Nachdem ich bereits einige Wochen mit Überlegungen und Planungen verbracht hatte, stellte ich mir die Frage, ob ich das eigentlich darf – mich (nebenbei) selbstständig machen. Ich habe weder mittels Lehre einen Beruf erlernt, noch habe ich ein Studium absolviert. Das einzige, das ich vorweisen kann, ist eine Reife- und Diplomprüfung, sechs Jahre Berufserfahrung und den Wunsch, mein eigener Chef zu sein. Wie sieht es rechtlich aus? Darf ich mich mit diesen Voraussetzungen selbstständig machen?

Laut Gewerbeordnung liegt Selbstständigkeit vor, wenn auf eigene Rechnung und auf eigene Gefahr gehandelt wird. Das Gegenteil also von dem, was man als Angestellter macht. Und wann ist diese Selbstständigkeit gewerbsmäßig? Hierfür gibt es zwei ausschlaggebende Punkte: die selbstständige Tätigkeit wird regelmäßig und mit der Absicht, Ertrag zu erzielen, ausgeübt.

Die allgemeinen Voraussetzungen für die Selbstständigkeit sind leicht erfüllt: Eigenberechtigung bzw. Geschäftsfähigkeit. Das ist die einzige allgemeine Voraussetzung, wenn man als natürliche Person (also als Einzelunternehmer) ein Gewerbe ausüben möchte. Liegen keine Gründe vor, die eine Eigenberechtigung verhindern (zB gerichtliche Verurteilung), ist man grundsätzlich ab dem vollendeten 18. Lebensjahr geschäftsfähig. Juristische Personen (zB GmbH, AG) und eingetragene Personengesellschaften (zB OG, KG) haben etwas umfangreichere Vorschriften. Da aber für mich ohnehin nur ein Einzelunternehmen in Frage kommt, habe ich mich mit den Vorschriften für die anderen Unternehmensformen nicht im Detail beschäftigt. Zumindest nicht in den letzten sechs Jahren. In meiner Schulzeit war ich vor Betriebswirtschafts-Schularbeiten ständig in Begleitung meiner riesigen, verknitterten Liste, die ich in mühevoller Arbeit zusammengebastelt habe, um mir die Unterschiede zwischen den zahlreichen Rechtsformen merken zu können.

Die Gewerbeordnung unterscheidet zwischen reglementiertem Gewerbe, Teilgewerbe und freiem Gewerbe. Der größte und wichtigste Unterschied ist, dass man das freie Gewerbe ohne Befähigungsnachweis ausüben darf. Der Befähigungsnachweis ist eine Bestätigung der fachlichen und kaufmännischen Kenntnisse, die benötigt werden, um ein Gewerbe zu betreiben. Für das reglementierte Gewerbe gelten neben dem Nachweis über den Abschluss eines Studiums zum Beispiel erfolgreich abgelegte Meisterprüfungen oder Unternehmerprüfungen als Befähigungsnachweis. Zum reglementierten Gewerbe zählen unter anderem Bäcker, Friseure, Maler, Elektrotechniker und vieles mehr. Das Teilgewerbe umfasst Tätigkeiten des reglementierten Gewerbes, für die eine vereinfachte Art des Nachweises genügt, um die Tätigkeit selbstständig ausüben zu dürfen. Hier ist zB eine erfolgreich abgelegte Lehrabschlussprüfung bereits ausreichend.

Jede Art von Gewerbe darf nur ausgeübt werden, wenn das Gewerbe angemeldet wurde. Diese Anmeldung ist bei der Bezirksverwaltungsbehörde des Unternehmensstandortes vorzunehmen. Der Wortlaut der Gewerbeanmeldung ist maßgebend für den Umfang der Gewerbeberechtigung. Um hier keinen Fehler zu machen, empfehle ich einen Besuch bei der Wirtschaftskammer. Neben vielen weiteren Dingen, die man bei diesem Termin klären kann, ist einer der wichtigsten Punkte die Suche nach der passenden Gewerbeberechtigung.

Da mein Vorhaben nicht unter das reglementierte Gewerbe fällt, kann ich – da auch die Voraussetzung der Geschäftsfähigkeit erfüllt ist –  das Gewerbe anmelden, ohne weitere Kriterien erfüllen zu müssen.

