss hat sich auch noch ein älterer Herr für meinen Geschmack etwas zu dicht neben uns gesetzt. Er konnte seinen Blick auch kaum von mir/uns/meiner Brust (?!) lösen. Ich bemühte mich ihn zu ignorieren. Ebenso wie die mitleidigen Blicke der anderen. Auf die Aussage &#8222;Na, sie beruhigt sich ja heute gar nicht&#8220; einer anderen Mutter erwiderte ich nur &#8222;Sie ist sonst eigentlich ein total entspanntes Kind&#8220;. Sie wirkte wenig überzeugt. Ich kann&#8217;s ihr nicht verübeln.</p>



<p>Irgendwann saß das Kind endlich angezogen im Maxi Cosi. Ich war nassgeschwitzt und traurig. Bevor ich wegfuhr schickte ich meinem Mann noch eine Nachricht. &#8222;Kein Babyschwimmen mehr&#8230;&#8220;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vater-Tochter-Ausflug</h3>



<p>Die Kursleiterin meinte, dass manche Kinder etwas länger brauchten um sich mit dem Wasser anzufreunden und wir dran bleiben sollten. Und ja, es war beim zweiten Mal auch  teilweise besser als beim ersten Mal. Aber ich hatte keine Lust mehr mich ohne ersichtlichen Grund lauthals von unserer eigentlich sehr zufriedenen Tochter anbrüllen zu lassen. Mittlerweile war ich nämlich davon überzeugt, dass es nicht am Wasser selbst lag, denn das Weinen kam erst nach einigen Minuten im Becken.</p>



<p>Mein Mann wollte noch einen Versuch starten und übernahm die dritte Einheit. Vor der Abfahrt habe ich ihn gebrieft, wie es mit den Taschen und dem Umziehen am besten klappt. Ich habe mein Handy nicht aus den Augen gelassen und war jederzeit bereit sofort ins Auto zu steigen und ihm zur Hilfe zu Eilen, falls unsere Tochter das gesamte Schwimmbad zusammenbrüllt und sich nicht beruhigen lässt. Nein, ich bin nicht der Meinung, dass ich mit unserem Kind besser umgehen kann als er. Ich traute ihm das auf jeden Fall zu. Aber ich wusste wie anstrengend es sein kann &#8211; vor allem, weil man so ausdauerndes Gebrüll von unserem Kind nicht gewöhnt ist.</p>



<p>Aber ein Anruf blieb aus. Und auch das Gebrüll. Das Kind hatte tatsächlich den ganzen Kurs durchgehalten. Zwischendurch zwar etwas weinerlich, aber sie ließ sich immer wieder gut ablenken. Ich freute mich für die beiden. Meine Enttäuschung darüber, dass sie sich in Papas Armen offenbar wohler fühlte im Wasser als in meinen hielt sich in Grenzen. Ich war darauf vorbereitet <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Meine Schwester erzählte mir ein paar Tage vorher, dass meine Neffen lieber mit Papa als mit Mama ins Wasser gehen. Das beruhigte mich.</p>



<p>Mein Mann motivierte mich, noch einen weiteren Versuch zu starten. Die folgende Einheit ließen wir allerdings aus, da ich aufgrund einer Verkühlung angeschlagen war. Bis zum nächsten Mal vergingen also zwei Wochen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">&#8222;Das hat sie beim Papa nicht gemacht&#8220;</h3>



<p>Das Umziehen verlief wieder gut, das Betreten des Beckens ebenfalls. Ich blickte Richtung Uhr und zählte schon die Minuten. Aber unser Kind überraschte mich und jagte auf meinen Armen motiviert eine kleine Plastikente durchs Wasser. Ich freute mich sehr. Zwischendurch erkundigten sich einige Mütter, wo wir in der Vorwoche waren und erzählten mir, wie toll mein Mann sich vor zwei Wochen angestellt hatte. Ich war bereits auf seinen Blick gespannt, wenn ich ihm von der Bewunderung der Damen erzählte <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Die Motivation des Kindes ließ mit der Zeit nach, aber als ich nach ca 20 Minuten das Wasser mit meiner raunzigen Tochter verließ &#8211; wieder vorzeitig, aber deutlich später als sonst &#8211; waren wir immerhin mal nicht die ersten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Wieder nutzte ich die restliche Zeit um mit ihr von außen zuzuschauen. Die anderen Mütter beendet den Kurs und ich ging zurück zur Liege um unsere Sachen zu holen.</p>



<p>Plötzlich stand eine der Mütter hinter mir, blickte mich etwas mitleidig an und meinte &#8222;Das hat sie beim Papa nicht gemacht&#8220;. Wow &#8211; ich hätte mit viel gerechnet, damit aber nicht. Ich konterte mit einem trockenen &#8222;Danke&#8220; und wandte mich wieder meiner Tochter zu. Nein, ich war nicht beleidigt, weil mein Mann das offenbar besser machte &#8211; aber die Aussage empfand ich schon etwas frech.</p>



<p>Das Umziehen klappte problemlos. Ich hatte mittlerweile die Vermutung, dass es ihr mit der Zeit zu warm wurde &#8211; sie schwitzt grundlegend sehr schnell. Sie saß also diesmal nur mit einem Body bekleidet im Maxi Cosi, während ich mich schnell umzog. Danach erst habe ich ihr die restliche Kleidung angezogen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Vorzeitiger Abbruch des Kurses</h3>



<p>Da unser Kind zwar mittlerweile etwas zufriedener, aber immer noch nicht überglücklich im Wasser war, spielte ich mit dem Gedanken, die restlichen Einheiten auszulassen. Auf keinen Fall wollte ich ihr die Freude am Wasser für immer nehmen, indem ich sie jetzt jede Woche zum Babyschwimmen schleppe obwohl sie keinen Gefallen daran findet. Diese Entscheidung wurde mir dann aufgrund der aktuellen Situation abgenommen. Erst wurden die restlichen Einheiten verschoben, mittlerweile wurden sie aber ganz abgesagt.</p>



<p>Wir werden im Sommer einfach einen neuen Versuch starten &#8211; diesmal aber im familiären Rahmen, im Freien, mit etwas geringerem Lärmpegel als im Schwimmbad und vor allem ohne freche Sprüche. Vielleicht gefällt ihr das besser &#8211; mir auf jeden Fall <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h3 class="wp-block-heading">Inhalt der Schwimmtasche</h3>



<p>Bitte immer im Hinterkopf behalten: der Spind ist winzig &#8211; also keine zu großen, breiten Taschen mitnehmen. Für mich habe ich die üblichen Dinge eingepackt: Badeschlapfen, Bademantel, Handtuch, Bikini (bzw Unterwäsche, wenn man den Bikini bereits zuhause anzieht), ein Sackerl für die nassen Sachen und etwas zu trinken. Falls jemand duschen möchte, dann auch Duschgel/Shampoo. Ich habe einfach zuhause dann geduscht und das Kind gewaschen.</p>



<p>Für unsere Tochter habe ich folgendes benötigt:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Schwimmwindeln</li><li>Wickeltasche samt üblichem Inhalt</li><li>zwei Badetücher</li><li>Spielzeug (wassertauglich &#8211; damit es als Ablenkung ins Becken mitgenommen werden kann)</li><li>eine kleine Decke (um das Kind bei Bedarf zB auf einer Bank oder Liege zum Wickeln/Umziehen ablegen zu können; alternativ geht auch ein zusätzliches Badetuch)</li><li>Maxi Cosi (um das Kind zB während man sich umzieht gefahrlos ablegen zu können)</li><li>Schnuller</li><li>evtl Fläschchen/Essen</li></ul>



<p>Ich hatte alles in der Wickeltasche und in einem Rucksack. Wer einen großen Rucksack hat könnte zB auch auf die Wickeltasche verzichten. Ich habe aber bei der ersten Einheit die Erfahrung gemacht, dass ich Dinge schneller finde, wenn ich meine Sachen im Rucksack habe und alles, was das Baby betrifft, in der Wickeltasche.</p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/babyschwimmen-eine-unerwartete-geduldsprobe/">Babyschwimmen – eine unerwartete Geduldsprobe</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Beikost bringt Farbe in den Baby-Speiseplan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2020 18:40:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, stillen ist toll. Gut für die Beziehung zwischen Mutter und Kind, unkompliziert (wenn man mal weiß wie&#8217;s geht) und total praktisch. Aber irgendwann will man seinem Kind mehr bieten als Flüssignahrung. Zeit, um mit der Beikost zu starten! Wie? Wann? Und vor allem was? Wenn ich über meine Essensplanung nachdenke ist das selten so...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large"><img decoding="async" width="1024" height="856" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/04/IMG_20200216_121300_edited_edited-1024x856.jpeg" alt="Ein Foto vom ersten Brei - für alle Beteiligten ein aufregendes Erlebnis" class="wp-image-1505" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/04/IMG_20200216_121300_edited_edited-1024x856.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/04/IMG_20200216_121300_edited_edited-300x251.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/04/IMG_20200216_121300_edited_edited-768x642.jpeg 768w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/04/IMG_20200216_121300_edited_edited-1536x1283.jpeg 1536w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/04/IMG_20200216_121300_edited_edited-2048x1711.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Ein Foto vom ersten Brei &#8211; für alle Beteiligten ein aufregendes Erlebnis <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure></div>



<p>Ja, stillen ist toll. Gut für die Beziehung zwischen Mutter und Kind, unkompliziert (wenn man mal weiß wie&#8217;s geht) und total praktisch. Aber irgendwann will man seinem Kind mehr bieten als Flüssignahrung. Zeit, um mit der Beikost zu starten!</p>



<span id="more-1460"></span>



<p>Wie? Wann? Und vor allem was? Wenn ich über meine Essensplanung nachdenke ist das selten so kompliziert <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Aber bei seinem Kind möchte man alles (oder zumindest so viel wie möglich) richtig machen.</p>



<p>Ich habe unzählige Internetforen durchforstet auf der Suche nach Antworten. Es ist interessant zu lesen wie es andere handhaben. So richtig schlau wird man daraus aber nicht &#8211; wie üblich hat jede Mutter andere Ansichten. Von &#8222;Mein Kind wird gestillt bis es zwei Jahre alt ist&#8220; bis zu &#8222;Unseres hat direkt bei uns am Tisch mitgegessen&#8220; ist alles vertreten. Die Fragezeichen in meinem Kopf wurden immer größer. Mein Lichtblick: ein Treffen mit der Hebamme.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Antworten auf die vielen Fragen</h3>



<p>Bevor ich das Treffen mit der Hebamme vereinbart habe, haben wir uns mit dem &#8222;Wann?&#8220; beschäftigt. Der Kinderarzt hat uns bei einem Routinetermin empfohlen mit Beikost zu starten. Unser Kind war damals 5 Monate alt. Zuhause habe ich recherchiert &#8211; diverse Artikel im Internet raten dazu, zwischen der 20. und 26. Woche mit der Beikost zu starten. Mein Mann und ich habe uns dazu entschlossen, kurz vor dem nächsten Kinderarzttermin den ersten Versuch zu wagen und haben in der 24. Woche mit der Beikost in Form von Mittagsbrei begonnen.</p>



<p>Zwei Wochen davor kam die Hebamme zu Besuch und informierte mich über Grundlegendes zur Beikost. Was kann/soll/darf das Kind essen? Wie viel soll es essen? Wie viel Flüssigkeit benötigt das Kind? Selber kochen oder kaufen? Viele Fragen &#8211; erfreulicherweise auch viele Antworten. Nach diesem Termin war ich zuversichtlich und erleichtert, dass auch das &#8222;Was?&#8220; geklärt werden konnte. An dieser Stelle will ich noch erwähnen, dass zB auch die Hebamme und der Kinderarzt unterschiedliche Ansichten haben. Mein Mann und ich haben aus den vielen Infos die für uns passende Vorgehensweise gewählt. Ganz nach dem Motto &#8222;Von allem ein bisschen&#8220;.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Es lief nicht wie erwartet&#8230;</h4>



<p>&#8230;und das war gut so <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Wir haben uns dazu entschlossen selbst zu kochen. Cirka 2x pro Woche bereite ich mit Dampfgarer und Pürierstab das Essen für die nächsten Tage vor und friere auch einige Portionen ein. Begonnen haben wir mit Kürbis. Da man überall liest und hört, dass die Kinder anfangs nur wenige Löffel essen (und auch davon den Großteil wieder ausspucken), habe ich Mini-Portionen in einem von diesen Eiswürfel-Gefrierbehältern vorbereitet und eingefroren.</p>



<p>&#8222;So kann man jeden Tag ein oder zwei Würfel auftauen&#8220; &#8211; Begeisterung pur bei den Müttern im Internet. Der Tipp klang vielversprechend. Unser Kind sah das allerdings etwas anders <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Keine Spur von Mini-Portionen und ausspucken. Sie hatte von Anfang an Appetit und nach ein paar Tagen bereits protestiert, weil die Portionen zu klein waren. Statt ein bis zwei gefrorene Würfel pro Tag hatten wir alle Kürbiseiswürfel nach drei Tagen aufgebraucht.</p>



<p>Durch den Mittagsbrei wurde eine Stillmahlzeit ersetzt. Das war nicht unbedingt sofort geplant, hat sich durch die Einführung der Beikost und die Verschiebung der weiteren Stillmahlzeiten jedoch so ergeben. Bekommt das Kind dann noch genügend Flüssigkeit? Ja, die Hebamme hat mir versichert, dass zusätzliche Flüssigkeit erst notwendig ist, wenn drei Stillmahlzeiten ersetzt werden. Wir sollen aber auf jeden Fall schon mal üben, damit sie mit Wasser und Trinkbecher auch was anfangen kann, wenn es soweit ist. Nach jeder Breimahlzeit bieten wir unserer Tochter also in einem Trinklernbecher lauwarmes Wasser an. Mittlerweile stellen wir uns dabei schon so geschickt an, dass das Kind zur Gänze trocken bleibt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h4 class="wp-block-heading">Kürbis, Pastinaken und Zucchini</h4>



<p>Das waren die ersten drei Lebensmittel, die wir für das Baby zubereitet haben. Also, nicht auf einmal sondern nach und nach. Jede Woche ist eine neue Zutat hinzugekommen &#8211; Basis blieb dabei lange der Kürbis.</p>



<p>Mittlerweile hat sich mangels Angebot der Kürbis aus dem Speiseplan verflüchtigt, dafür sind &#8211; um die farbliche Balance aufrecht zu erhalten &#8211; Karotten dazu gekommen. Und auch Erdäpfel. Die aber eher selten, weil sie beim Pürieren zu Kleister werden und beim Aufwärmen/Auftauen bröckelig.</p>



