Weil nichts mehr ist wie es war…

2019 - das Jahr der Veränderungen
2019 – das Jahr der Veränderungen

9 Monate liegen zwischen dem letzten Beitrag und diesem hier. Anfang November habe ich den Artikel zum Thema Messen für Selbständige mit euch geteilt und seit dem war es ruhig. Warum? Weil nicht’s mehr ist wie es vor einem dreiviertel Jahr noch war…

Im November 2018 ging ich regelmäßig zum Sport, hatte – neben meinem 40h-Job – einen Nebenjob, der mir viel Freude bereitet hat und habe mir bereits erste Gedanken zu den Weihnachtsgeschenken gemacht. Der übliche Alltagsstress hat dafür gesorgt, dass ich in den darauffolgenden Wochen keine Zeit für neue Beiträge auf nebenbei.at hatte.

Ende Dezember hat sich an der Tatsache, dass es keine neuen Beiträge gibt, nichts geändert – der Grund war ab diesem Zeitpunkt jedoch ein anderer. Seit einigen Tagen hatte ich es bereits vermutet und zwischen Weihnachten und Silvester wurde es dann Gewissheit: da kommt eine neue Aufgabe auf mich und meinen Partner zu – ein Kind.

2019 – das Jahr der Veränderungen

Die darauffolgenden Wochen waren geprägt von Übelkeit, vielen Gedanken über die Zukunft und vor allem von sehr viel Müdigkeit. Ich hatte Mühe meinen Alltag zu bewältigen – den Alltag zwischen Job und Nebenjob. Der Sport beschränkte sich in dieser Zeit auf das Zurücklegen der Strecke zwischen Wohnung und Arbeit – an mehr war nicht zu denken.

Der Verzicht auf regelmäßige Sporteinheiten und meine bereits zur Routine gewordenen Laufeinheiten war die erste große Veränderung, die mich 2019 traf. Im Februar folgte dann die nächste, die mir sehr schwer fiel. Aufgrund der hartnäckigen Müdigkeit, die erst im April merkbar nachließ, beendete ich meinen Nebenjob. Nach der Arbeit führte mich mein Weg täglich direkt nach Hause auf die Couch, wo ich bis zum Schlafen gehen abends nur eines machte: schlafen. Ich hatte einfach nicht ausreichend Energie für meinen Nebenjob. Und auch für sonst nichts.

Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde es ab April mit der Müdigkeit endlich besser. Zu dieser Zeit standen dann auch die nächsten Entscheidungen an. Jene, die neue Veränderungen und eine neue Zukunft mit sich brachten. Ich habe meine Wohnung gekündigt und in den kommenden Monaten nach und nach mein Hab und Gut kistenweise in mein altes Kinderzimmer im Waldviertel und in mein neues Zuhause im Weinviertel gebracht. Mit Beginn des Mutterschutzes Anfang Juli habe ich meine Wohnung in Wien dann endgültig verlassen.

Seit fast einem Monat bin ich nun bereits im Mutterschutz – ich musste gerade nachrechnen, ob das auch tatsächlich stimmt. Es kommt mir vor wie maximal zwei Wochen. Bereits mehrmals wurde ich gefragt, ob mir schon langweilig ist. Nein, von Langeweile weit und breit keine Spur. 🙂 Bis vor kurzem war ich damit beschäftigt, meine Häferl und Teller, meine Klamotten, meine Bilder und vieles mehr in der Wohnung meines Partners, der mittlerweile mein Ehemann geworden ist, sorgfältig zu verteilen. Vorige Woche wurden dann auch die ersten Babyutensilien verstaut. Bis der kleine Zwerg auf die Welt kommt ist aber noch einiges zu erledigen. Hoffen wir, dass die junge Dame nicht überpünktlich ist. 🙂

Wie wird es weitergehen?

Ich bin ehrlich: ich weiß es nicht. Fest steht, dass in den nächsten Wochen ein kleines Kind auf die Welt kommen wird, das unseren Alltag vermutlich gehörig auf den Kopf stellt. Dennoch denke ich gerade in den letzten Tagen viel darüber nach, wie es mit dem Schreiben und nebenbei.at weitergeht. Jetzt, wo der Umzug geschafft ist und ich wieder etwas Zeit habe, fehlt mir das Schreiben schon sehr. Ich denke über die Möglichkeiten nach, wie ich in den kommenden Wochen und auch nach der Geburt mein Hobby weiter verfolgen kann.

Dass ich in nächster Zeit wieder einen Nebenjob annehme, erscheint unrealistisch. Abgabefristen und ein kleines Kind, das viel Aufmerksamkeit erfordert, lassen sich wahrscheinlich nicht stressfrei vereinbaren. Ich spiele mit dem Gedanken nebenbei.at umzugestalten und über meinen neuen Alltag zu berichten. Ehrliche, aber auch amüsante Einblicke in den Alltag einer jungen Familie und Tipps und Tricks (falls es diese geben sollte 🙂 ) für den Alltag mit einem kleinen Kind. Denn ehrlicherweise werden wahrscheinlich weder die Themen Nebenjob noch Selbständigkeit in den kommenden Wochen, Monaten oder vielleicht sogar Jahren wieder aktuell werden. Ich möchte es nicht ausschließen, jedoch steht die Familie auf jeden Fall an erster Stelle.

Voraussichtlich bleiben mir noch vier Wochen bis zur Geburt – mal sehen, was ich bis dahin aus nebenbei.at mache. Noch habe ich Zeit, um mir über die nächste Veränderung Gedanken zu machen. 🙂

„Es gibt nichts Dauerhaftes ausser der Veränderung“ ~ Heraklit von Ephesos

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