Das Einzige, das es noch zu beachten gilt, sind Vorschriften des Dienstgebers. Es kann sein, dass der Dienstgeber eine Information verlangt, wenn Angestellte neben der hauptberuflichen Tätigkeit eine weitere unselbstständige oder selbstständige Tätigkeit ausüben. In meinem Fall bedeutet es, dass ich ein Formular ausfüllen muss, in dem ich bestätige, dass die Nebenbeschäftigung die Erfüllung meiner hauptberuflichen Tätigkeit nicht beeinträchtigt.

Im Nachhinein betrachtet war meine Vorgehensweise – erst planen, dann hinterfragen –  gar nicht so falsch wie man vielleicht vermuten könnte. Zur Klärung der Gewerbeberechtigung wird der Unternehmensgegenstand herangezogen. Da dieser meist nicht mit drei, vier Worten erklärt ist, muss man sich vorab Gedanken machen, was genau man eigentlich vor hat und jedes noch so kleine Detail festhalten, damit die Experten bei der Wirtschaftskammer entscheiden können, welche Berechtigung zutrifft. Im schlimmsten Fall erfährt man, dass noch eine Ausbildung oder Schulung notwendig ist, um für das Gewerbe berechtigt zu sein. An dieser Stelle hat man nochmal die Gelegenheit sein Vorhaben ernsthaft zu überdenken und zu entscheiden, ob man das tatsächlich durchziehen möchte oder die Zeit und das Geld lieber anderweitig verwendet. Zum Glück gab es diese Situation bei mir nicht, womöglich hätte ich es mir doch noch anders überlegt. 🙂

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at; https://www.wko.at

 


Im Laufe seines Lebens trifft der Mensch zahlreiche Entscheidungen – mal Bessere, mal Schlechtere. So kann jeder auf Entscheidungen zurückblicken, auf die man – mit etwas Abstand betrachtet – auch gut verzichten hätte können. Und selbst wenn es am Ende doch gut ausgeht, stellt man sich manchmal die Frage, ob es denn trotzdem eine gute/richtige Entscheidung war, die man da (teilweise vor Jahren) getroffen hat.

Ich bin mir selbst sechs Jahre nach Abschluss der Handelsakademie immer noch nicht sicher, ob ich bei der Wahl der Schule damals richtig lag. Also, eigentlich bin ich mir sicher, dass es nicht die richtige Wahl war. Allerdings waren die Alternativen so unpassend, dass es damals „das geringste Übel“ war. Ein Jahr später hätte meine Entscheidung mit Sicherheit anders ausgesehen – ich wäre heute wahrscheinlich ausgebildeter Uhrmacher. Das Einzige, das mich davon abgehalten hat, war die Tatsache, dass ich mein trautes Zuhause verlassen hätte müssen um mich im Internat niederzulassen. Für mich damals nicht vorstellbar, ein Jahr später (und ein Jahr „erwachsener“) hätte ich das Abenteuer Internat wahrscheinlich gewagt.

Also wurde es die HAK, denn was ich wusste war, dass ich eine höhere Schule mit Matura abschließen möchte. Auch darüber denke ich heute anders – wobei, vielleicht hätte ich es damals auch schon anders gesehen, wenn ich einen klaren Berufswunsch gehabt hätte. Ich würde allen, die in der glücklichen Lage sind zu wissen was aus ihnen werden soll, raten, dass sie nicht vor einer Lehre zurückschrecken. Während andere mit 19 zwar mit einer Matura aber keiner Berufserfahrung dastehen, hat man als Lehrling im selben Alter nicht nur die Lehre abgeschlossen, sondern kann auch bereits auf eine jahrelange Berufserfahrung zurückblicken – das ist heutzutage vielleicht sogar mehr wert als eine bestandene Reife- und Diplomprüfung.

Auch wenn es vielleicht wirklich nicht die richtige Entscheidung war, so gibt es doch einiges, dass ich in diesen fünf Jahren Schule nicht bereut habe – mit etwas Abstand betrachtet. 🙂

Viele Stunden habe ich verzweifelt und fluchend vor dem Computer verbracht und versucht, Beistriche und Klammern in Excel-Formeln an ihren richtigen Platz zu bringen. Es gelang mir nur selten, die Ergebnisse zeitgerecht abzuliefern. Doch irgendwann kommt der Moment, wo eine Formel auf Anhieb funktioniert und man fühlt sich, als könnte man jede Aufgabe lösen. Und genau in diesem Moment sieht der Lehrplan vor, dass man mit Excel nun bereits genügend Zeit verbracht hat und etwas Abwechslung nicht schaden könnte. Wieder verbrachte ich endlos viele Stunden fluchend vor dem Computer und versuchte, den Sinn von Access zu verstehen – ein aussichtsloses Unterfangen. Als ich es vor einigen Jahren dienstlich benötigte, musste ich mir ein Handbuch zulegen und von vorne beginnen.

