Nebenbei, hauptberuflich oder lieber gar nicht?!


Es ist nicht nur eine Frage des Könnens, sondern auch des Wollens. Macht man sich „hauptberuflich“ selbstständig, so hat das eine große Auswirkung auf einen selbst und nicht zu vergessen, auch auf die Personen, die einem nahe stehen. Entweder wird deren Mithilfe sowieso benötigt, falls man es aber ohne Hilfe schaffen möchte müssen sie sich damit abfinden (und natürlich auch man selbst), dass ein geregelter Feierabend täglich ab 15:00 Uhr kaum möglich sein wird und man bei dem ein oder anderen privaten Dienstagnachmittags-Kaffeetreffen nicht anwesend sein kann. Vor allem zu Beginn wird man Freizeit nur noch vom Hören Sagen kennen. Will man erfolgreich sein, so gilt es, sich voll und ganz auf das Projekt „Selbstständigkeit“ einzulassen. Schließlich will man irgendwann genug Geld damit verdienen, dass man davon leben kann. Da hilft es nicht, wenn man die Sache halbherzig angeht. Das bedeutet für den Anfang, dass man vieles bzw. alles selber macht, um sowenig Geld wie möglich unnötig auszugeben. Musste man sich bisher nie Gedanken darüber machen, wie man Kontakte zu potentiellen Kunden knüpft, sollte man sich jetzt schleunigst mit diesem Thema beschäftigen. Vielleicht hat man sogar das Glück, im Bekanntenkreis Personen zu haben, die den Schritt in die Selbstständigkeit bereits gewagt haben. Falls ja, sollte man sich mit diesen Bekannten schleunigst auf ein Bier (oder auch zwei…) verabreden. Wem das Ganze dann doch zu stressig und aufwändig ist, der kann sich für die etwas ungefährlichere Variante entscheiden und die Selbstständigkeit neben dem Beruf, mit dem man sein täglich Brot verdient, ausüben. Das Risiko ist zwar geringer, da man ein festes Einkommen hat, allerdings sollte man auch das nicht unterschätzen. Bedingt durch einen 40-Stunden-Job ist die Zeit für private Interessen bereits beschränkt. „Nebenbei selbstständig“ bedeutet, dass die Zeit, die man dafür benötigt, zusätzlich zu Lasten der ohnehin knappen Freizeit geht. Daher sollte auch das gut durchdacht sein – sonst hat man am Ende seine Freizeit unnötig geopfert. Geht man nach einem achtstündigen Arbeitstag lieber den Hobbys Fernsehen, Faulenzen und Nichts tun nach, dann entscheidet man sich vielleicht lieber für die dritte Variante. Zwar hat man dann Zeit für all diese Dinge, den Wunsch der Selbstständigkeit kann man sich so aber nicht erfüllen. Es gilt also, sich selbst klar darüber zu werden, wie viel Zeit (und Geld) man aufbringen kann/will und wie viel Risiko man bereit ist einzugehen. Hat man das durchdacht, kann man seine Entscheidung treffen und diese auch problemlos anderen (und sich selbst) gegenüber vertreten. Für den Fall, dass es nicht die dritte Variante wird, wäre eine gute Geschäftsidee von Vorteil. „Gut“ bedeutet nicht immer, dass man mit der Idee reich werden kann (vor allem, wenn man die Selbstständigkeit nebenbei betreibt, geht es oftmals nur darum, mit einem Hobby etwas Geld zu machen). „Gut“ bedeutet viel mehr, dass man selbst zu 100% von seiner Idee überzeugt ist – denn, wo ein Wille, da auch ein Weg! 🙂

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