Learning by doing – und by learning


Was im letzten Beitrag noch etwas unkonkret war, hat mittlerweile Formen angenommen. Ich hab gestern ein Fernseminar begonnen – es wird also wieder gelernt. Nur diesmal ohne Anwesenheiten. Was auch schwierig wäre, da der Anbieter in Deutschland zuhause ist. In Österreich habe ich keine für mich passende Ausbildung gefunden. Es wurde allerdings auch nicht das College, bei dem ich den Copytest durchgeführt habe. Ein anderes Fernseminar wirkte auf mich umfangreicher und passender.

Um nebenbei etwas praktische Erfahrung zu sammeln habe ich mich auf einer Plattform angemeldet, auf der man Textaufträge annehmen und verfassen kann. Diese Plattformen haben nicht den besten Ruf, da die Bezahlung dort sehr schlecht ist. Ich möchte damit aber auch nicht reich werden und daher habe ich mich trotzdem angemeldet. Es geht mir vor allem um das Hineinversetzen in die Situation. Und das war vor dem ersten Text eine ziemliche Herausforderung. 😀

Mein erster Auftrag war ein Blogtext zum Thema Tischplatten. Ja, was schreibt man da am Besten?! Die Vorgaben beschränkten sich lediglich auf das Thema, die Wortanzahl und das Keyword „Tischplatten“, das zu einem bestimmten Prozentanteil im Text vorkommen musste. Nach etwas Recherche habe ich dann doch einen recht ordentlichen Text zusammengebracht. Es dauerte auch nicht lange und der Text wurde vom Auftraggeber ohne Änderungswünsche angenommen. Meine Freude war riesig. Mittlerweile habe ich fünf Texte zu verschiedene Themen verfasst und alle wurden angenommen. Am Wochenende warten die nächsten zwei Aufträge auf mich.

Erfreulicherweise war auch ein Website-Text dabei. Genau das, was ich ja gerne mal machen möchte. Die Abgabefristen bei diesen Aufträgen sind oft recht kurz. Für den Website-Text mit rund 700 Worten hatte ich nur einen Tag Zeit. Für berufstätige Menschen bedeutet das einen halben Tage – bzw. eine ganze Nacht. Da ich den Auftrag unbedingt machen wollte habe ich also den Sport verschoben, bin nach der Arbeit direkt nach Hause gefahren und habe angefangen zu recherchieren und zu schreiben. Die große Herausforderung bei diesem Text war neben der Wortanzahl die Anzahl der Keywords. Es waren rund 15 Keywords, die vorkommen mussten. Manche nur einmal – das geht relativ leicht. Schwierig wird’s, wenn der Prozentsatz eines Keywords sehr groß ist. Je länger der Text wird umso öfter muss das Keyword vorkommen. Ein bestimmtes Wort 10 Mal oder öfter gezielt in einem Text unterzubringen ohne dass es aufdringlich wirkt erfordert etwas Geschick. Gegen Mitternacht war ich mit meinem Text halbwegs zufrieden. Am nächsten Morgen habe ich ihn nochmals Korrektur gelesen, manches verändert, geprüft ob ich alle Anweisungen beachtet habe und den Text dann eingereicht. Als der Text ohne Änderungswünsche angenommen wurde, war ich ein kleines bisschen stolz auf mich. Dass ich mich gefreut habe muss ich glaub ich eh nicht erwähnen. 😀

Somit wird seit gestern also wieder gelernt. Erstaunlich, wie sich die Einstellung mit der Zeit ändert. Vor einem Jahr war ich froh, dass die Ausbildung endlich beendet war. Und jetzt suche ich mir die nächste. 😀 Aber ich bin voller Tatendrang und sehr optimistisch. Apropos optimistisch – mein Sommermotto „weniger raunzen, mehr dankbar sein“ läuft bisher ganz gut. 🙂 Aber momentan gibt es auch nicht viel über das ich mich beschweren könnte. 😉

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