Heute kann ich mir den Arbeitsalltag durch den Gebrauch einer WENN-Funktion oder eines SVERWEIS manchmal ein klein wenig erleichtern und bin froh, dass ich damals durchgehalten habe. Access selbst werde ich wahrscheinlich nie wieder brauchen – aber: das was dahinter steckt. Denn Access ist eine Datenbank und wie in meinem letzten Beitrag erwähnt, ist das Thema Datenbank gerade sehr aktuell, um meinen Shop zu programmieren.

Neben dem Grundwissen über Betriebswirtschaft und Rechnungswesen (was nun wirklich niemandem schaden kann), habe ich aber vor allem eines aus meiner Schulzeit mitgenommen: richtige Freundschaften.

Und genau diese Freundschaften bestehen immer noch. Benötige ich einen Ratschlag oder Hilfe, wende ich mich an meine Freunde aus der Schulzeit. Auch wenn es der Alltag nicht in regelmäßigen Abständen zulässt, so schaffen wir es doch immer wieder uns auf einen Kaffee zu treffen. Und in der Zeit dazwischen rennt die Freundschaft ganz nebenbei. Meist in schriftlicher Form werden Probleme des täglichen Lebens diskutiert, alte Erinnerungen ausgegraben und ehrliche Meinungen zu verrückten Ideen eingeholt (Bloggen – Ja? Nein? ; Selbstständig machen – Ja? Nein? ; Grüne Schuhe zu roten Shorts anziehen – Ja? Nein?).

Wenn man es so betrachtet, war die Entscheidung für die HAK damals gar nicht so falsch. Ich bin zwar auf professionelle Hilfe angewiesen, wenn die Batterie meiner Armbanduhr leer ist, aber ich hätte nicht die Freunde die ich jetzt habe, wahrscheinlich auch nicht die Geduld, stundenlang fehlerhafte Strichpunkte im Quelltext meiner Website zu suchen und schon gar nicht die Glücksgefühle, die aufkommen, wenn man den fehlerhaften Strichpunkt endlich gefunden hat. 🙂

 


Nach dem Entschluss, mich nebenbei selbstständig machen zu wollen und der dementsprechenden Idee dazu, wurden die ersten Schritte eher instinktiv gewählt. Wie schon erwähnt, der Businessplan war die erste Aufgabe, der ich mich gewidmet habe. Parallel dazu beschäftigte ich mich mit den ersten Überlegungen zur Website und dem Sortiment. Klingt für den Anfang nach ziemlich viel, allerdings gibt es jene Momente, in denen man sich bereits stundenlang Gedanken zu einem Thema macht und man sich mit sich selbst nicht einig wird. Da kann es helfen, wenn man sich zwischendurch einem anderen Thema widmet und am nächsten Tag nochmal drüber nachdenkt. Und auch die unterschiedlichen Möglichkeiten im Alltag erfordern/erlauben ein Arbeiten an unterschiedlichen Themen. So kann ich mir in der U-Bahn am Weg zur Arbeit problemlos Gedanken über das Sortiment machen und alles in meinem kleinen Notizbuch ganz altmodisch per Hand notieren. Beim Businessplan will ich meine Gedanken sofort im Dokument festhalten, daher kann ich mich diesem Thema nur daheim vor dem Laptop widmen. Und das Programmieren der Website geht ebenfalls nur am Laptop.

