Augen zu und durch

Wäscheberge türmen sich in der Wohnung
Wäscheberge türmen sich in der Wohnung

Neben vielen interessanten Infos, die ich in meinen bisherigen Stunden am Bildungsinstitut bereits erfahren habe, hab ich auch privat schon etwas dazu gelernt. Mein neues Motto lautet: Augen zu und durch. Und zwar betrifft es die wenigen Stunden, die ich in meiner Wohnung verbringe und die Tatsache, wie es dort zurzeit aussieht.

Heimkommen, Sportsachen in den Wäschekorb, umziehen, losfahren, heimkommen, Schwimmsachen in den Wäschekorb, umziehen, arbeiten fahren, zur Ausbildung fahren, heim kommen. So in etwa sehen aktuell meine Tagesabläufe aus. Da bleibt nicht viel Zeit um daheim etwas zu erledigen. Die Post stapelt sich am Küchentisch. Alle paar Tage durchsuch ich die Stapel auf wichtige Inhalte und fisch die Rechnungen raus. Der Rest muss warten bis etwas mehr Zeit ist. Das bedeutet, dass ich Flugblätter und Prospekte (wenn ich sie überhaupt durchsehe) oft erst durchblätter, wenn die Aktionen schon lange vorbei sind. Hinzu kommt ein Fußballmagazin, das ich abonniert habe. Da schaff ich es unter normalen Umständen schon nicht das Magazin komplett zu lesen bevor das nächste kommt. Mittlerweile liegen 4 Stück ungelesen am Couchtisch. Und so wies aussieht werden die dort auch noch ein paar Wochen liegen bleiben.

Aber es ist nicht nur die Post, die mich aktuell vor Herausforderungen stellt. Es gibt ein weiteres, weitaus kritischeres Thema, das mich auf Trab hält. Schmutzwäsche und die Notwendigkeit, diese zu waschen. Zum Leid meiner Nachbarn wasche ich meine Wäsche im Moment dienstags und donnerstags, wenn ich abends nach Hause komme. Auf dem Bett, auf der Couch und auf der Bank in der Küche türmen sich die Wäschehaufen. Wenn ich zwischendurch 5 Minuten Zeit habe sammle ich die Wäscheberge ein und verfrachte sie in den Wäschekorb im Badezimmer. Ich werde mir demnächst wohl einen größeren zulegen müssen, damit alles Platz hat. Aus Zeitnot lasse ich mich allzu gerne dazu hinreißen, die frische Wäsche, die ich vom Wäscheständer räume damit die nasse Wäsche Platz hat, einfach auf dem Bett liegen zu lassen. Das geht solange gut, bis man das Bett für seinen eigentlichen Zweck nutzen möchte – nämlich darin zu schlafen. Wenn ich alleine bin, kann ich zur Not auch auf die Couch ausweichen, aber zu zweit wird’s dort eng.

Auch wenn ich mich kaum in der Wohnung aufhalte, sammelt sich nach wengien Tagen in allen möglichen Ecken der Staub. Da fällt es mir nicht leicht wegzusehen. Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann sind es verstaubte Ecken und Ablagen. Ich mache bereits Abstriche beim Thema Putzen, indem ich nur mehr alle paar Wochen die Regale abwische. Auf das Staubsaugen kann ich aber nicht verzichten. Und so versuche ich jede Woche 10 Minuten zu finden, in denen ich schnell mit dem Staubsauger durch die Wohnung fegen kann. Im Idealfall untertags und nicht auch noch abends. Ich will ja meine Nachbarn nicht komplett verärgern.

Vor ein paar Tagen habe ich begonnen, für die erste Zwischenprüfung zu lernen. Jetzt wird die freie Zeit noch knapper. Um wenigstens ein bisschen Zeit zu sparen bin ich momentan sehr viel mit dem Auto unterwegs. Wenn man nicht gerade um sechs Uhr nachmittags von A nach B will, kommt man relativ rasch voran und kann auch alles Notwendige mitnehmen ohne sich abzuschleppen. Die Prüfungsfragen, der Laptop und die Mitschriften sind bis zur Prüfung meine ständigen Begleiter. Hinzu kommen Sportsachen, frisches Gewand und teilweise Essen – das alles findet man aktuell in meinem Kofferraum.

Private Treffen mit Freunden unter der Woche sind kaum möglich. Daher freu ich mich umso mehr, dass es kommenden Montag endlich wieder mal so weit sein wird. Und noch mehr freut es mich, dass wir da bereits die Punschsaison eröffnen. Mal schauen, ob die besinnliche Zeit, die uns jetzt bevor steht, auch bei mir Einzug hält. Oder ob ich am 24. Dezember ohne Geschenke und ohne Weihnachtsstimmung dastehe und mich frage, was der Baum im Wohnzimmer zu suchen hat.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*