<p>Zweimal pro Woche kommt Fleisch auf den Tisch bzw in die Breischüssel. Das bereite ich ehrlicherweise nicht selbst zu sondern kaufe es in pürierter Form. Vor dem Essen wird es unter das Gemüse gemischt und gemeinsam erwärmt. Ein Gläschen reicht für zwei Mahlzeiten, die es bei uns momentan  sonntags und mittwochs gibt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erweiterung der Speisekarte &#8211; es gibt Abendbrei</h4>



<p>Das mit dem Gemüsebrei zu Mittag lief von Anfang an gut. Nach ein paar Wochen haben wir uns an den Getreide-Obst-Brei für den Abend gewagt. Gestartet haben wir mit Hirseflocken, die sich gemeinsam mit Wasser zu einem cremigen Brei vereinen. Dazu kommt gedünstetes, püriertes Obst. Nach vier Wochen Abendbrei weiß ich: pürierte Birnen machen &#8211; im Gegensatz zu pürierten Äpfeln &#8211; aus cremigem Brei flüssigen. Immer! Diese Info wär vor dem ersten Getreidebrei interessant gewesen. Dann hätten wir mit Äpfeln statt Birnen begonnen. Der flüssige Brei ist am Weg zwischen Schüssel und Baby zum Großteil vom Löffel geronnen. Den Rest, der noch am Löffel war, haben wir mit Unterstützung des aufgeregten Kindes ziemlich erfolgreich im gesamten Babygesicht, den Halsfalten, hinter den Ohren und in den Haaren verteilt. Nach dem ersten Abendbrei ging&#8217;s direkt in die Badewanne. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Mittlerweile treffen wir zu 95% eine gut essbare Getreide-Obst-Balance und mischen die Hirseflocken mit Haferflocken. Birne wird&#8217;s aber länger nicht mehr geben <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Portionen werden laufend vergrößert und auch nach dem abendlichen Brei gibt&#8217;s ein paar Schlucke Wasser aus dem Becher.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zwischenmahlzeiten? Frühstück?</h4>



<p>Vor ein paar Tagen kam das Baby das erste Mal in den Genuss von Hirsekringeln. Ein bis zweimal am Tag darf sie nun &#8211; unter Beobachtung und Mithilfe &#8211; einen Kringel alleine essen. So möchten wir dem Kind die Möglichkeit geben, Nahrung auch mal selbständig zu sich zu nehmen. Und es dient als Zwischenschritt, das Baby an Zwischenmahlzeiten heranzuführen. Da unser Kind auch noch gestillt wird, ist es etwas herausfordernd Milchmahlzeiten einfach zu ersetzen. Vor allem morgens ist die Brust sehr voll und ehrlicherweise ist es auch praktisch, wenn der morgendliche Babyhunger sofort gestillt werden kann.</p>



<p>Als nächstes wird also die Stillmahlzeit am Nachmittag wegfallen und durch eine Zwischenmahlzeit (in Form von Obst) ersetzt werden. Das Stillen abends und morgens werden wir noch einige Zeit beibehalten. Ich habe die Hoffnung, dass sich das Baby in den kommenden Monaten von alleine abstillt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h3 class="wp-block-heading">Brei-Erstausstattung</h3>



<p>Bevor es mit den Breimahlzeiten losgehen konnte haben wir uns ein paar Utensilien zugelegt. Folgendes &#8222;Zubehör&#8220; haben wir in Verwendung:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Einen <strong>Dampfgarer </strong>mit dem Gemüse und Obst gedünstet werden. Es gibt auch Hightech-Geräte, die dampfen und pürieren können &#8211; so etwas haben wir nicht. Vor Jahren hab ich mal einen sehr günstigen &#8222;normalen&#8220; Dampfgarer bei einem Diskonter gekauft &#8211; der reicht völlig.</li><li>Das gedünstete Obst und Gemüse wird mit einem <strong>Pürierstab </strong>zu Brei verarbeitet. Den hat man vielleicht auch schon daheim. Wir haben uns vor kurzem einen neuen zugelegt, weil der alte mindestens 15 Jahre alt und sehr wackelig war und vermutlich demnächst abgebrannt und/oder zerfallen wäre <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li><li>Der Brei wird in <strong>kleinen Kunststoffdosen</strong> aufbewahrt. Im Idealfall sind es welche, die dem Tiefkühler und der Mikrowelle standhalten. Wir haben ca neun kleine Kunststoffbehälter und alle laufend im Einsatz. Sie sind für Babynahrung ausgelegt und haben Milliliter-Markierungen, die das Abfüllen erleichtern.</li><li>Zum Füttern verwenden wir einen &#8222;<strong>Babylöffel</strong>&#8220; &#8211; der Kunststofflöffel ist vorne deutlich schmaler als ein normaler Teelöffel.</li><li>Als <strong>Trinklernbecher </strong>haben wir einen Schnabelbecher. Ehrlicherweise habe ich nach Aussehen entschieden &#8211; wenn wo ein süßer Hund abgebildet ist, ist es schnell um mich geschehen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Müsste ich nochmal einen kaufen, dann würde ich einen durchsichtigen wählen. Anfangs war es für uns etwas schwierig zu erahnen, wie weit wir den Becher anheben müssen. Entweder kam gar nichts raus oder zu viel. Mittlerweile klappt es aber ganz gut.</li><li>Um sich ein Umziehen nach jeder Mahlzeit zu sparen sind <strong>Lätzchen </strong>unerlässlich. In unserem Fall sogar mehrere <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Zuerst ziehen wir ihr ein Stofflätzchen mit Ärmeln an &#8211; damit bleibt in 98% der Fälle die Kleidung sauber. Darüber kommt ein abwaschbares Lätzchen, das den Brei auffängt, der entweder vom Löffel tropft oder den das Kind manchmal übermütig mit einem lauten &#8222;pppfffffrrrrr&#8220; im Umkreis von 1,5 Metern verteilt. Das Lätzchen kann einfach feucht abgewischt werden und kommt von Zeit zu Zeit in die Waschmaschine.</li></ul>



<p>Bei der Frage, wie man das Kind füttert, scheiden sich (wie so oft bei Kinder-Fragen) die Geister. &#8222;Das Kind auf jedem Fall im Hochstuhl füttern&#8220; &#8211; &#8222;Das Kind soll erst Beikost/feste Nahrung zu sich nehmen, wenn es sitzen kann&#8220; &#8211; &#8222;Das Kind alleine essen lassen&#8220;. Jedem kann man es eh nicht recht machen. Wir füttern unser Kind in halb-aufrechter Position in der Wippe. Warum? Weil ich nicht nachvollziehen kann, warum ich mein Kind &#8211; gestützt von unzähligen Polstern &#8211; in den Hochstuhl quetschen soll, wenn es noch nicht alleine sitzen kann. Unser Kind hat sich bisher kein einziges Mal am Essen verschluckt. Die Hirsekringel isst sie sie sitzend &#8211; bei Mama oder Papa am Schoß. Und mit &#8222;Stückchen-Nahrung&#8220; werden wir warten, bis sie alleine sitzen kann.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was es sonst noch zu wissen gibt</h3>



<p>Kürbis hat zu Beginn und am Ende die selbe Konsistenz <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Und sonst? Es wird bunt! Zumindest wenn der Brei Kürbis oder Karotten enthält. Es dauert nicht lange und auf vielen Baby-Outfits finden sich orangefarbige Flecken. Denn alles, was das Baby nach dem Aufstoßen ausspuckt, ist ab sofort orange. Ja, auch abends, wenn der Mittagsbrei schon Stunden zurückliegt. Mit jedem Mal waschen werden die Flecken aber heller. Sofern keine neuen dazu kommen (weil sie zB Mama oder Papa bespucken und nicht sich selbst) besteht also die Möglichkeit, dass die Kleidung wieder fleckenfrei wird. Mit etwas Glück sogar noch bevor das Kind rausgewachsen ist <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><span style="text-decoration: underline;">Mein Tipp:</span> fleckige Kleidung entweder sofort waschen oder bis zum Waschen einweichen. Das selbe gilt auch, wenn die Flecken nicht vom Essen kommen sondern von einer ausgelaufenen Windel. Apropos ausgelaufene Windel &#8211; die gibt&#8217;s Dank Brei und veränderter Konsistenz jetzt nicht mehr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/beikost-bringt-farbe-in-den-baby-speiseplan/">Beikost bringt Farbe in den Baby-Speiseplan</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Veränderungen wohin man blickt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Feb 2020 21:49:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dass ein Kind das Leben verändert ist wohl jedem klar. Was sich dadurch aber wirklich alles ändert wird einem erst mit der Zeit bewusst. Wenn dann neben dem Kind auch noch ein Umzug mit im Spiel war, sind die Änderungen gleich nochmal um einiges umfassender. Ja, ein Kind stellt das Leben auf den Kopf. Wie...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/02/IMG_20200213_131548_edited-1-1024x894.jpeg" alt="Geschirrspüler ausräumen mit Kind in der Trage - es hat sich so einiges geändert für mich..." class="wp-image-1437" width="598" height="522" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/02/IMG_20200213_131548_edited-1-1024x894.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/02/IMG_20200213_131548_edited-1-300x262.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/02/IMG_20200213_131548_edited-1-768x671.jpeg 768w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/02/IMG_20200213_131548_edited-1-1536x1341.jpeg 1536w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/02/IMG_20200213_131548_edited-1-2048x1789.jpeg 2048w" sizes="(max-width: 598px) 100vw, 598px" /><figcaption>Geschirrspüler ausräumen mit Kind in der Trage &#8211; es hat sich so einiges geändert für mich&#8230;</figcaption></figure></div>



<p>Dass ein Kind das Leben verändert ist wohl jedem klar. Was sich dadurch aber wirklich alles ändert wird einem erst mit der Zeit bewusst. Wenn dann neben dem Kind auch noch ein Umzug mit im Spiel war, sind die Änderungen gleich nochmal um einiges umfassender. </p>



<span id="more-1341"></span>



<p>Ja, ein Kind stellt das Leben auf den Kopf. Wie sehr, das merkt man allerdings erst, wenn es da ist. Und auch dann erst nach und nach.</p>



<p>Die ersten Wochen mit Kind sind sowieso eine Ausnahmesituation. Alles dreht sich um das kleine Geschöpf, für das man jetzt die volle Verantwortung trägt. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich mit dem Partner abends vorm TV über belanglosen Klatsch und Tratsch unterhalten hat. Plötzlich werden Dinge wie Stuhlgang des Kindes und getrunkene Milchmenge besprochen und Infos zu Milchpumpen und Schlafenszeiten gegoogelt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wenn der Alltag einkehrt</h4>



<p>Nach ein paar Wochen hat sich das Ganze dann etwas eingespielt und Alltag kehrt ein. Damit ist man dann fürs erste ohnehin ausgelastet und froh, wenn das Baby zufrieden ist, das Stillen klappt und die Verdauung des Kindes problemlos funktioniert. Ist das der Fall, hat man nach zwei bis drei Monaten das erste Mal Zeit, sich Gedanken über sein aktuelles Leben zu machen. Jetzt ist der Moment gekommen, in dem man feststellt, dass nichts mehr ist wie es war.</p>



<p>Seit Wochen läuft man ausschließlich in Jogginghosen herum, die Wohnung beherbergt in allen möglichen Ecken angespuckte Stoffwindeln und beim täglichen Versuch, das Baby in den Schlaf zu singen, stellt man fest, dass man bei vielen Kinderliedern nicht mehr textsicher ist. Hab ich heute schon meine Unterwäsche gewechselt? Gab es diese Woche schon eine warme Mahlzeit? Und wann hab ich eigentlich meinen Mann das letzte Mal umarmt? </p>



<p>Einiges hat sich bereits mit der Schwangerschaft geändert. Bei mir war die gravierendste Änderung, dass ich kaum mehr Sport gemacht habe. Müdigkeit und Übelkeit haben mir das Leben die ersten vier Monate etwas erschwert &#8211; da war an Sport nicht zu denken. Und danach war einiges zu erledigen und die Motivation für Sport sehr gering. Der Umzug und die Hochzeit mussten geplant werden, mein altes Auto hat mich im Stich gelassen (ich musste mich um ein neues umsehen und ich hasse Auto kaufen!) und noch ca. 50 andere Dinge waren zu erledigen. Es blieb kaum Zeit über die Veränderungen nachzudenken, die sich ganz nebenbei in mein Leben schlichen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was sich geändert hat </h4>



<p>Bis zum Mutterschutzbeginn ging ich ganz normal arbeiten. Solange fühlte sich auch nicht vieles nach Veränderung an. Ja, mein Bauch wurde größer und ab dem 6. Monat war ich quasi auf Diät, aber ich war unter der Woche wie bisher in Wien und erledigte meinen Job. Einzig meinen Nebenjob musste ich leider aufgeben, da ich ihn aufgrund der Wehwehchen für mich nicht mehr zufriedenstellend erfüllen konnte. Durch die erschwerten Umstände in den ersten Monaten haben sich zusätzlich die Themen Sport und Stadionbesuche von meiner To-Do-Liste verflüchtigt. Ich fand es schade, war aber körperlich dazu einfach nicht in der Lage. Dafür habe ich jedes Wochenende das Auto vollgepackt und langsam begonnen meine Wohnung zu leeren. Man glaubt gar nicht, was sich in 10 Jahren so alles ansammelt und wie vollgepackt 55qm sein können.</p>



<p>Acht Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ging ich in den Mutterschutz, zwei Tage später wurde geheiratet. Ja, da ging&#8217;s dahin. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Eine Woche später besuchten wir in Wien noch den Geburtsvorbereitungskurs und dann war sie auch schon gekommen &#8211; die letzte Nacht in der Wohnung. Bis auf die Couch und ein paar andere Möbelstücke und Kleinkram war die Wohnung bereits leer. Während mein Mann mit den letzten großen Möbeln schon am Weg nach Hause war, räumte ich mit zwei Freundinnen noch mein Auto voll. Danach setzten wir uns ins leere Wohnzimmer auf den Boden. Wir unterhielten uns und schauten gemeinsam die ersten Hochzeitsfotos an. Heute bereue ich, dass ich kein Foto von uns gemacht habe. Es war ein schöner Moment am Ende eines 10jährigen Lebensabschnitts &#8211; Danke dafür an euch beide (und auch ein großes Danke fürs Möbelschleppen)! Somit bleibt mir dieser Tag positiv in Erinnerung &#8211; ich war mir im Vorhinein sicher, dass ich ein paar Tränchen verdrücken werde, wenn ich in der leeren Wohnung stehe, aber ich ging mit einem Lächeln.</p>