So unterschiedlich die Themen sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen. Um den Aufbau des Businessplans und die notwendigen Inhalte zu kennen, muss man fürs erste nur eine Suchmaschine bedienen können. Anspruchsvoller ist dann schon die Befüllung des Businessplans mit sinnvollen Inhalten. Hier muss man sich erstmals ernsthaft Gedanken machen. Es soll ja schließlich nicht irgendwas hineingeschrieben werden, sondern grundlegende Informationen zum Unternehmen. Eine ganz andere Herausforderung ist die Zusammenstellung des Sortiments. Meine einzige Vorgabe an mich selbst war, dass ich meine Produkte, die ich verkaufen möchte, in Eigenregie herstellen kann. Ich will mich aber auf keinen Fall auf Produkte beschränken, die es bereits in vielfacher Ausfertigung zu kaufen gibt. Leider muss ich gestehen, dass mir bisher noch nichts komplett Neues eingefallen ist. Ich gehe allerdings mit offenen Augen durch die Welt und hoffe, dass mir irgendwann eine Idee für ein Produkt kommt, das die Menschen gerne kaufen und das am Markt noch nicht (oder zumindest nicht in einer hohen Dichte) vertreten ist.

Die größte Herausforderung bisher war die Website. Ich musste nach einiger Zeit erkennen, dass meine Fähigkeiten nicht ausreichen um einen Online-Shop zu programmieren. Zumindest keinen, der den gesetzlichen Anforderungen entsprechen würde. Diesbezüglich gibt es im Internet einige Infos, ich ging aber auf Nummer sicher und stattete der Wirtschaftskammer einen Besuch ab (dazu demnächst Näheres).  Nachdem ich mich durch einschlägige Foren gelesen hatte war mir klar, welche Programmiersprache ich mir aneignen muss und welche Voraussetzungen notwendig sind, um die Funktionalität zu testen ohne mit einem halbfertigen Shop online zu gehen. Doch damit nicht genug – die nächsten Wochen verbrachte ich damit, automatische Antwortmails zu programmieren, um den Shop professioneller zu gestalten. Ich hatte mir schon fast gedacht, dass es nicht auf Anhieb funktionieren wird – ihr wisst ja, ich bin Realist (manchmal zumindest 🙂 ). Es hat dann aber doch deutlich länger gedauert als vermutet. Und auch das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten.  Und so erlerne ich aktuell die Funktionalitäten einer Datenbank. Was es nicht alles gibt…

Wie heißt es so schön: Man lernt nie aus! Und da wir gerade bei klugen Sprüchen sind – wer sich selbstständig machen will merkt eines: Man lernt nicht für die Schule, sondern fürs Leben. Vielleicht hätte ich damals in der Schule bessser aufgepasst, wenn ich gewusst hätte, was ich mir da mal für ein Projekt vornehme. Aber kurz vor Schulschluss wurde uns von einem eher ungeliebten Lehrer ein doch sehr weiser Satz mitgegeben: „Wissen ist, zu wissen wo Wissen zu finden ist“. Es ist keine Schande, nicht auf alles sofort eine Antwort zu wissen – es genügt, wenn man weiß wo man die Antwort nachlesen kann! 🙂


