Unvorhergesehenes


Wie bereits erwähnt hat sich mein Sortiment in den letzten Jahren etwas geändert. Wobei, etwas trifft es nicht ganz – es hat sich fast komplett geändert. Kein Problem, dachte ich…

Als ich vor mittlerweile zwei Jahren mein Beratungsgespräch bei der Wirtschaftskammer hatte, fielen alle meine Ideen unter ein Gewerbe. Ein Produkt musste ich verwerfen, da es nicht ins freie Gewerbe gefallen wäre. Das war aber kein Problem, da es keine besondere Bedeutung für mich hatte – es wurde einfach von meiner Liste gestrichen. Letzte Woche habe ich der Wirtschaftskammer ein Mail gesendet um abzuklären, welches Gewerbe auf das aktuelle Sortiment zutrifft. Ich zählte meine Produkte auf und nannte auch die freien Gewerbe, die meiner Meinung nach dafür passend wären. Da haben wir es – DIE Gewerbe. Plötzlich sind es mehrere. Soweit so gut, dachte ich…

Einige Tage später erhielt ich die Antwort, dass eines der genannten Gewerbe den Großteil des Sortiments abdeckt, ich den Rest im Nebenrecht erzeugen darf, wenn es allerdings nur in sehr geringem Ausmaß ist. Im Konkreten handelt es sich dabei um zwei Produkte. Bei einem davon habe ich letztens erst überlegt, ob ich es vielleicht komplett weg lasse, weil es aktuell nicht zum restlichen Sortiment passt. Das zweite Produkt war in meinen Überlegungen allerdings eines, das ich als sehr gefragt gesehen habe und von dem ich mir auch viel Absatz versprochen habe. Es wär vermutlich kein Problem zwei freie Gewerbe anzumelden, auch wenn es im Mail der WKO so klingt, als ob man hier das Motto „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“ verfolgen sollte. Ja, die Kosten würden steigen wenn man mehrere Gewerbe anmeldet. Für all meine offenen Fragen werde ich aber ohnehin nochmal ein Beratungsgespräch bei der WKO in Anspruch nehmen müssen.

Ich stehe jetzt aber vor einem ganz anderen Problem. Vor einigen Tagen hatte ich eine Idee für ein Produkt, das saisonal angeboten werden kann. Allerdings hat es nichts mit dem Gewerbe zu tun, das ich aktuell anmelden würde. Der Grundgedanke war auch, mein Sortiment laufend zu erweitern. Dabei wollte ich mir so viel wie möglich offen halten. Habe ich mich für ein Gewerbe entschieden bin ich stark eingeschränkt. Ich kann und möchte aber jetzt kein endgültiges Sortiment festlegen, das ich in den kommenden Jahren gar nicht oder nur bedingt ändern/anpassen kann. Ich habe laufend neue Ideen – diese möchte ich auch umsetzen. Erst in den vergangenen Wochen hatte ich zwei neue Ideen. Und gerade mit saisonalen Produkten wollte ich Abwechslung ins Sortiment bringen. Ja, für manche Produkte lässt es sich problemlos umsetzen, indem ich sie einfach anpasse. Aber manche Produkte passen einfach nur zu bestimmten Jahreszeiten.

Momentan bin ich mir nicht sicher wie es weiter gehen wird. Ein Gewerbe wählen und dann nur im erlaubten Rahmen neue Produkte entwickeln? Auf gut Glück mehrere Gewerbe anmelden und höhere Kosten riskieren? Das Ganze komplett sein lassen? Meine Produkte privat über Plattformen wie zB willhaben verkaufen? Ich bin sehr unzufrieden mit dieser Situation. Als Privatperson meine Produkte verkaufen würde mich nicht glücklich machen und auch für meine Motivation wäre es nicht förderlich. Ich möchte aber auch keine unnötigen Kosten auf mich nehmen. In meiner Kreativität eingeschränkt werden stimmt mich aber auch nicht zuversichtlich.

Ich wollte das Ganze im kommenden Jahr realisieren. Doch zurzeit weiß ich nicht, ob es überhaupt was wird. Die Euphorie, die in den vergangenen Wochen aufgekommen ist, wurde mit dieser Erkenntnis wieder gebremst. So habe ich die ersten Rückschläge schon bevor es losgegangen ist. Gerade bin ich etwas enttäuscht und vermisse meinen Optmismus.

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