<p>Die Tage danach war ich damit beschäftigt, das ganze Zeug in der Wohnung meines Mannes &#8211; ab sofort UNSERE Wohnung &#8211; unterzubringen. Und die letzten Wochen vor der Geburt habe ich zum Nähen und Schreiben genutzt und um meine Neffen zu besuchen.</p>



<p>Meine Neffen sehe ich seit dem Umzug öfter &#8211; das ist schön. Unser Kind wächst in einem kleinen Dorf auf &#8211; auch das ist schön. Ich bin ebenfalls am Land groß geworden und auch nach meinem Umzug nach Wien immer wieder gerne nach Hause gekommen. Für mich war das Leben in Wien aber kein &#8222;Muss&#8220;. Manche bleiben unter der Woche in Wien um den Arbeitsweg zu verkürzen. Sie unternehmen nichts und haben nicht viel Freude daran. Ich hingegen habe gerne in Wien gewohnt &#8211; ja, es gibt ehrlicherweise einiges, das ich vermisse.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mit der Zeit merkt man, was man nicht mehr hat</h4>



<p>Den Spar im Nachbarhaus zum Beispiel, zu dem ich sogar während des Kochens schnell gehen konnte, wenn ich spontan etwas benötigte. Die Nähe &#8211; zu einfach allem <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ärzte, Einkaufszentren, Stadion und allem voran die Nähe zu Freunden. Die vielfältigen Sportmöglichkeiten, die ich zum Teil leider erst viel zu spät für mich entdeckt habe. Und auch die Anonymität. Ja, es ist schön wenn man seine Nachbarn kennt und sich auf der Straße grüßt. Aber ich habe es auch sehr genossen einfach rauszugehen und niemanden zu kennen. Kein gezwungener Smalltalk, keine neugierigen Blicke und keine Fragen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie ich mit den Veränderungen umgehe</h4>



<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Freunde</span></strong></p>



<p>Ein Treffen mit den Freunden erfordert nun etwas mehr Planung und ist nicht mehr ganz spontan möglich. Die Wege sind weiter und die Flexibilität durch das Kind natürlich eingeschränkt. Wir haben uns aber auch davor schon gerne einfach zuhause zusammengesetzt und waren nur mehr selten im Wiener Nachtleben anzutreffen. Und zuhause zusammensetzen klappt auch mit Kind ganz gut &#8211; auch bis spät in die Nacht. Lediglich der Nachhauseweg danach ist jetzt etwas länger. Trotzdem ist es mir wichtig, ab und zu nach Wien zu fahren und meine Freunde zu treffen &#8211; ich erwarte von meinen Freunden nicht, dass sie alle paar Wochen bei uns eintrudeln und ich nie zu Besuch komme. Einen Teil meiner Freunde kann ich praktischerweise auch im Waldviertel treffen, wenn Oma, Opa und Hund Sina besucht werden.</p>



<p>Ich merke besonders jetzt, dass mir der Austausch und die Treffen mit Freunden wichtig sind und gut tun. Sich darüber zu unterhalten was sich in ihrem Leben gerade tut oder Themen anzusprechen, die man zB mit der Familie nicht besprechen möchte &#8211; das will ich nicht missen. Eine kurze Auszeit vom Alltag!</p>



<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Beziehung</span></strong></p>



<p>&#8222;Na was hat sie erwartet?!&#8220; werden sich jetzt manche denken. Mir war natürlich bewusst, dass ein Kind Einfluss auf die Beziehung hat. Aber auch hier gilt: so richtig geschnallt hab ich es erst, als plötzlich jede Nacht ein halber Meter Abstand zwischen meinem Mann und mir war. Einfach rüberrollen und meine kalten Füße unter seine Decke stecken war ab jetzt nicht mehr. Denn zwischen uns liegen 6kg pures Glück in Form unserer Tochter. Das möchten wir auch nicht mehr missen.</p>



<p>Umso wichtiger ist es, dass man dem Partner tagsüber bzw abends mehr Aufmerksamkeit schenkt. Das erfordert etwas Übung, denn man neigt dazu, dass man sich abends aus Gewohnheit vor den TV setzt und wortlos in sein Handy starrt (und in Internetforen Antworten auf Fragen wie &#8222;Wie viel Schlaf ist beim Baby normal?&#8220; oder &#8222;Was hilft gegen wunde Brustwarzen?&#8220; sucht). Das darf man auch weiterhin machen, aber zwischendurch sollte man sich auch Zeit zum Kuscheln nehmen und dem Partner sagen wie toll er ist!</p>



<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Sport</span></strong></p>



<p>Das Thema Sport beschäftigt mich seit einiger Zeit wieder etwas mehr. Das Sportangebot im ländlichen Gebiet ist vorhanden, aber geringer und nicht so vielfältig wie in der Stadt. Für mich sind Workouts zuhause natürlich ideal &#8211; ich war aber nie ein Fan davon. Einmal pro Woche fahre ich zum Beckenbodentraining. Das ist nett und sicher auch gut für den Körper, aber es fordert mich nicht ausreichend. Auch wenn ich dabei manchmal tatsächlich an meine Grenzen stoße.</p>



<p>Letztens standen Liegestütze auf dem Programm &#8211; in vereinfachter Form. Ich wählte die schwierige Variante, weil vor der Schwangerschaft ein paar Liegestütze am Stück kein Problem für mich waren. Und diesmal? Ich kam problemlos runter &#8211; das war&#8217;s dann aber auch. Nach oben schaffte ich es nicht mehr. Schnell habe ich mich umgesehen, ob diesen peinlichen Augenblick jemand mitbekommen hat. Die anderen Teilnehmer (allesamt 50+) waren aber zum Glück eh mit sich selbst beschäftigt (machten aber zum Großteil eine bessere Figur als ich in dem Moment&#8230;). </p>



<p>Ich war deprimiert. Dass ich so abgebaut habe hatte ich nicht mitbekommen. Der Wunsch nach mehr Bewegung bzw körperlicher Herausforderung wurde größer.</p>



<p>Laufen soll ich erst gehen, wenn das Beckenbodentraining beendet ist. Krafttraining ist zwar möglich, jedoch ist der Besuch im Fitnessstudio am Land (und mit Kind) nicht mehr ganz so einfach umzusetzen. Ich kann nur dann fahren, wenn jemand in der Zwischenzeit das Kind beaufsichtigt. Dabei müsste ich berücksichtigen, dass ich nicht zu lange weg bin, da ich noch voll stille. Hinzu käme jetzt eine längere Wegzeit. Das alles verursacht bereits innerlichen Stress, wenn ich nur darüber nachdenke.</p>



<p>Es bleibt also vorerst tatsächlich nur Sport zuhause. Ich habe zwei Wochen regelmäßig Übungen mit dem Theraband gemacht &#8211; Übungen, die ich früher öfter gemacht habe. So richtig zufrieden war ich damit aber nicht. Durch Zufall habe ich ein Programm entdeckt, bei dem man sich die Sporteinheiten in Form von Videos frei einteilen kann. Der große Vorteil? Ich bin flexibel. Mal trainiere ich abends bzw nachts (ja, manchmal zieh ich mir um 23.15 meine Sportsachen an und lege los &#8211; mein Mann schwankt dann zwischen Bewunderung und Entsetzen), wenn das Baby bereits schläft, mal starte ich das Training direkt nach dem Stillen, während das Baby neben mir in der Wippe liegt und mir halb amüsiert, halb verwundert dabei zusieht, wie ich durch die Küche hüpfe, schwitze und meine mangelnde Kondition verfluche. Und mal kann ich eine Trainingseinheit gerade noch beenden, bevor das Baby lauthals auf die nächste Mahlzeit besteht.</p>



<p>Ich fühle mich seit dem tatsächlich ausgeglichener (was auch meinem Mann aufgefallen ist &#8211; offenbar hat sich meine Laune deutlich gebessert <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) und habe auch regelmäßig einen Muskelkater &#8211; so gefällt mir das <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Anonymität</span></strong></p>



<p>Daran, dass man sich im Ort kennt, kann man schwer etwas ändern <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />  Es ist auch nichts grundsätzlich Schlechtes und meistens finde ich es auch ganz nett, auf der Straße ein paar Worte zu wechseln! Wenn ich aber keine Lust habe mich beim Spazieren gehen zu unterhalten oder bekannten Gesichtern zu begegnen, dann packe ich den Kinderwagen ins Auto und fahre mit dem Baby 10 Minuten in die nächste Stadt und gehe dort spazieren. Meistens verbinde ich solche Ausflüge mit Besorgungen &#8211; Lebensmittel kaufen, Windeln oder Stilleinlagen (die gehen mir trotzdem regelmäßig fast aus) besorgen oder Kleinigkeiten für den Haushalt holen.</p>



<p><span style="text-decoration: underline;">Der Vorteil:</span> ich lerne die Gegend etwas kennen. Schon in Wien und auch davor in der Stadt, in der ich 5 Jahre zur Schule ging und meine Matura machte, habe ich gerne zu Fuß die Umgebung erkundet. Viele Kilometer habe ich dabei zurückgelegt und alle möglichen versteckten Ecken und Gassen entdeckt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Entfernung</span></strong></p>



<p>Mit dem Auto bin ich in 10 Minuten in der nächsten Stadt, in 15 Minuten (vorausgesetzt die Sonntagsfahrer bremsen mich nicht aus) in einer etwas größeren Stadt und in 40 Minuten in einem großen Einkaufszentrum. Lebensmittelgeschäfte, Ärzte, Möbelhäuser und vieles mehr sind also nicht aus der Welt. Das sind alles Entfernungen, die ich mit dem Auto (und auch mit Kind) problemlos zurücklegen kann.</p>



<p>Ich muss mir nur angewöhnen (bzw noch etwas mehr darauf achten) Einkaufslisten zu schreiben. Es passiert regelmäßig, dass ich mir denke &#8222;Das brauch ich mir nicht aufschreiben, das merk ich mir schon&#8220;. Ich merk es mir nicht&#8230;</p>



<p>Ebenso kommt es (häufiger als mir lieb ist) vor, dass ich mir im Geschäft denke &#8222;Ah, das muss ich unbedingt mitnehmen &#8211; das hab ich jetzt schon ein paar mal vergessen zu kaufen&#8220;. Zuhause beim Einräumen stelle ich fest, dass ich mir die letzten fünf Mal das gleiche gedacht habe und jetzt schauen muss, wie ich die 10 Päckchen Linsen und die 7 Gläser Sugo am besten in unserem kleinen Abstellraum verstaue.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Veränderungen annehmen &#8211; oder ändern</h4>



<p>Ich setze mich aktuell mit allen Veränderungen auseinander, die mir auffallen. Wie ich das mache? Ich denke beim Spazieren gehen darüber nach, ich schwelge in Erinnerungen und ich schreibe darüber. So mache ich mir selbst bewusst was sich alles geändert hat und ordne die Veränderung ein. Bin ich damit zufrieden? Wenn ja &#8211; dann freu ich mich, dass es so ist. Ich bin jetzt Mutter einer wunderbaren Tochter und habe einen Mann an meiner Seite, der mich bei allem unterstützt. Ich sehe den Rest meiner Familie regelmäßig und erfreue mich dienstags daran, gemeinsam mit meiner Mama meine zwei Neffen zu beaufsichtigen.</p>



<p>Wenn nein &#8211; was stört mich? Und was kann ich tun, damit es eine erfreuliche Änderung wird. Dazu zählt aktuell vor allem das Thema Sport. Ich habe eine Möglichkeit gefunden, um Sport zu machen und gleichzeitig für mein Kind da zu sein, wenn es mich braucht. Mit dieser Lösung bin ich zur Zeit zufrieden. Die Motivation ist aktuell sowieso noch einmal größer, weil ich ab Mitte Februar zum Babyschwimmen gehe &#8211; wäre schön, wenn ich mit meinem Körper bis dahin wieder etwas mehr im Einklang bin. (Anmerkung: an diesem Beitrag schreibe ich schon etwas länger &#8211; Mitte Februar ist da und das Babyschwimmen hat bereits begonnen. Die Begeisterung über meine aktuelle Form hält sich leider noch in Grenzen&#8230; )</p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/veraenderungen-wohin-man-blickt/">Veränderungen wohin man blickt</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Survival-Tipps fürs Krankenhaus</title>
		<link>http://nebenbei.at/survival-tipps-fuers-krankenhaus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2020 10:03:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwangerschaft dauert rund 40 Wochen. In dieser Zeit bereitet man sich mehr oder weniger intensiv auf die Geburt vor. Im Normalfall bleibt man anschließend an die Geburt (zumindest beim ersten Kind) einige Tage im Krankenhaus. Bei all der Aufregung, Anspannung und Vorfreude auf das Baby sollte man also nicht darauf vergessen, sich auch auf...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/01/IMG_20190830_031255_edited-1024x744.jpeg" alt="Ein Muss für meine Krankenhaustasche: unser Otter :)" class="wp-image-1397" width="704" height="512" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/01/IMG_20190830_031255_edited-1024x744.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/01/IMG_20190830_031255_edited-300x218.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/01/IMG_20190830_031255_edited-768x558.jpeg 768w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/01/IMG_20190830_031255_edited-1536x1115.jpeg 1536w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2020/01/IMG_20190830_031255_edited-2048x1487.jpeg 2048w" sizes="auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px" /><figcaption>Ein Muss für meine Krankenhaustasche: unser Otter <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></figcaption></figure></div>



<p>Eine Schwangerschaft dauert rund 40 Wochen. In dieser Zeit bereitet man sich mehr oder weniger intensiv auf die Geburt vor. Im Normalfall bleibt man anschließend an die Geburt (zumindest beim ersten Kind) einige Tage im Krankenhaus. Bei all der Aufregung, Anspannung und Vorfreude auf das Baby sollte man also nicht darauf vergessen, sich auch auf die zwei bis drei Tage im Krankenhaus etwas vorzubereiten.</p>



<span id="more-1282"></span>



<p>Gleich mal vorweg: jede Frau ist anders, jede Schwangerschaft ist anders und überhaupt &#8211; jede Geburt ist anders. Dieser Beitrag spiegelt wie immer meine Erfahrung wider und dient im Idealfall als Unterstützung für werdende Mamis und auch ein bisschen zur Unterhaltung &#8211; auch für nicht-schwangere Frauen und Männer (an dieser Stelle einen schönen Gruß an meine beiden Kolleginnen, die sich letztens als treue Leserinnen geoutet haben <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ).</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ich packe meine Tasche&#8230;nicht</h2>