Es ist nicht nur eine Frage des Könnens, sondern auch des Wollens. Macht man sich „hauptberuflich“ selbstständig, so hat das eine große Auswirkung auf einen selbst und nicht zu vergessen, auch auf die Personen, die einem nahe stehen. Entweder wird deren Mithilfe sowieso benötigt, falls man es aber ohne Hilfe schaffen möchte müssen sie sich damit abfinden (und natürlich auch man selbst), dass ein geregelter Feierabend täglich ab 15:00 Uhr kaum möglich sein wird und man bei dem ein oder anderen privaten Dienstagnachmittags-Kaffeetreffen nicht anwesend sein kann. Vor allem zu Beginn wird man Freizeit nur noch vom Hören Sagen kennen. Will man erfolgreich sein, so gilt es, sich voll und ganz auf das Projekt „Selbstständigkeit“ einzulassen. Schließlich will man irgendwann genug Geld damit verdienen, dass man davon leben kann. Da hilft es nicht, wenn man die Sache halbherzig angeht. Das bedeutet für den Anfang, dass man vieles bzw. alles selber macht, um sowenig Geld wie möglich unnötig auszugeben. Musste man sich bisher nie Gedanken darüber machen, wie man Kontakte zu potentiellen Kunden knüpft, sollte man sich jetzt schleunigst mit diesem Thema beschäftigen. Vielleicht hat man sogar das Glück, im Bekanntenkreis Personen zu haben, die den Schritt in die Selbstständigkeit bereits gewagt haben. Falls ja, sollte man sich mit diesen Bekannten schleunigst auf ein Bier (oder auch zwei…) verabreden. Wem das Ganze dann doch zu stressig und aufwändig ist, der kann sich für die etwas ungefährlichere Variante entscheiden und die Selbstständigkeit neben dem Beruf, mit dem man sein täglich Brot verdient, ausüben. Das Risiko ist zwar geringer, da man ein festes Einkommen hat, allerdings sollte man auch das nicht unterschätzen. Bedingt durch einen 40-Stunden-Job ist die Zeit für private Interessen bereits beschränkt. „Nebenbei selbstständig“ bedeutet, dass die Zeit, die man dafür benötigt, zusätzlich zu Lasten der ohnehin knappen Freizeit geht. Daher sollte auch das gut durchdacht sein – sonst hat man am Ende seine Freizeit unnötig geopfert. Geht man nach einem achtstündigen Arbeitstag lieber den Hobbys Fernsehen, Faulenzen und Nichts tun nach, dann entscheidet man sich vielleicht lieber für die dritte Variante. Zwar hat man dann Zeit für all diese Dinge, den Wunsch der Selbstständigkeit kann man sich so aber nicht erfüllen. Es gilt also, sich selbst klar darüber zu werden, wie viel Zeit (und Geld) man aufbringen kann/will und wie viel Risiko man bereit ist einzugehen. Hat man das durchdacht, kann man seine Entscheidung treffen und diese auch problemlos anderen (und sich selbst) gegenüber vertreten. Für den Fall, dass es nicht die dritte Variante wird, wäre eine gute Geschäftsidee von Vorteil. „Gut“ bedeutet nicht immer, dass man mit der Idee reich werden kann (vor allem, wenn man die Selbstständigkeit nebenbei betreibt, geht es oftmals nur darum, mit einem Hobby etwas Geld zu machen). „Gut“ bedeutet viel mehr, dass man selbst zu 100% von seiner Idee überzeugt ist – denn, wo ein Wille, da auch ein Weg! 🙂


Hab ich’s doch tatsächlich geschafft, meinen ersten Beitrag zu schreiben, ohne zu erwähnen was nun wirklich hinter diesem Blog steckt 🙂

Also, worum handelt es sich jetzt bei dem erwähnten Projekt?! Seit Jahren hoffe ich auf eine Eingebung, welche mir DIE Idee beschert, mit der ich mich selbstständig machen kann ohne Existenzängste haben zu müssen. Leider warte ich immer noch vergeblich. Der Gedanke, sein eigener Chef zu sein, eigenständig wichtige Entscheidungen treffen zu können/müssen, für alle organisatorischen Abläufe zuständig zu sein, sich selbst um das Marketing zu kümmern, Kundenkontakte zu pflegen – alles Aufgaben, die ich für mein eigenes Unternehmen sehr gerne übernehmen würde. Dass diese Tätigkeiten auf Kosten der Freizeit gehen würde ich in Kauf nehmen – für meinen Traum. Im Vorjahr dann das Unmögliche – ich hatte tatsächlich eine Idee. Zwar bin ich ein optimistischer Mensch, allerdings meistens auch sehr realistisch und so war mir relativ schnell klar, dass ich mich mit dieser Idee nicht all zu lang über Wasser halten könnte. Ich grübelte, ob eine Realisierung dennoch möglich wäre und fand kurz darauf die Antwort auf meine Frage: nebenbei selbstständig machen! Was für andere verrückt klingen mag hat mich total begeistert. Eine kurze Umfrage im Freundeskreis und in der Familie bestätigten mich darin, den Plan, den Schritt in die Selbstständigkeit (wenn auch nur nebenbei) zu wagen, umzusetzen. Als HAK-Absolventin ist mir der Begriff „Businessplan“ durchaus vertraut und so beschloss ich, mich zum Einstieg diesem Thema zu widmen. Nachdem ich den Aufbau des Dokuments erfolgreich von einigen Beispiel-Businessplänen im Internet abgetippt hatte, wurde meine Euphorie aber schlagartig gebremst. Unternehmenszweck? Firma? Vertriebswege? Rechtsform? Genehmigung? Puh, ganz schön viele Themen, über die man sich vorab Gedanken machen muss. Das Einzige, dass ich bis dahin sicher wusste, war, dass ich meine Produkte online verkaufen möchte. Und nein, der Hauptgrund dafür ist nicht die leichte Erreichbarkeit für potentielle Kunden aus aller Welt oder die Ersparnis von Mietkosten, die beim Vertrieb in einem Geschäftslokal anfallen würden. Während meiner Schulzeit habe ich das Programmieren von Websites kennen und lieben gelernt. Trotz mehrjähriger Pause auf diesem Gebiet nach Beendigung der Schule war für mich klar, dass ich für die Umsetzung meiner Idee eine Website basteln werde. In den letzten Jahren war ich sogar mehrfach kurz davor, meine Leistung kostenfrei an das kleine Korbgeschäft bei mir ums Eck anzubieten, nur damit ich endlich wieder eine Website gestalten kann – hab es aber leider nie gewagt, diesen Weg tatsächlich weiter zu verfolgen. Nun gut, jetzt hatte ich ja die Möglichkeit, für mein eigenes kleines Vorhaben eine Website zu gestalten. Doch welche Farben sind geeignet? Sie müssen zum Logo passen. Moment – es gibt noch kein Logo. Dafür muss erstmal ein Name gefunden werden. An dieser Stelle musste ich einsehen, dass ich mich erst um die Website kümmern kann, wenn der Businessplan nicht nur mit Überschriften, sondern auch mit aussagekräftigem Inhalt befüllt ist.

