Wo ist sie nur?

Gloriette
Der ideale Platz zum Runterkommen

Interessierte Leser haben sich wahrscheinlich schon gefragt was los ist. Ist sie beim Schwimmen abgetaucht und hat nicht mehr nach oben gefunden? Hat sie es beim Sportln übertrieben und wurde von den Hanteln erdrückt? Oder ist sie vielleicht am WIFI falsch abgebogen und war für immer verschwunden?

Ich kann euch beruhigen – mich gibt’s noch. 🙂 Jedoch war der Alltag in den letzten Wochen sehr stressig. Mehr als sonst – ja, das geht tatsächlich. Zwei Prüfungen in kurzer Zeit, Termine in der Arbeit, private Termine, immer größer werdende Wasserflecken in der Wohnung und zuletzt auch noch ein Schnupfen haben das Leben an mir vorbei ziehen lassen. Fast hätte ich den Frühlingsbeginn versäumt. Um in der neuen Jahreszeit anzukommen, habe ich mir letztens eine „Auszeit“ genommen, bin Sonntagnachmittag zwei Stunden durch Wien spaziert und habe die Sonne und den Anblick der Gloriette genossen. Herrlich! Ideal zum Nachdenken und Revue passieren lassen.

Durch den Stress in den letzten Wochen kamen sowohl das Schwimmen wie auch das Sportln viel zu kurz. Diese Woche hinderte mich ein Schnupfen daran – was mich, wie ihr bereits wisst, etwas unzufrieden und zickig macht. Doch die Vorfreude auf morgen ist umso größer, wenn ich endlich wieder in mein Sportgewand hüpfe (ok, morgen wird es eher ein langsames Reinschlüpfen sein) und das Fitnessstudio unsicher mache. 🙂

Die Feiertage rund um Ostern habe ich mit gemischten Gefühlen erlebt. Ich habe versucht bei meiner Familie zu sein, war aber nicht so lange daheim wie sonst. In die wenigen Stunden habe ich alles gepackt, was daheim halt so anfällt: Eier färben, Mamas Handy updaten, den Hund bespaßen und (weil Ostern war) in die Kirche gehen. Die Zeit war auch etwas begrenzt, weil ich mir selbst einen Wunsch erfüllt habe. Am Freitag vor Ostern war ich auf einem Konzert. Alleine. Ich hatte noch nie ein Problem damit etwas alleine zu unternehmen. Egal ob ein Spaziergang, ein Kinobesuch oder gar ein Matchbesuch meiner Mannschaft in Griechenland. Und so war es für mich selbstverständlich auf das Konzert zu gehen, obwohl es sonst keinen meiner Freunde interessierte – und es war gut so! Für einige Stunden war ich dem Stress entflohen, genoss die Musik und fuhr danach gut gelaunt und fröhlich nach Hause.

Eine wichtige Sache ist noch zu kurz gekommen: das Schreiben. Vor allem dieses Schreiben! Eigentlich habe ich den Laptop gerade eingeschaltet um an meiner Diplomarbeit zu schreiben. Denn, ihr werdet es schon ahnen, auch das Schreiben an der Diplomarbeit ist viel zu kurz gekommen. Nach einem anfänglichen Hoch folgte ein laaaanges Tief. Doch das erste Feedback diese Woche hat mich wieder motiviert. Diese Motivation hab ich genutzt und gestern Abend einige Zeilen verfasst. Auch wenn ich mir sicher bin, dass ich das Geschriebene noch hunderte Male umändern, ausbessern, löschen, neuschreiben und hinterfragen werde, so bin ich doch froh, wenn die Seiten mehr werden und ich endlich etwas Inhalt habe, den ich dann auch tatsächlich umändern, ausbessern, löschen, neuschreiben und hinterfragen kann. 🙂

Die nächste Prüfung ist Ende April. Wie gewohnt möchte ich mir wieder drei Wochen für das Lernen Zeit nehmen. Umso wichtiger ist es, dass ich kommende Woche so viel wie möglich an meiner Arbeit schaffe. Denn ich bin mir sicher, sobald das Lernen wieder beginnt werde ich keine Zeile an meiner Arbeit schreiben. Da ich nie Student war fehlt mir die Fähigkeit, zur selben Zeit zu lernen und eine Arbeit zu schreiben. Oder vielleicht bin ich auch gerade deswegen kein Student geworden…

Ich denke, dass es immer wieder solche Phasen geben wird. Es wird mir noch öfter passieren, dass ich erschrocken feststelle, dass ich eine ganze Woche keinen Sport gemacht habe, mehr als zwei Wochen keinen Satz für meine Diplomarbeit geschrieben habe und seit viel zu vielen Wochen keinen neuen Beitrag für meinen Blog verfasst habe. Ich hoffe, dass auf solche Phasen jedes Mal ein ruhiger Samstagabend mit schlechtem Fernsehprogramm folgt, an dem ich mich mit einem Häferl Tee vor den Laptop setze, zu Schreiben beginne und in eine neue Phase starte. Auch wenn die kommende Woche wieder stressig wird – es ist der Stress, den ich mittlerweile schon gewohnt bin. Kritisch wird es erst wieder, wenn ein Termin dazwischen kommt, der meinen Plan über den Haufen wirft und mich aus meiner Routine holt. Ihr wisst – ich steh auf Routine. 🙂

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