<p>Zur Vorbereitung auf die Geburt habe ich gemeinsam mit meinem Mann einen Geburtsvorbereitungskurs besucht. Warum? Weil man&#8217;s halt macht. Und auch weil wir uns neue Informationen erhofft haben. Der Nachmittag war nett &#8211; die Geburt hätten wir ohne Kurs aber auch geschafft. Dennoch denke ich, dass so ein Kurs für Paare, die zum ersten Mal Eltern werden, trotzdem empfehlenswert ist. Man kann sich mit anderen Paaren austauschen (sofern man das möchte <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ), den Erfahrungen der Hebamme lauschen, Geburtspositionen ausprobieren und Fragen stellen.</p>



<p>Die Schwangerschaft war zum Zeitpunkt des Kurses zum Großteil vorüber &#8211; das nächste große Ereignis war bereits die Geburt. Dass man anschließend an die Geburt ein paar Tage im Krankenhaus ist habe ich lange verdrängt. Seit ich mich erinnern kann musste ich noch nie im Krankenhaus übernachten. Ich konnte mir also auch nur schwer vorstellen wie das sein wird. Auch beim Geburtsvorbereitungskurs war der Krankenhausaufenthalt kein Thema und so habe ich lange einfach nicht darüber nachgedacht, was ich dafür einpacken sollte.</p>



<p>Mein Mann wurde gegen Ende der Schwangerschaft dann aber doch etwas nervös und hat mich täglich daran erinnert, dass ich doch endlich die Tasche packen sollte. &#8222;Na gut&#8220; habe ich mir in der 37. Schwangerschaftswoche schließlich gedacht und eine kleine Reisetasche aus dem Kasten geholt. Diese stand dann im Wohnzimmer &#8211; ohne Inhalt. In der 38. Schwangerschaftswoche fasste mein Mann schließlich den Entschluss, dass er mit dem Packen der Tasche beginnt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Nachdem er alle notwendigen Dokumente zusammengesucht hatte sah er mich fragend an und meinte &#8222;Okay, ich glaube den Rest musst du selbst einpacken&#8220;.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was muss mit?!</h2>



<p>Um meinen Mann zu beruhigen, habe ich mich tags darauf tatsächlich zum Tasche packen aufgerafft (immerhin war sie in der 39. SSW dann auch endlich fertig gepackt <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). Nur &#8211; was muss mit?! Ich hatte die Packliste einer Freundin, überlegte was ich daheim jeden Tag an Gewand und Hygieneartikeln benutze und was die besonderen Umstände eventuell erfordern könnten. Am Ende wurde die Tasche zu klein, denn plötzlich fallen einem hundert Dinge ein, die man ja eventuell, unter Umständen, womöglich brauchen könnte.</p>



<p>Wir machten uns schließlich mit einer überfüllten Tasche, bei der der Reißverschluss nicht mehr zuging, auf den Weg ins Krankenhaus. Circa 60% des Inhalts habe ich zum ersten Mal zuhause wieder aus der Tasche genommen. Und trotzdem musste mich mein Mann einmal beliefern, weil ich natürlich nicht an alles gedacht hatte. Hauptsache ich hatte einen Haufen T-Shirts mit, von denen ich genau zwei getragen habe.</p>



<p>Also, was wird benötigt um die zwei, drei Tage nach der Geburt im Krankenhaus zu überleben? Gar nicht so viel <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<ul class="wp-block-list"><li>die klassischen <strong>Hygieneartikel</strong>, die man täglich verwendet: Zahnbürste, Zahnpasta, Zahnseide &#8230;</li><li><strong>Pflegeprodukte:</strong> für mich sind das Feuchtigkeitscreme, Augentropfen, Labello, Haarbürste und Deo (ganz wichtig! im Krankenhaus ist es sehr warm und das viele Schwitzen hinterlässt seine Spuren&#8230;und Gerüche).  Für andere vielleicht noch zusätzlich Gesichtswasser, Anti-Falten-Creme&#8230; </li><li><strong>Duschutensilien:</strong> Shampoo, Balsam, Duschgel, Waschlappen (ja, ich weiß, niemand verwendet mehr einen Waschlappen &#8211; ich bin da vermutlich ein seltenes Exemplar), Badeschlapfen, Badetuch (anders als beim All-inklusiv Urlaub ist es ins Krankenhaus mitzubringen&#8230;daran hab ich auch nicht gedacht).</li><li><strong>Schlapfen:</strong> für dich und den Mann. So kann auch er seine Schuhe ausziehen, wenn er dich und das Baby besuchen kommt.</li><li><strong>Kleidung:</strong> für tagsüber und nachts. <span style="text-decoration: underline;">Dabei gilt:</span> es soll bequem sein! Und wenn das bedeutet, dass du dafür deine ausgeleierte Lieblingsjogginghose und dein löchriges Lieblingsshirt einpacken musst, dann ist das so <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </li><li><strong>Still-BH:</strong> bitte daran denken, dass die Brust durch den Milcheinschuss riiiesig werden kann &#8211; am besten eine Nummer größer kaufen.</li><li><strong>Kleidung </strong>und <strong>Hygieneartikel </strong>für den <strong>Mann</strong>: falls die Geburt etwas länger dauert kann sich der Mann zwischendurch frisch machen. Da unsere Geburt eher flott ging, war die Zahnbürste überflüssig. Das Ersatzleiberl haben wir trotzdem gebraucht, denn unser kleines Mädchen hat kurz nach der Geburt gleich mal die erste Darmentleerung vorgenommen &#8211; in den Armen des frischgebackenen Papas.</li><li><strong>Trinkflasche:</strong> die ist sowohl während der Geburt wie auch für die Tage danach praktisch. So hat man immer Wasser griffbereit und die Gefahr, dass man in seinem Dusel etwas verschüttet ist bei der geschlossenen Flasche geringer als bei einem Glas.</li><li><strong>Ladekabel:</strong> damit das Smartphone immer genügend Akku hat um das Neugeborene alle zwei Minuten aus jedem erdenklichen Winkel fotografieren zu können <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li><li><strong>Lieblingsotter:</strong> Okay, der war vielleicht nur für uns ein Muss <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was kann zuhause bleiben?</h2>



<p>Du hast gerade mühevoll ein Kind zur Welt gebracht &#8211; das darf man dir auch ansehen. Lass die Wimperntusche und das Rouge zuhause, du wirst die zwei, drei Tage (und die folgenden Wochen und Monate <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) auch gut ohne auskommen.</p>



<p>Worauf du noch verzichten kannst? Auf ganz viel <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<ul class="wp-block-list"><li><strong>Make-Up</strong> in jeglicher Form: lass deine Hautunreinheiten und Augenringe so sein wie sie sind. Deine Besucher werden ohnehin nur Augen für das Kind haben und dem Krankenhauspersonal ist es egal, wenn man deine Pickel sieht.</li><li><strong>Lange Jogginghosen:</strong> es wird im Krankenhaus gefühlte 35 Grad Raumtemperatur haben und vermutlich bescheren dir die Hormone auch den ein oder anderen Schweißausbruch. Da darf es eher kurz und knapp sein. <span style="text-decoration: underline;">Mein Tipp:</span> kurze, weite Hosen aus Sweatshirt-Stoff.</li><li><strong>Unterhosen:</strong> die riesigen Einlagen passen sowieso nicht in deine Unterwäsche. Du wirst im Laufe der Geburt bzw danach ein Netzhöschen bekommen, welches zwar nicht sexy aber total bequem ist. Einfach anlassen (bei mir gab es am WC Ersatzhöschen) und damit auch nach Hause fahren.</li><li><strong>10 verschiedene T-Shirts:</strong> am ersten Tag kannst du bedenkenlos den weißen Kittel vom Krankenhaus tragen, falls du nach der Geburt einen erhältst. <span style="text-decoration: underline;">Vorteil:</span> er ist untenrum schön luftig. Danach eignen sich am besten Trägerleiberl. Zum Stillen kannst du einfach den Träger runterschieben und sitzt nicht mit nacktem Oberkörper da (falls dir das unangenehm wäre). Alle anderen T-Shirts kannst du gleich zuhause lassen.</li><li><strong>5 verschiedene Babyoutfits:</strong> unser Kind hat das erste Mal nach der Abschlussuntersuchung &#8211; also vor der Entlassung &#8211; eigene Kleidung getragen. Davor haben wir Bodys und Strampler vom Krankenhaus verwendet. <span style="text-decoration: underline;">Vorteil:</span> nach dem Umziehen einfach in den Kleidersack werfen und das Krankenhaus kümmert sich ums Waschen.</li><li><strong>Geburtsoutfit:</strong> ich habe mir extra ein Nachthemd, das man auch aufknöpfen kann, für die Geburt gekauft. Angehabt habe ich bis kurz vor Schluss mein T-Shirt, mit dem ich ins Krankenhaus gefahren bin.</li><li><strong>Zeitschriften:</strong> mein Mann hat mir nach der Geburt welche gekauft, weil ich ihn darum gebeten habe. Warum? Ich dachte ich hätte Lust auf Klatsch und Tratsch. Die Realität sah so aus, dass ich entweder unser kleines Baby anhimmelte, es stillte (und dabei anhimmelte), Besuch da war (der das Baby anhimmelte), versuchte zu schlafen (und dabei das schlafende Baby neben mir anhimmelte) oder mir die Zeit am Smartphone vertrieb (um Fotos vom Baby zu verschicken, damit es auch andere anhimmeln können <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ).</li><li><strong>Essen:</strong> oft liest man, dass man sich etwas zu essen einpacken soll, falls die Geburt länger dauert. Ganz ehrlich &#8211; essen war so ziemlich das Letzte, an das ich gedacht habe (bis auf die 3x, als ich im Kreißsaal über der Kloschüssel hing und mich von meinem Abendessen verabschiedete). Aber auch mein Mann hätte keinen Bissen runtergebracht. Ich fand diesen Vorschlag im Vorhinein bereits seltsam und habe nichts zu Essen eingepackt. Für die Tage nach der Geburt wird man dann ohnehin vom Krankenhaus versorgt (und meine Familie hat mich mit haufenweise Knabbereien und Süßigkeiten beliefert, weil ich darauf so lange verzichten musste <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ).</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was du sonst noch wissen solltest</h2>



<h4 class="wp-block-heading">Versuche tagsüber zu schlafen</h4>



<p>Die Nächte im Krankenhaus waren nicht sehr erholsam &#8211; und das, obwohl es 2er-Zimmer waren, ich eine Nacht das Zimmer komplett für mich hatte und die weiteren Nächte eine schwangere Frau bei mir lag, die ihr Kind erst erwartete. Die Wände sind dünn, manch unzufriedenem Baby ist das aber egal. So kann es passieren, dass man nachts minutenlanges, bitterliches Weinen aus dem Nebenzimmer hört. Und weint das eigene Kind und ist durch nichts zu beruhigen, dann kann man schon mal ins Schwitzen kommen (noch mehr als man ohnehin schon schwitzt, weils so heiß drinnen ist). Immerhin weiß man, dass das Weinen bis ins Nebenzimmer (und vielleicht noch weiter) zu hören ist.</p>



<p>Die wenigen Stunden zwischen zwei Stilleinheiten habe ich &#8211; auch wenn das eigene Kind geschlafen hat &#8211; somit oft wach verbracht. Umso wichtiger ist es, tagsüber, wenn man müde wird und das Kind schläft, etwas Schlaf nachzuholen!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht nur von deinem Kind wird eine funktionierende Verdauung erwartet</h4>



<p>Neugeborene müssen innerhalb einer bestimmten Zeit die Funktionsfähigkeit ihrer Verdauung sowie ihrer Blase unter Beweis stellen. Aber auch von mir wurde erwartet, dass die Verdauung nach der Geburt wieder in Schwung kommt. Mit der Frage &#8222;Hatten Sie schon Stuhl?&#8220; habe ich nicht gerechnet (und vermutlich dementsprechend irritiert dreingeschaut). Ich hoffte, dass ich dieses Thema in Ruhe zuhause angehen kann. Aufgrund der Geburtsverletzungen hatte ich ehrlicherweise etwas Schiss (oder eben auch nicht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ).</p>



<p>Einen Kaffee und eine Sitzung am Klo später war das Thema dann aber zum Glück schon erledigt. <span style="text-decoration: underline;">Mein Tipp:</span> am besten dann gehen, wenn der Mann zu Besuch ist (und nur der Mann &#8211; niemand möchte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, wenn nur eine dünne Wand entfernt die ganze Großfamilie versammelt ist), dann kann man sich auf diese eine Sache konzentrieren und dabei Zeit lassen, während das Baby vom Papa umsorgt wird. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Man sorgt sich um dich &#8211; die Privatsphäre muss sich kurzzeitig hinten anstellen</h4>



<p>Eine Geburt ist anstrengend &#8211; ich kann mir vorstellen, dass viele danach mit ihrem Kreislauf Probleme haben. Ich blieb davon zum Glück verschont, dennoch hat man auf mich geschaut und mich das erste Mal nach der Geburt auf die Toilette begleitet. Und wisst ihr was &#8211; es hat mich nicht gestört. Im Gegenteil, ich war froh, dass mir jemand dabei half, die riesigen Einlagen zu wechseln <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Die weiteren Toilettengänge absolvierte ich dann wieder alleine. Jedoch wurde ich gebeten, dass ich das erste Mal bei Anwesenheit einer weiteren Person duschen gehe und die Türe nicht abschließe. Ich war dann duschen während mein Mann zu Besuch war.</p>



<p>Für alle, die im Bad gerne alleine sind klingt das vielleicht abschreckend. Ich steh auch nicht auf Zuseher, es hat mich aber in dem Moment nicht gestört. Und vermutlich sind die meisten Frauen in dieser Situation froh, wenn man ein Auge auf sie hat. Sollte doch der Kreislauf versagen ist sofort Hilfe zur Stelle.</p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/survival-tipps-fuers-krankenhaus/">Survival-Tipps fürs Krankenhaus</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Stillen &#8211; die erste Geduldsprobe für frischgebackene Eltern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Nov 2019 11:25:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Vorstellung war romantisch und schön (heute nenne ich es naiv): ich sitze entspannt in meinem superbequemen Stillsessel, das Kind liegt ebenso entspannt in meinen Armen und schlürft genüsslich an der Brust. Die Realität sah anders aus&#8230; Das Kind ist noch gar nicht richtig in der Welt angekommen, da wird es schon vor seine erste...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="696" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20191117_200848_BURST002_edited-1024x696.jpeg" alt="" class="wp-image-1272" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20191117_200848_BURST002_edited-1024x696.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20191117_200848_BURST002_edited-300x204.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/11/IMG_20191117_200848_BURST002_edited-768x522.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Zu sehen: einer der Gründe, warum stillen so toll ist <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Aber bis es soweit war vergingen einige anstrengende und nervenaufreibende Wochen</figcaption></figure></div>