Gar nicht so einfach der Start in die Selbstständigkeit – nicht mal bei der Nebenbei-Light-Variante.


…und damit war der Anfang auch schon getan. Aller Anfang ist schwer? Nein, in diesem Fall nicht. Sofern man unter „Anfang“ lediglich den ersten Schritt – in diesem Fall den Entschluss – betrachtet. Gefolgt wurde der Entschluss von einigen Recherchen und Vergleichen und der Verwunderung über mich selbst, dass ich schon lange nicht mehr so von einer Idee begeistert war und diese auch so rasch wie möglich umsetzen wollte. Keine technischen Begriffe, deren Bedeutung ich erst mit Hilfe vom World Wide Web in meine Sprache übersetzen konnte, keine (kurzen) Zweifel daran, dass ich die technische Umsetzung nicht auf die Reihe bekomme und keine Angst davor, dass es sich zeitlich nicht mit dem restlichen Leben vereinbaren lässt, konnten mich von meinem Entschluss abbringen. Für entscheidungsunfreudige Personen wie mich doch recht ungewöhnlich, allerdings auch um so erfreulicher, dass ich mich nicht selbst davon abgebracht habe. Nicht mal die Hürde der Namensfindung konnte mich aufhalten. Erstaunlich schnell wusste ich, in welche Richtung es gehen soll. Nach einem kurzen Check, ob Duden unter dem Wort das selbe versteht wie ich und einem Moment des Hoffen und Bangen, ob die Domain noch frei oder doch schon besetzt ist, war die Entscheidung auch schon getroffen. Nebenbei.at sollte es als werden – Tage später bin ich immer noch restlos davon überzeugt (OK…die positiven Rückmeldungen aus dem Bekanntenkreis haben auch ihren Teil dazu beigetragen – Danke Mädls!). Der Name ist Programm – sowohl das Veröffentlichen von Beiträgen auf Nebenbei.at passiert nebenbei, nämlich neben dem normalen Leben, dass man als berufstätiger Mensch mal mehr mal weniger erfolgreich versucht zu meistern, als auch die Themen, die mich in meinen Beiträgen beschäftigen werden, sind Themen, denen ich mich neben meinem Job und dem ein oder anderen Hobby widme. Aber ich schreibe nicht ohne Hintergedanken (abgesehen davon, dass ich sehr gerne schreibe). Zwei wichtige Punkte treiben mich an und motivieren mich, das hier mit Engagement, Begeisterung, Freude (und etwas Humor) umzusetzen. Der Hauptgrund ist, micht selbst dabei zu unterstützen, ein anderes Projekt – welches auch Grundlage meiner Beiträge sein wird – erfolgreich umzusetzen. Zusätzlich hoffe ich, Menschen zu erreichen und zu ermutigen, es mir gleich zu tun und ihren Wünschen/Visionen nachzugehen und diese – wenn auch nur nebenbei – umzusetzen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen meiner Beiträge – ganz egal, ob ihr euch dafür extra Zeit nehmt oder nur nebenbei reinlest 😉