<p>Die Vorstellung war romantisch und schön (heute nenne ich es naiv): ich sitze entspannt in meinem superbequemen Stillsessel, das Kind liegt ebenso entspannt in meinen Armen und schlürft genüsslich an der Brust. Die Realität sah anders aus&#8230;</p>



<span id="more-1215"></span>



<p>Das Kind ist noch gar nicht richtig in der Welt angekommen, da wird es schon vor seine erste Herausforderung gestellt. Es liegt im Kreißsaal in Mamas Armen und soll am besten sofort an Mamas Brust nuggeln. Ich staunte nicht schlecht, als unser kleines Mädchen gleich wusste was zu tun war. Ein kleiner Einstein <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Das stimmte mich zuversichtlich.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stillen ist ganz einfach&#8230;glaubt man</h2>



<p>Ich habe mir über das Stillen vor der Geburt nicht viele Gedanken gemacht. Mir war klar, dass ich das Kind ca ein halbes Jahr stillen werde &#8211; fertig. Dass es damit Probleme geben könnte war für mich nicht vorstellbar. Ja, es gibt genügend Frauen die ihre Kinder aus diversen Gründen nicht stillen. Für mich stand das Thema aber einfach nie zur Diskussion.</p>



<p>Dass das Kind sofort nach der Geburt wusste worum es geht hat mich in meiner Einstellung nochmal bestärkt. Die Ernüchterung kam dann aber tags darauf. Die ersten 24 Stunden hat das Baby Narrenfreiheit und darf tun und lassen was es möchte. In den meisten Fällen ist das schlafen. Danach sollte es aber anfangen Nahrung zu sich zu nehmen. Da kamen wir zu Herausforderung Nummer eins: das schlafende Baby wecken. Genau wie Mama und Papa, wenn sie sehr müde sind, ließen auch unser kleines Mädchen alle Weckversuche unbeeindruckt. Es war fast unmöglich sie wach zu kriegen und vor allem auch wach zu halten.</p>



<p>Konnten wir das Kind dann doch irgendwie aus dem Schlaf holen, stand bereits die nächste Hürde bevor &#8211; das Anlegen. Ich war damit ehrlicherweise schwer überfordert. Aufgrund der dicken Einlagen und der Schmerzen durch die genähten Risse war es für mich eine kaum lösbare Aufgabe, eine Position zu finden, in der ich es halbwegs bequem hatte. Dann die nächste Frage: wie und wo positioniere ich das Baby am besten? Und schließlich musste noch möglichst viel Brust zwischen die winzig kleinen Baby-Lippen. Viele Fragezeichen in meinem Gesicht. War es dann geschafft, konnte ich anfangs nur dabei zusehen, wie das Baby an meiner leeren Brust nuggelte und nach kurzer Zeit wieder in den Tiefschlaf sank. Nicht ganz das was ich mir vorgestellt hatte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Milchbar ist eröffnet</h2>



<p>Der Milcheinschuss kam nach zwei Tagen &#8211; mit voller Wucht. Meine Oberweite explodierte förmlich. Der kleine Kopf des Kindes wirkte nun neben der riesigen Brust noch kleiner als zuvor, was das Ganze nicht unbedingt vereinfachte. Jeder Stillversuch verursachte bei mir einen Schweißausbruch (dass es im Krankenhaus gefühlte 38 Grad Innentemperatur hatte trug unter Umständen auch noch dazu bei). Wenn ich nach einer halben Ewigkeit eine annehmbare Position für mich und das Kind gefunden hatte, benötigten wir zahlreiche Versuche, bis die tropfende Brust im Mund des Kindes verschwand. Meine Brustwarzen nahmen es mir schnell übel und schmerzten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Freud und Leid in den ersten Tagen</h2>



<p>Da das Baby zu viel an Gewicht verlor (logisch, wenn man zwei Tage an der leeren Brust rumlutscht) musste die Nahrungszufuhr verschärft werden. Einen Tag und eine Nacht musste ich alle drei Stunden versuchen das friedlich schlummernde Kind zu wecken, an die Brust anzulegen und danach noch mit dem Fläschchen zufüttern. So wurde das Gewicht zum Glück wieder mehr und der Entlassung aus dem Krankenhaus stand nichts im Wege.</p>



<p>Durch das viele (und auch sehr laienhafte) Anlegen waren meine Brustwarzen bereits nach kurzer Zeit stark in Mitleidenschaft gezogen &#8211; das Baby hatte gute Arbeit geleistet und beide Seiten wund genuggelt. Die Gewichtszunahme verlief zudem sehr schleppend. Zwischendurch wurde es sogar wieder weniger. Die Hebamme gab bei ihren regelmäßigen Besuchen ihr Bestes und versorgte uns mit allerhand Tipps und Tricks. Um das Gewicht wieder zu steigern musste ich leider auch zuhause zwischendurch zufüttern. Da zum Glück auch viel Muttermilch vorhanden war, die das Baby nur leider nicht sehr effizient raussaugte, pumpte ich zusätzlich ab. Schnell wurden wir Besitzer einer elektrischen Milchpumpe. Das Pensum hätte ich mit der geliehenen Handpumpe niemals geschafft ohne mir eine Sehnenscheidenentzündung zuzuziehen.</p>



<p>Es folgten ein paar sehr intensive Tage: Baby an die Brust &#8211; abgepumpte Milch zufüttern &#8211; Babynahrung zufüttern &#8211; für die nächste Mahlzeit abpumpen &#8211; alle notwendigen Utensilien reinigen. Das Ganze alle drei Stunden. Bis ich mit allem fertig war konnte ich fast schon wieder von vorne beginnen. In den ersten 2 Wochen schlief ich kaum, entdeckte dafür zwischendurch sehr oft Parallelen zwischen mir und einer Milchkuh. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Auf der Suche nach Lösungen</h2>



<p>Ich hatte auch weiterhin damit zu kämpfen, die richtige Stillposition zu finden. Und das Anlegen kostete zwischendurch einiges an Überwindung, weil die offenen Brustwarzen ziemlich schmerzten. Luft und Sonne sollen zur Heilung beitragen. Aber ich kann im September (und eigentlich auch das restliche Jahr) nur schwer oben ohne auf die Straße gehen. Meine Kompromisslösung war, dass ich in der Wohnung einfach den BH wegließ. Ich weiß nicht wie viele Liter Milch ich in dieser Zeit vertröpfelt habe. Auf meine T-Shirts, meine Hosen, den Fußboden, die Couch, das Bett, das Kind&#8230;nichts blieb in meiner Nähe trocken. Mein Mann rückte regelmäßig mit dem Wischmopp aus, um den Laminatboden von unzähligen eingetrockneten Milchtropfen zu befreien. </p>



<p>Der Tiefpunkt in dieser Zeit &#8211; und auch der erste von einigen emotionalen Tränenausbrüchen &#8211; kam nach zwei Wochen, als das Baby plötzlich beim Stillen die Brustwarze nicht mehr fassen konnte/wollte, die Geduld verlor und mich eine geschlagene dreiviertel Stunde anschrie. Verzweiflung und das Gefühl versagt zu haben machten sich breit. Alle Versuche, daran etwas zu ändern (andere Positionen, vorher kurz an die Milchpumpe um den Milchspendereflex auszulösen, Stillhütchen&#8230;), haben nichts gebracht. Ich sah mich bereits abstillen&#8230;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Augen zu, Zähne zusammenbeißen und durch </h2>



<p>Die nächsten Tage haben wir unsere Routine etwas geändert und das Baby bekam vor der Brust bereits das Fläschchen. So konnte der erste Hunger gestillt werden und sie war beim Anlegen an die Brust etwas ruhiger. Einfach war es trotzdem nicht, denn ich habe offensichtlich eine kleine Schnappschildkröte geboren. Ich muss bei den ganzen Tipps, wie man ein Baby dazu motiviert, den Mund fürs Stillen zu öffnen, immer schmunzeln. Bei mir macht sich regelmäßig die Angst breit, dass sie mir mit ihren ungeduldigen und schnappenden Bewegungen versehentlich die Brustwarzen abbeißt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>So haben wir uns die weiteren Tage also durchgewurschtelt. Beim Anlegen an die Brust musste ich mich aber immer ordentlich zusammenreißen. Sobald sie trank war es erträglich, aber das erste Ansaugen und die unzähligen Schnapp-Fehlversuche, bis die Brust endlich halbwegs gut im Mund war, waren sehr schmerzhaft.</p>



<p>Ich habe stundenlang im Internet recherchiert, wie andere Mütter mit diesen Problemen umgehen, habe die seltsamsten Stillpositionen ausprobiert, habe geweint und zwischendurch sehr oft gezweifelt. Mein Mann hatte es nicht leicht mit mir in dieser Zeit. Trotz allem hat es sich gelohnt dran zu bleiben und die Hebamme sollte recht behalten: sobald die Kleinen ihr Geburtsgewicht wieder erreicht haben geht es bergauf. So war es auch bei uns! Seit bald zwei Monaten stillen wir zur Gänze &#8211; ohne zufüttern und abpumpen. Seit letzter Woche ist nun auch endlich die zweite Brustwarze ganz verheilt &#8211; nach 10 Wochen! Viel Salbe und eine Auflage, die verhindert hat, dass die offene Stelle immer an der Stilleinlage anklebte, haben es schlussendlich gerichtet.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Und warum das Ganze?</h2>



<p>Ja, wenn man das so liest kann man sich schon mal fragen, warum man sich das antut. Mit den heutigen Möglichkeiten kann ein Kind auch überleben und gut genährt werden ohne dass es gestillt wird. Ich wäre jedoch sehr traurig und enttäuscht, wenn es bei uns tatsächlich nicht geklappt hätte.</p>



<p>Für alle, die überlegen ob sie überhaupt stillen sollen oder jene, die bei ihrer Suche nach Tipps für eine rasche Heilung ihrer wunden Brustwarzen gerade über diesen Beitrag gestolpert sind, möchte ich die schönen Seiten des Stillens aufzeigen. Denn es stehen einige &#8211; für mich überzeugende &#8211; Argumente auf der Pro-Seite:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Es ist praktisch! Mops raus &#8211; Kind dran &#8211; Warten &#8211; Kind weg &#8211; Mops rein (je nach Kind ca. zwischen 4 und 20 Mal am Tag <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). Man muss sich keine Gedanken über die richtige Babynahrung oder die richtige Temperatur machen oder darüber, wie man unterwegs an warmes Wasser kommt. </li><li>Es ist ein intimer Moment zwischen Mutter und Kind! Wenn sich das kleine Kind an einen kuschelt, mit großen Augen schaut (und manchmal kurz darauf plötzlich ins Milchkoma fällt) und sich mit seinen kleinen Händen und Fingern an Mama festhält, dann ist es ein wunderschönes Gefühl.</li><li>Es entschleunigt! Je nachdem wie groß der Hunger ist und wie geduldig das Baby trinkt, dauert das Stillen bei uns zwischen 25 Minuten und einer Stunde. In dieser Zeit ist man an die Couch &#8222;gebunden&#8220; und kann sich um nichts anderes kümmern. Ideal um runter zu kommen und einfach nur sein Baby anzuhimmeln (glücklicherweise haben wir das Süßeste von allen bekommen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ) </li><li>Es hilft beim Fingernägel kürzen! Während das Baby seinen Hunger stillt begebe ich mich regelmäßig auf die Suche nach überstehenden Fingernägeln an Babies Händen und knabbere diese ab. Die Begeisterung des Kindes hält sich in Grenzen <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></li></ul>



<p>Auch wenn der Anfang schwierig war &#8211; das Baby zu stillen war für mich/uns definitiv die richtige Entscheidung <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> </p>



<p></p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/stillen-die-erste-geduldsprobe-fuer-frischgebackene-eltern/">Stillen – die erste Geduldsprobe für frischgebackene Eltern</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>8 Dinge, die ich vor der Geburt gerne gewusst hätte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Oct 2019 16:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der ersten Schwangerschaft hat man 1.000 Fragen. Alles ist neu und ungewohnt. Mal zwickts hier, mal drückts dort und beim Betrachten des immer größer werdenden Bauches staunt man fast täglich über die Leistungsfähigkeit des weiblichen Körpers. Aber auch am Ende der Schwangerschaft &#8211; nämlich bei der Geburt &#8211; macht man unzählige neue Erfahrungen. Im...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="749" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190829_103127_edited-1024x749.jpeg" alt="" class="wp-image-1208" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190829_103127_edited-1024x749.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190829_103127_edited-300x219.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/09/IMG_20190829_103127_edited-768x561.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bevor man sein kleines Wunder in den Armen halten kann, erlebt man als Frau &#8211; speziell als Erstgebärende &#8211; viele neue Situationen</figcaption></figure></div>



<p>In der ersten Schwangerschaft hat man 1.000 Fragen. Alles ist neu und ungewohnt. Mal zwickts hier, mal drückts dort und beim Betrachten des immer größer werdenden Bauches staunt man fast täglich über die Leistungsfähigkeit des weiblichen Körpers. Aber auch am Ende der Schwangerschaft &#8211; nämlich bei der Geburt &#8211; macht man unzählige neue Erfahrungen. Im Gegensatz zu den Wehwehchen in der Schwangerschaft hat man hier aus zeitlichen Gründen aber nicht bei allem die Gelegenheit Dr. Google um Rat zu fragen.</p>



<span id="more-1156"></span>



<p>Man liest als Frau viel zum Thema Geburt, besucht Geburtsvorbereitungskurse, macht weitere geburtsvorbereitende Maßnahmen, spricht mit Frauen, die bereits Kinder haben und trotzdem fühlt man sich dann, wenn&#8217;s ernst wird, nicht wirklich vorbereitet.</p>



<p>Wann soll man sich am besten auf den Weg ins Krankenhaus machen? Werde ich es ohne Schmerzmittel schaffen? Das sind die klassischen Fragen, die sich viele Erstgebärende zum Thema Geburt stellen. Aber dann gibt&#8217;s da auch noch Dinge, über die man im Vorhinein gar nicht nachdenkt und so manches, über das man sich nur im Geheimen und für sich alleine Gedanken macht, weil man es mit Außenstehenden nicht besprechen möchte.</p>



<p>An dieser Stelle will ich ein paar Erfahrungen teilen, die vielleicht auch andere Erstgebärende machen werden. Heißt natürlich nicht, dass es jeder so geht und es jede gleich empfindet, aber vielleicht gibt&#8217;s die ein oder andere, der dadurch etwas geholfen werden kann. Und wenn es nur darum geht, sich nicht all zu blöd vorzukommen, weil man Wehen nicht sofort als solche erkennt. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">1. Wehen erkennen &#8211; eh ganz easy?!</h2>



<p>Also für mich war es das nicht. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Ich hatte das Glück mitzubekommen, dass sich der Schleimpfropfen, der den Muttermund verschließt, gelöst hat (das war morgens). Also rechnete ich schon damit, dass es bald was werden könnte. Abends gegen 20:00 Uhr bekam ich ein leichtes Ziehen im unteren Rücken und dachte im ersten Moment aber noch, dass es vielleicht ein Nierenstau sein könnte &#8211; nichts, worauf ich unbedingt Lust hatte. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass das Ziehen im Rücken bei einigen Frauen den Beginn der Geburt bedeutete. </p>



<p>Mit der Zeit breitete sich das Ziehen immer wieder bis in den Bauch aus. Da war mir klar, dass sich etwas tut. Jetzt musste nur noch der Abstand festgehalten werden &#8211; einfach, oder?! Nicht wirklich&#8230;</p>



<p>Was zählt als Wehe? Jedes Ziehen &#8211; auch wenn es nur im Rücken ist? Oder nur wenn es auch im Bauch zieht? Mein Mann hat noch schnell eine Wehen-App runtergeladen &#8211; die macht jedoch nur dann Sinn, wenn man weiß welches Zwicken und Drücken relevant ist. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Gegen halb 12 in der Nacht habe ich im Krankenhaus angerufen und mich erkundigt. Es zählten nur jene Wehen, die auch im Bauch zu spüren waren. Und wegfahren sollten wir erst, wenn sie regelmäßig kommen und veratmet werden müssen. Das ist der Fall, wenn man sich während der Wehen nicht mehr unterhalten kann. </p>



<p>Ich habe also angefangen am Beginn jeder Wehe irgendetwas zu erzählen um festzustellen, ob ich noch reden kann. Ganz schön nervig &#8211; für mich und sicher auch ein bisschen für meinen Mann. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">2. Hoffentlich merke ich den Blasensprung</h2>



<p>Ich hatte Sorge, dass das Fruchtwasser vielleicht tröpfchenweise abgehen könnte und ich es nicht mitbekomme. Da man gegen Ende der Schwangerschaft ca. alle 10 Minuten aufs WC muss und leichter Druck von aussen auf die Blase bereits dazu führt, dass sich das ein oder andere Tröpfchen auf den Weg macht, ist diese Sorge sicher berechtigt.</p>



<p>Erfahrungen zu einem tröpfchenweisen Fruchtwasserabgang kann ich an dieser Stelle nicht teilen. Meine Blase platzte während des CTGs im Krankenhaus &#8211; und zwar so richtig. Zum Glück ist das nicht am Weg ins Krankenhaus passiert. Zurückhalten ist hier nämlich nicht möglich und diese Überflutung hätte ich nur ungern auf dem Beifahrersitz gehabt (auch wenn ich während der Fahrt ins Krankenhaus vorsorglich auf einem Badetuch saß <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> ). Also einen &#8222;normalen&#8220; Blasensprung bekommt man auf jeden Fall mit, denn es strömt einfach ungebremst aus einem raus. Das versäumt man sicher nicht! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">3.  Nackt inmitten von vielen Angezogenen </h2>



<p>Ja, darüber habe ich im Vorfeld oft nachgedacht. Wie werde ich mich fühlen, wenn ich mich nackt vor allen Anwesenden &#8222;präsentiere&#8220;. Ich habe mir noch ein Nachthemd gekauft, das ich eigentlich anziehen wollte und mit dem ich bei Bedarf auch am Gang spazieren gehen hätte können.</p>



<p>Während des Geburtsverlaufes habe ich mir über das Thema dann aber kein einziges Mal Gedanken gemacht. Ich habe auch mein Nachthemd nicht angezogen. Kurz nach der Ankunft im Krankenhaus habe ich für die Untersuchung meine Hose ausgezogen. Nach dem Blasensprung habe ich dann ein sexy Netzhöschen erhalten, in dem die riesigen Einlagen Platz hatten. Und so war ich bis kurz vor der Geburt auch angezogen. Als es dann ernst wurde und der erste Drang zum Pressen einsetzte kamen das Netzhöschen und das T-Shirt weg. Und nein &#8211; man macht sich auch dann keine Gedanken darüber, dass man fremden Menschen seinen nackten Hintern (in meinem Fall noch dazu mit einem riesigen blauen Bluterguss, weil ich ein paar Tage davor beim Treppen steigen unsanft darauf gelandet bin) entgegenstreckt. Man ist in diesem Moment sehr mit sich selbst beschäftigt und nimmt sein Umfeld auch nur vage wahr.</p>



<h2 class="wp-block-heading">4. Ich glaub mich z&#8217;reißts&#8230;</h2>



<p>Ja, das hab ich tatsächlich geglaubt. Und mich damit gedanklich etwas gebremst, was für die Geburt sicher nicht förderlich war. Vielleicht war es auch schmerzhafter, weil unser Mädchen einen Arm über dem Kopf hatte und sich dadurch etwas schwerer tat rauszukommen. Dadurch blieb ich auch von ein paar kleinen Rissen leider nicht verschont &#8211; vermutlich haben auch diese den Schmerz noch etwas verstärkt.</p>



<p>Jedenfalls möchte ich allen Erstgebärenden an dieser Stelle sagen: Ja, man glaubt es z&#8217;reißt einen &#8211; aber es passiert nicht. Also bitte keine Angst vorm Pressen haben, der weibliche Körper ist darauf ausgelegt so etwas durchzustehen. Im schlimmsten Fall gibt&#8217;s einen kleinen Damm- und/oder Scheidenriss, der anschließend genäht werden muss. Näheres dazu unter Punkt 7.</p>



<p>Und um noch etwas Mut zu machen: Meine Kurzzeit-Zimmernachbarin hat einen Riesen mit über 4 kg zur Welt gebracht und sie hat&#8217;s auch nicht zerrissen. Also es passiert wirklich nicht <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<h2 class="wp-block-heading">5. Nach der Geburt machen die Beine was sie wollen</h2>



<p>Vermutlich lag es an der Anstrengung &#8211; eventuell ist es auch abhängig von der Position, in der man das Kind gebärt. In meinem Fall war es nach ein paar Positionswechseln in Rückenlage. Während der letzten Presswehen waren meine Beine angewinkelt und wurden nach hinten gedrückt &#8211; von der Hebamme und meinem Mann unter vollem Körpereinsatz. Nach der Geburt haben meine Beine dann unkontrolliert gezittert. Und das ziemlich lange &#8211; ich würde mal schätzen für mindestens 30 Minuten. Für die Hebammen war das normal, ich habe mich etwas erschrocken. Also: wenn die Beine zittern &#8211; es ist total normal! </p>



<h2 class="wp-block-heading">6. Wie ist das mit der Nachgeburt?</h2>



<p>Einige Zeit nach der Geburt wurde von der Hebamme mittels Druck auf den Bauch festgestellt, dass sich die Nachgeburt im Bauch bereits gelöst hat und nun raus kann. Ich hatte etwas Angst, aber diese war komplett unbegründet. Meine Beine hab ich angewinkelt am Bett aufgestellt und dann einmal kurz gepresst &#8211; und schon war die Nachgeburt heraussen. Komplett schmerzfrei &#8211; versprochen!</p>



<h2 class="wp-block-heading">7. Was, wenn genäht werden muss?</h2>



<p>Schwer zu sagen, ob meine geburtsvorbereitenden Maßnahmen schlimmeres verhindert haben oder ob sie gar keine Wirkung hatten und ich deshalb stellenweise gerissen bin. Vielleicht lag es aber auch am Arm überm Kopf &#8211; wie auch immer, es musste jedenfalls einiges wieder zusammengeflickt werden. Ich war nach der Geburt sehr empfindlich auf Berührungen und machte es dem Arzt sicher nicht leicht. Er mir aber auch nicht. Seine Kommentare reichten von &#8222;In ein paar Tagen ist das wieder gut&#8220; bis &#8222;Na so eine blöde Stelle, wie soll ich da nur nähen&#8220;. In dieser Situation sind mir die wortkargen Männer dann doch lieber <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Die betroffenen Stellen wurden lokal betäubt &#8211; teilweise mit Spritze, teilweise mit Spray. An manchen Stellen wirkte die Betäubung nicht so gut, da spürte ich die &#8222;Nähnadel&#8220;. Dem Arzt war das bewusst (ich hab ihn aber vorsichtshalber trotzdem mit einem lauten &#8222;Aua!&#8220; und einem bösen Blick darauf aufmerksam gemacht) und er hat sich auch brav dafür entschuldigt, aber es war zum Glück maximal ein einzelner Stich, den ich pro Naht spürte.</p>



<p>Man ist danach ca eine Woche relativ stark eingeschränkt was Sitzen und Aufstehen betrifft. Und auch Husten und Lachen waren nicht sehr angenehm. Nach ziemlich genau sieben Tagen war dann eine deutliche Besserung spürbar und beim Aufstehen und Hinsetzen hatten Außenstehende endlich kein Mitleid mehr mit mir.</p>



<p>Also, zusammenfassend: es ist nicht angenehm, aber aushaltbar!</p>



<h2 class="wp-block-heading">8. &#8222;Die Schmerzen vergisst du sofort wieder, wenn du das Kind im Arm hast&#8220;</h2>



<p>Nein. Einfach: Nein! Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es irgendeiner Frau so geht. Es dauert deutlich länger. Bei mir war nach etwa drei Wochen das erste Mal der Moment da in dem ich mir dachte &#8222;Ich weiß gar nicht mehr genau wie sich die Wehen angefühlt haben&#8220;. Der schlimmere Schmerz für mich war jedoch der &#8222;Ich glaub mich z&#8217;reißts&#8220;-Schmerz am Ende. Ich weiß zwar auch da nicht mehr genau wie es sich angefühlt hat, ich weiß aber, dass es sehr unangenehm war. Bis ich das verarbeitet habe müssen ehrlicherweise noch ein paar Wochen vergehen. Das Positive: dieser Schmerz dauert im Verhältnis zur gesamten Geburt nicht lange und vor allem weiß man, dass es gleich danach vorbei ist. Wenn man das Kind dann in Armen hält ist der Schmerz nicht vergessen, aber man sieht wofür man es getan hat. In unserem Fall für ein 3.252 Gramm schweres und 51 cm großes Mädchen, das uns zu stolzen und glücklichen Eltern gemacht hat.</p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/8-dinge-die-ich-vor-der-geburt-gerne-gewusst-haette/">8 Dinge, die ich vor der Geburt gerne gewusst hätte</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Wann wird&#8217;s wohl los gehen?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Aug 2019 07:46:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen &#8211; so die Theorie. In der Praxis gibt&#8217;s aber nichts, das es nicht gibt. Wir haben die kritische Zeit mittlerweile hinter uns gelassen und das Kind darf jederzeit kommen. Aber, wann wird&#8217;s tatsächlich soweit sein? Das Warten auf die Geburt kennen wahrscheinlich alle, die gerade am Ende ihrer Schwangerschaft sind...</p>
<p>The post <a href="http://nebenbei.at/wann-wirds-wohl-los-gehen/">Wann wird’s wohl los gehen?!</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="752" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190824_092843_edited-1024x752.jpeg" alt="" class="wp-image-1152" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190824_092843_edited-1024x752.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190824_092843_edited-300x220.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190824_092843_edited-768x564.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Noch schiebe ich eine ruhige Kugel&#8230; </figcaption></figure>



<p>Eine Schwangerschaft dauert 40 Wochen &#8211; so die Theorie. In der Praxis gibt&#8217;s aber nichts, das es nicht gibt. Wir haben die kritische Zeit mittlerweile hinter uns gelassen und das Kind darf jederzeit kommen. Aber, wann wird&#8217;s tatsächlich soweit sein?</p>



<span id="more-1129"></span>



<p>Das Warten auf die Geburt kennen wahrscheinlich alle, die gerade am Ende ihrer Schwangerschaft sind oder schon Kinder haben. Wann es schließlich losgehen wird, das entscheiden die Kleinen bis maximal 10 Tage nach dem errechneten Termin ganz alleine &#8211; und das ist gut so. Sie sollen kommen, wenn sie soweit sind.</p>



<p>Ich werde auch bis zum errechneten Termin keinerlei Dinge unternehmen, die eine Geburt herbeiführen sollen. Wenn ich mich selbst einschätzen soll, würde ich sagen, dass ich eine eher entspannte Schwangere bin. Gegen Ende der Schwangerschaft blicke ich auch immer öfter auf die vergangenen Monate zurück und bin dankbar für die doch unkomplizierte Schwangerschaft. Bis auf <a href="http://nebenbei.at/ein-traum-aus-polyamid-und-elasthan/">Wasser in den Beinen</a> und die Geschichte mit der <a href="http://nebenbei.at/schwanger-und-auf-diaet-das-hab-ich-mir-anders-vorgestellt/">Schwangerschaftsdiabetes</a> hatte ich eine angenehme Schwangerschaft. Ja, zu <a href="http://nebenbei.at/ihr-kinderlein-kommet/">Beginn</a> etwas Übelkeit und bis zum vierten Monat sehr hartnäckige Müdigkeit, aber auch da hätte es mich im Nachhinein betrachtet noch deutlich schlimmer erwischen können. Es gab auch zum Glück keine erschreckenden Zwischenblutungen oder ähnliches &#8211; dafür bin ich sehr dankbar!</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erster &#8211; und zum Glück einziger &#8211; Schreckensmoment in der Schwangerschaft</h2>



<p>Einzig nach dem Organscreening in der 23. Schwangerschaftswoche gab&#8217;s einen Schreckensmoment, der uns kurzzeitig etwas aus der Bahn geworfen hat. Beim Ultraschall wurde im Kopf des Kindes eine Zyste entdeckt. Im Nachhinein wissen wir, dass diese Zysten schon mal vorkommen können und im Normalfall auch bis zur nächsten Untersuchung (bei uns war die Nachkontrolle nach vier Wochen) von alleine wieder verschwinden. Ja, das wurde auch direkt beim Organscreening gleich gesagt, jedoch konnte ich nach dem Wort &#8222;Zyste&#8220; den Ausführungen der Ärztin nicht mehr folgen und war bemüht, nicht sofort in Tränen auszubrechen. Das schaffte ich immerhin solange, bis wir das Behandlungszimmer verlassen hatten.</p>



<p>In Kombination mit anderen Anzeichen &#8211; die bei unserem Kind allesamt erfreulicherweise nicht vorhanden waren &#8211; kann so eine Zyste ein Anzeichen für eine Behinderung sein. Auch wenn die Ärztin davon abriet zu viel Internetrecherche anzustellen, wir konnten es natürlich nicht bleiben lassen. In diesem Fall muss ich aber sagen: zum Glück! So haben wir festgestellt, dass diese Zysten nicht ganz so selten sind und bei vielen bei der Nachkontrolle nicht mehr vorhanden waren. Das gab uns auf jeden Fall ein deutlich besseres Gefühl und erleichterte die vierwöchige Wartezeit.</p>



<p>Die Gefühlslage vor der Nachkontrolle hätte nicht unterschiedlicher sein können. Ich habe meinem Mann angemerkt, dass er angespannt ist &#8211; auch wenn er sich wie immer bemüht hat, mir ein gutes Gefühl zu vermitteln. Heute sagt er, dass es für ihn die schlimmste aller Wartezeiten war. Ich hingegen war erstaunlich ruhig. Egal was die Untersuchung ergeben hätte &#8211; für uns beide waren zwei Dinge bereits vor der Nackenfaltenmessung am Ende des dritten Monats klar: wir werden das Kind auf jeden Fall bekommen, auch wenn bei einer Untersuchung ein Verdacht auf eine Behinderung auftaucht und wir werden keinesfalls einer Fruchtwasseruntersuchung zustimmen.</p>



<p>Vielleicht hat man als Frau auch den Vorteil, dass man das ungeborene Kind in sich spürt. Auch wenn ich aufgrund der Vorderwandplazenta die Bewegungen unseres Kindes erst sehr spät und zu Beginn auch nur sehr leicht wahrgenommen habe &#8211; ich habe es immer wieder gespürt und wusste, dass es munter und aktiv ist. Die täglichen Bewegungen habe mir ein gutes Gefühl vermittelt und dieses Gefühl hat mich nicht getäuscht &#8211; bei der Nachkontrolle war die Zyste nicht mehr vorhanden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie wir die letzten Tage verbringen</h2>



<p>Die letzten Wochen bzw Tage &#8211; bis zum errechneten Termin dauert es ja keine ganze Woche mehr &#8211; verbringe ich wie gewohnt. Montags wird die Wohnung geputzt, dienstags besuche ich meine Neffen und der Rest der Woche wird mit Aktivitäten gefüllt, die gerade so anfallen. Das einzige, worauf ich bewusst verzichte, ist auswärts schlafen. Besuche in meiner Heimat im Waldviertel sind also nur noch Tagesausflüge. Aus Erzählungen und dem Geburtsvorbereitungskurs weiß ich, dass Wehen oft abends/nachts einsetzen, wenn man zur Ruhe kommt. In dieser Situation hätte ich dann doch ganz gern meinen Mann bei mir und das Krankenhaus, in dem wir angemeldet sind, sollte ebenfalls nicht zu weit entfernt sein.</p>



<p>Ansonsten muss ich aktuell jede Woche zum CTG und Ultraschall ins Krankenhaus. Damit hatte ich nicht gerechnet, jedoch ist diese regelmäßige Kontrolle der Schwangerschaftsdiabetes geschuldet. Auch wenn&#8217;s etwas nervig klingt, ich weiß danach zumindest jedesmal, dass es der kleinen Dame in meinem Bauch gut geht und sie ausreichend versorgt ist. Für diese Bestätigung absolviert man diese Kontrolltermine gerne.</p>



<p>Vorige Woche habe ich auch endlich die Tasche fürs Krankenhaus gepackt. Irgendwie hatte ich damit keinen Stress. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Nach mehrmaliger Aufforderung meines Mannes hatte ich immerhin bereits die Reisetasche aus dem Kasten geholt &#8211; sie blieb aber noch einige Tage leer. Den ersten Schritt machte dann schließlich er und suchte alle erforderlichen Dokumente zusammen. Am Tag darauf habe ich Kleidung für mich und das Baby und die notwendigsten Hygieneartikel zusammengesucht. Wir haben sogar noch ein bequemes Outfit für die Geburt gekauft &#8211; ein Nachthemd, mit dem ich bei Bedarf auch am Gang des Krankenhauses spazieren gehen kann. Jetzt fehlt nur noch eine kleine Grundausstattung für meinen Mann, für den Fall, dass die Geburt länger dauert. So hat auch er die Möglichkeit zwischendurch sein T-Shirt zu wechseln oder sich die Zähne zu putzen, wenn&#8217;s wirklich lange dauern sollte.</p>



<p>Um den Geburtsverlauf positiv zu beeinflussen, gehe ich zur Akupunktur. Dadurch soll die Geburt um einige Stunden verkürzt werden können. Ich werde mich also auf keinen Fall darüber beschweren, wenn die Geburt in ein paar Stunden geschafft ist und wir die Sachen für meinen Mann unnötigen mitgenommen haben. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Um mich und meinen Körper zusätzlich noch so gut wie möglich auf die Geburt vorzubereiten, mache ich jeden zweiten Tag das <a href="http://nebenbei.at/schdreck-vorbereitung-mit-hindernissen/">Heublumendampfsitzbad</a> mit anschließender Dammmassage und trinke Himbeerblättertee. Ansonsten versuche ich der Geburt positiv entgegen zu sehen und freue mich auf den Moment, wenn wir unser kleines Mädchen das erste Mal in den Armen halten. </p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/wann-wirds-wohl-los-gehen/">Wann wird’s wohl los gehen?!</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Schwanger und auf Diät &#8211; das hab ich mir anders vorgestellt</title>
		<link>http://nebenbei.at/schwanger-und-auf-diaet-das-hab-ich-mir-anders-vorgestellt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2019 08:35:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ersten Schwangerschaftsmonate habe ich gegessen worauf ich Lust hatte &#8211; das war zu Beginn vor allem eines: viel! Dass ich daran etwas ändern muss hätte ich nicht vermutet. Doch dann kam der Zuckerbelastungstest&#8230; Nachdem der Zuckerbelastungstest als kostenfreie Untersuchung im 6. Schwangerschaftsmonat vorgesehen ist, habe ich ihn auch gemacht. Und so war ich Mitte...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190806_201031_edited-1024x768.jpeg" alt="Salatteller" class="wp-image-1134" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190806_201031_edited-1024x768.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190806_201031_edited-300x225.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190806_201031_edited-768x576.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Salat &#8211; &#8222;Dank&#8220; Schwangerschaftsdiabetes mein Hauptnahrungsmittel ab dem 6. Schwangerschaftsmonat</figcaption></figure>



<p>Die ersten Schwangerschaftsmonate habe ich gegessen worauf ich Lust hatte &#8211; das war zu Beginn vor allem eines: viel! Dass ich daran etwas ändern muss hätte ich nicht vermutet. Doch dann kam der Zuckerbelastungstest&#8230;</p>



<span id="more-1099"></span>



<p>Nachdem der Zuckerbelastungstest als kostenfreie Untersuchung im 6. Schwangerschaftsmonat vorgesehen ist, habe ich ihn auch gemacht. Und so war ich Mitte Mai in einem Labor in Wien. Wie vorgesehen kam ich nüchtern &#8211; es gab davor also nichts zu essen. Ich hatte zwar einen Termin, musste mich für die Anmeldung aber wie alle anderen anstellen. Irgendwie hatte ich offenbar einen schlechten Tag erwischt und es dauerte knapp 45 Minuten bis ich am vorderen Ende der Schlange angekommen war.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Vormittag im Wartezimmer&#8230;</h2>



<p>Nach der Anmeldung lief dann aber zum Glück alles wie am Schnürchen. Es dauerte nicht lange und ich wurde auch schon aufgerufen. Erst wurde ich in den Finger gepiekst und sorgte ob meines niedrigen Wertes für Verwunderung. &#8222;Essen Sie nichts Süßes?&#8220; wurde ich gefragt. &#8222;Doch, schon ein bisschen&#8220; sagte ich und dachte mit Wehmut an die riesige Naschschüssel voller Schokolade, die seit Wochen in unserem Büro stand und mich jeden Tag mehrfach magisch anzog und auf die ich heute verzichten musste.</p>



<p>Nach dem Fingerpieks wurde aus der Vene Blut entnommen und danach musste ich eine Zuckerlösung trinken. Dann hieß es warten&#8230;eine Stunde lang. Ich suchte mir ein Plätzchen im Wartezimmer und widmete mich meinem Buch. Bis sich zwei Pensionisten neben mich setzten&#8230;</p>



<p>Sie beschwerten sich über die lange Warteschlange und dass es eine Frechheit ist, dass nur zwei Ärzte im Dienst sind. Ich war froh, als sie zur Blutabnahme aufgerufen wurden. Leider waren die Plätze neben mir noch frei, als sie wieder raus kamen. Ich Glückliche kam also nochmal in den Genuss ihrer Gesellschaft und ihrer Gespräche. Wusstet ihr, dass Ärzte mit Migrationshintergrund &#8211; insbesondere die südländische Sorte &#8211; Nadeln viel schmerzfreier in die Arme ihrer Patienten rammen können? Nein? Ich auch nicht. Das Pensionistenpärchen hat meine Bildungslücke aber zum Glück geschlossen. Sie schwärmten regelrecht vom Arzt, der ihnen gerade Blut abgenommen hat.</p>



<p>Ich war hocherfreut als die erste Wartestunde endlich vorbei war und ich wieder aufgerufen wurde. Diesmal kam ich auch zum südländischen Arzt und konnte mich von seiner Feinfühligkeit persönlich überzeugen. Tat nicht mehr oder weniger weh als bei der Ärztin, bei der ich zuvor war&#8230;</p>



<p>Dann hieß es nochmal warten &#8211; diesmal so weit entfernt wie möglich von jeglichen Pensionisten. Nachdem mir nach einer weiteren Stunde zum dritten Mal Blut abgezapft wurde verließ ich nach rund drei Stunden hungrig und in beiden Ellenbeugen zerstochen das Labor.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ab zur Ernährungsberatung</h2>



<p>Der Wert der letzten Blutabnahme lag leider etwas über dem Referenzbereich. Meine Frauenärztin schickte mich also zur Ernährungsberatung. Ich wurde eine Stunde über gesundes Essverhalten aufgeklärt und musste anschließend an drei Tagen meine Zuckerwerte vor und nach dem Essen aufschreiben. Da wieder einige Werte über dem Referenzbereich lagen musste ich weiterhin auf meine Ernährung achten, Werte aufschreiben, zwischen den Mahlzeiten mindestens drei Stunden auf Nahrung verzichten und regelmäßig zur Kontrolle.</p>



<p>Ich möchte die Spannung nicht vorweg nehmen, aber die Schwangerschaft ist jetzt fast vorüber und ich messe immer noch jeden zweiten Tag meine Werte. Leider war es nicht damit getan, dass ich auf zuckerhaltige Lebensmittel verzichtete und zu jeder Mahlzeit eine große Schüssel Salat aß. Ich musste die Kohlenhydratmengen deutlich reduzieren und konnte ausser Salat und Gemüse kaum etwas gefahrlos essen. Und ja &#8211; naschen war so gut wie verboten. Hin und wieder ein Stückchen Schokolade war ok, aber die Naschschüssel im Büro war für mich ab jetzt tabu.</p>



<p>&#8222;Ich hab hunger&#8220; &#8211; &#8222;Ich will Schokolade&#8220; &#8211; &#8222;Eis! Ich will ein Eis!&#8220; &#8211; &#8222;Alle dürfen Kuchen essen, nur ich nicht&#8220; &#8211; Ein Auszug aus meinen Raunz-Repertoire der letzten Monate, das im Nachhinein betrachtet etwas an nörgelnde Kinder erinnert. So kann sich mein Mann bereits jetzt bestens auf die Kindererziehung vorbereiten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Er hatte es die letzten Monate nicht immer leicht mit mir und musste mich regelmäßig daran erinnern, dass ich es für den kleinen Menschen in meinem Bauch mache. Und auch für mich &#8211; denn erhöhte Zuckerwerte können dazu führen, dass die ungeborenen Kinder zu groß und zu schwer werden. Was pummelige Riesenkinder für eine Geburt bedeuten kann man sich ungefähr vorstellen &#8211; und ja, das will man als werdende Mutter unbedingt verhindern!</p>



<p>Da ich weder Lust habe ein kleines Michelinmännchen zu gebären noch Insulin zu spritzen, hab ich mich tatsächlich den Großteil der Zeit zusammengerissen. Auswärts essen war zwar in den letzten Monaten so gut wie unmöglich, dafür nutzte ich die Gelegenheit und probierte neue Rezepte aus. Die letzten drei Monate waren geprägt von großer Freude, wenn die Zuckerwerte gut waren, dazwischen immer wieder große Enttäuschung, wenn die Zuckerwerte unerwartet deutlich drüber waren. Ein ständiges Auf und Ab, das mich ziemlich gefordert hat.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das &#8222;Gute&#8220; an der ganzen Sache</h2>



<p>Die Waage beim ersten Frauenarztbesuch nach der Ernährungsumstellung zeigte plötzlich 5 Kilogramm weniger an. Ich war kurz etwas besorgt, ob abnehmen in der Schwangerschaft in Ordnung ist. Die Frauenärztin war jedoch sichtlich erfreut. Seitdem ist auch so gut wie kein Gewicht dazu gekommen &#8211; maximal zwei Kilogramm vielleicht. Nach der Geburt sollte ich also relativ rasch mein altes Gewicht wieder haben. Ausser ich hole dann alle versäumten Kuchen, Eis, Schokoriegel, Nudeln, Baguette, Kekse, Bananen und und und nach. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Ich habe großen Respekt vor allen Menschen, die krankheitsbedingt dauerhaft auf eine zucker- bzw. kohlenhydratreduzierte Ernährung achten müssen. Für mich ist dieses Kapitel nach der Geburt hoffentlich abgeschlossen. Dass es einen geringen Prozentanteil gibt, der auch danach noch weiter mit Diabetes zu kämpfen hat, verdränge ich erstmal.</p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/schwanger-und-auf-diaet-das-hab-ich-mir-anders-vorgestellt/">Schwanger und auf Diät – das hab ich mir anders vorgestellt</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein Traum aus Polyamid und Elasthan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 13:27:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ja, sie sind nicht unbedingt sexy, aber für Schwangere, die von Wassereinlagerungen in den Beinen geplagt werden, sind sie eine Wohltat. Naja, grundsätzlich &#8211; im Hochsommer kann man daran schon mal zweifeln&#8230; Die Rede ist natürlich von Stützstrümpfen. Ich besitze seit einigen Monaten zwei Paar davon. Die einen gehen bis zum Knie, die anderen bis...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="766" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190811_104131_edited-1024x766.jpeg" alt="" class="wp-image-1097" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190811_104131_edited-1024x766.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190811_104131_edited-300x224.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190811_104131_edited-768x575.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Nicht sexy, aber für manch Schwangere ein wahrer Segen &#8211; Stützstrümpfe</figcaption></figure>



<p>Ja, sie sind nicht unbedingt sexy, aber für Schwangere, die von Wassereinlagerungen in den Beinen geplagt werden, sind sie eine Wohltat. Naja, grundsätzlich &#8211; im Hochsommer kann man daran schon mal zweifeln&#8230;</p>



<span id="more-1063"></span>



<p>Die Rede ist natürlich von Stützstrümpfen. Ich besitze seit einigen Monaten zwei Paar davon. Die einen gehen bis zum Knie, die anderen bis ganz nach oben und ähneln halterlosen Strümpfen. Einziger Unterschied: die Sexiness lässt zu wünschen übrig.</p>



<p>Stützstrümpfe sollen &#8211; wie der Name schon sagt &#8211; stützen und so Krampfadern verhindern, die Durchblutung fördern und Wassereinlagerungen verhindern/reduzieren. Letzteres ist der Grund, warum ich welche trage. Und um diese Funktionen zu erfüllen ist das Material der Strümpfe sehr kompakt. Und ich meine wirklich seeehr kompakt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Stützstrümpfe im Sommer &#8211; ein heißes Vergnügen</h2>



<p>Das Anziehen der kurzen Strümpfe geht noch relativ einfach. Leider war irgendwann der Tag gekommen, an dem sich das Wasser dann über den kurzen Strümpfen &#8211; also vom Knie aufwärts &#8211; sammelte. Bitte nicht bildlich vorstellen! Es sah genau so unschön aus wie es klingt&#8230;</p>



<p>Wer im Sommer gerne seine Beine zeigt sollte eine Schwangerschaft so planen, dass sich die letzten Monate nicht gerade mit dem Hochsommer überschneiden. Man macht sich zwar im Bikini zum ersten Mal in seinem Leben überhaupt keine Gedanken über seinen überstehenden Bauch und auch die Beine wirken mit der Riesenkugel automatisch schlanker, aber kurze Hosen gehen mit den kurzen Stützkniestrümpfen überhaupt nicht. Also zuhause, wo man nicht gesehen wird, natürlich schon, aber damit rausgehen erfordert ehrlicherweise etwas Überwindung.</p>



<p>Die langen Strümpfe wirken unter kurzen Hosen besser, weil sie bis rauf gehen und beim Knie kein Übergang zwischen Strumpf und Haut vorhanden ist. Man wird beim Bandagisten zwar vermessen, damit die Strümpfe gut sitzen, wenn man jedoch keine Modelbeine hat sondern etwas Speck, entsteht am Strumpfende automatisch eine Haut- bzw. Speckfalte. Ein Nachteil des kompakten Materials, das das Bein unterm Strumpf fest zusammenhält.</p>



<p>Diese Falte ist auch bei den langen Strümpfen vorhanden &#8211; natürlich ebenfalls am oberen Ende. Und das ist bei den langen Strümpfen knapp unterm Hintern. Und ja, auch dort sorgt die Haut- bzw. Speckfalte nicht für Jubelschreie und erotische Phantasien. Man erkennt sie zwar als Außenstehender auf den ersten Blick nicht, sie zeichnet sich unter engen Hosen aber schon deutlich ab. Seit ich im Mutterschutz bin trage ich draussen meistens meine dünne Stoffhose, die weit genug ist, um die Falte zu vertuschen. Zusätzlich ist sie luftiger als eine Jogginghose und sorgt so dafür, dass ich mich für längere Zeit im Freien (im Schatten!) aufhalten kann ohne sofort literweise Schweiß zu vergießen. Zwischendurch trage ich tageweise auch die kurzen Strümpfe, darin ist es nicht ganz so heiß. Und an manchen Tagen lassen ich die Strümpfe auch komplett weg.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum ich die Strümpfe trotzdem regelmäßig trage</h2>



<p>Das klingt alles weder bequem noch schön &#8211; warum ich die Strümpfe trotzdem trage?! Dafür gibt&#8217;s einige Gründe&#8230;</p>



<p>Zum einen ist es nicht auf Dauer &#8211; das macht es zwar nicht besser, man weiß aber, dass ein Ende in Sicht ist. Wenn man sich vor Augen hält, dass man sich selbst mit den Strümpfen etwas Gutes tut, wird&#8217;s auch besser. In ein paar Monaten möchte ich lediglich ein kleines Kind haben, das mich an diese neun aufregenden Schwangerschaftsmonate erinnert. Keine Krampfadern, Besenreiser oder andere Überbleibsel an den Beinen sollen Erinnerungen daran wecken.</p>



<p>Wer selbst erlebt hat wie sich Wasser in den Beinen sammelt, wird schnell bezweifeln, dass dieser Zustand gesund ist. In den Schuhen wurde es plötzlich eng und beim Gehen ohne Schuhe merkte ich, wie das Wasser am Fuß &#8211; knapp über den Zehen &#8211; richtig wabbelte. Ja, es fühlt sich genau so grauslich an wie es klingt. Eine Woche habe ich so verbracht. Am Ende wurde es nicht mal mehr über Nacht oder durch hochlagern besser. Spätestens dann holt man sich freiwillig eine Verordnung vom Arzt und sucht damit schnellstmöglich den Bandagisten auf.</p>



<p>Auch wenn das Tragen bei diesen Temperaturen nicht immer erfreulich ist &#8211; ich kann es nur jedem empfehlen. Und wenn man bedenkt, dass es Menschen gibt, die aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft Stützstrümpfe tragen, dann sind die paar Schwangerschaftsmonate gar nicht mehr der Rede wert. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/ein-traum-aus-polyamid-und-elasthan/">Ein Traum aus Polyamid und Elasthan</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>&#8222;Sch***dreck!&#8220; &#8211; Vorbereitung mit Hindernissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[nebenbei_wordpress]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Aug 2019 07:16:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Geburtsvorbereitung ist ein heiß diskutiertes Thema. Und &#8222;heiß&#8220; ist auch gleich mein Stichwort. In einem (zugegeben ungeplanten) Selbstversuch hab ich die Auswirkung von heißem Wasser auf Haut getestet. Ich werde mir bei der Geburt zumindest nicht vorwerfen können, dass ich nicht alles gegeben habe&#8230; Die Frage nach der richtigen Geburtsvorbereitung ist ähnlich spannend wie die...</p>
<p>The post <a href="http://nebenbei.at/schdreck-vorbereitung-mit-hindernissen/">„Sch***dreck!“ – Vorbereitung mit Hindernissen</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190808_104647_edited-1024x768.jpeg" alt="Heublumendampfsitzbad" class="wp-image-1067" srcset="http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190808_104647_edited-1024x768.jpeg 1024w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190808_104647_edited-300x225.jpeg 300w, http://nebenbei.at/wp-content/uploads/2019/08/IMG_20190808_104647_edited-768x576.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Eigentlich einfach und unkompliziert &#8211; das Heublumendampfsitzbad als Maßnahme zur Geburtsvorbereitung</figcaption></figure></div>



<p>Geburtsvorbereitung ist ein heiß diskutiertes Thema. Und &#8222;heiß&#8220; ist auch gleich mein Stichwort. In einem (zugegeben ungeplanten) Selbstversuch hab ich die Auswirkung von heißem Wasser auf Haut getestet. Ich werde mir bei der Geburt zumindest nicht vorwerfen können, dass ich nicht alles gegeben habe&#8230;</p>



<span id="more-1010"></span>



<p>Die Frage nach der richtigen Geburtsvorbereitung ist ähnlich spannend wie die Frage nach der richtigen Taktik fürs Fußballnationalteam: 10 Befragte &#8211; mindestens 10 verschiedene Meinungen. Somit bleibt nur: etwas Recherche im Internet und in Büchern, Frauen befragen, die bereits Kinder haben und um sicher zu gehen auch noch das OK der Hebamme einholen.</p>



<p>Nach diesem langwierigen Prozess hab ich mich schlussendlich für ein paar Maßnahmen entschieden. Zum Glück dauert die Schwangerschaft ein dreiviertel Jahr und es bleibt genügend Zeit um sich Gedanken zu machen&#8230;theoretisch. Ich hab mich damit ehrlicherweise erst zu Beginn des Mutterschutzes auseinandergesetzt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heublumendampfsitzbad &#8211; wie mans lieber nicht macht&#8230;</h2>



<p>Neben Tee, Massage und Akupunktur hab ich mich auch für das Heublumendampfsitzbad als Vorbereitungsmaßnahme entschieden. &#8222;Cooles Wort für Hangman&#8220; war die erste Reaktion eines Bekannten, dem ich davon erzählt habe. Männer&#8230;</p>



<p>Die Anwendung ist nicht so kompliziert wie der Name vermuten lässt. Und trotzdem ist der erste Versuch gehörig misslungen. </p>



<p>Nach etwas Internetrecherche habe ich ein viertel Kilo Heublumenblüten bestellt. &#8222;Das sollte bis zur Geburt reichen&#8220; waren sich mein Mann und ich einig (mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass ich damit noch mindestens vier weitere Schwangerschaften durchkommen würde). Nach Rücksprache mit der Hebamme habe ich in der <strong>36. Schwangerschaftswoche</strong> damit begonnen. <span style="text-decoration: underline;">Der Ablauf ist folgender:</span> heißes Wasser und ca zwei Esslöffel Heublumen in eine Schüssel geben, diese in die Toilette stellen und es sich dann 20 Minuten darüber bequem machen. Klingt easy, oder?!</p>



<p>Vielleicht lag es daran, dass Montag war. Vielleicht war ich auch einfach nur unaufmerksam oder vielleicht bin ich manchmal ein bisserl patschert (mein Mann wird an dieser Stelle beim Lesen zustimmend nicken). Eventuell war&#8217;s auch eine Kombination aus allem. Irgendetwas sorgte auf jeden Fall für das Missgeschick bei der ersten Vorbereitung. Während der Wasserkocher das Wasser auf Temperaturen brachte, gab ich zwei Esslöffel Heublumen in die Schüssel und wartete darauf, dass sich der Wasserkocher abschaltete. Kurz darauf war&#8217;s soweit und ich befüllte die Schüssel mit dem heißen Wasser. Irgendwo hatte ich etwas von 1 &#8211; 2 Liter Wasser gelesen und mich für 1,5 Liter entschieden. Blöderweise war die Schüssel nicht für diese Menge ausgelegt. Ich füllte sie bis knapp unter den Rand an und vergaß dabei eventuell kurz, dass ich die Schüssel ja noch aufs Klo tragen musste.</p>



<p>Ganz vorsichtig hob ich die Schüssel an, konzentrierte mich auf die ersten Schritte und übersah dabei den Wasserkocher, an dem ich mit der linken Hand leicht streifte. Es passierte, was passieren musste &#8211; das Wasser schwappte über und lief über die Finger meiner rechten Hand. &#8222;AAAAhhhh, Scheißdreck&#8220; (Merke: kindertaugliche Schimpfwörter überlegen!) &#8211; in diesem Moment hat mich wahrscheinlich die halbe Ortschaft fluchen gehört. So gefühlvoll wie möglich knallte ich die Schüssel zurück auf die Arbeitsfläche und lief zum Wasserhahn.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Verbrühung und Heublumenchaos</h2>



<p>Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich je verbrüht habe. Es dauerte Stunden, bis die Finger nicht mehr zur Gänze knallrot waren, brannten und ich die Hand länger als 10 Sekunden aus dem kühlenden Wasser nehmen konnte. Letztlich waren dann nur mehr jene Stellen deutlich verfärbt, dies am schlimmsten getroffen hat &#8211; ein erster Hoffnungsschimmer. Die kleine Brandblase, die an einem Finger entstanden ist, hat sich zum Glück nach ein paar Tagen von alleine wieder verabschiedet. Mein Mittelfinger ist aktuell noch unschlüssig, ob er sich nur zum Teil oder zur Gänze häuten soll. Immerhin sind wir jetzt mit einem <strong>Erste Hilfe-Mittel</strong> ausgestattet (ein kühlender Schaum, den man auf die betroffene Stelle sprüht) &#8211; ich hoffe, wir werden es nie wieder brauchen!</p>



<p>Das Chaos in der Küche war auch nicht von schlechten Eltern. Heublumenblüten &#8211; überall! Auf der Arbeitsfläche, an den Fronten, am Boden, in ca fünf Geschirrtüchern &#8211; noch Tage später stieß ich in der Küche auf Heublumen! Nachdem alles halbwegs trocken gewischt war, hab ich die Blumenwiese mit dem Staubsauger beseitigt. <span style="text-decoration: underline;">Witziger Moment in all dem Chaos:</span> ich hab plötzlich die Heidelbeere gefunden, die mir Tage zuvor abhanden gekommen ist und beim besten Willen nicht mehr auffindbar war. Ich hatte sogar schon Wetten abgeschlossen, wann jemand versehentlich draufsteigen wird und dann unbemerkt eine Heidelbeerspur durch die ganze Wohnung zieht. Was soll ich sagen &#8211; sie kam mir wohlerhalten entgegengekullert und ich musste trotz schmerzender Finger lachen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f600.png" alt="😀" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p>Mittlerweile hab ich den kleinen Zwischenfall verarbeitet und bereits vier unfallfreie Dampfsitzbäder hinter mich gebracht. Um jegliche Verletzungsgefahren zu vermeiden wartet die Schüssel mit den Blüten jetzt schon in der Toilette, wenn ich im geschlossenen Wasserkocher das heiße Wasser Richtung WC trage. Ist zwar nur halb so spektakulär, aber ich werde die Vorgehensweise vermutlich beibehalten. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/15.0.3/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p><p>The post <a href="http://nebenbei.at/schdreck-vorbereitung-mit-hindernissen/">„Sch***dreck!“ – Vorbereitung mit Hindernissen</a> first appeared on <a href="http://nebenbei.at">nebenbei.at</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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