Auf das Wesentliche besinnen

Kuschelzeit
Kuschelzeit

Es ist kaum zu glauben, aber jetzt ist auch Weihnachten schon wieder vorbei. Und was soll ich sagen – es war schön! Drei Tage kreisten meine Gedanken nur um das Weihnachtsfest. Was gibt’s zu essen? Wie bringen wir den Besuch in den drei Tagen unter? Hab ich alle Geschenke? Darf ich noch einen Keks naschen ohne einen Zuckerschock zu bekommen? Fragen über Fragen 😉

Und auch jetzt habe ich gerade absolut keine Lust darüber nachzudenken, wie es mit meiner Nebenbei-Idee weiter gehen soll. Mittlerweile bekomme ich aus dem Bekanntenkreis schon Ideen zugetragen, die ich umsetzen soll/kann. Das motiviert. Dennoch habe ich mir vorgenommen, mir in der letzten Woche des heurigen Jahres keine Gedanken mehr zu diesem Thema zu machen. Ich glaube etwas „Abstand“ kann nicht schaden.

Auch wenn Weihnachten etwas anstrengend sein kann, es ist doch immer wieder schön. Und ich genieße die Zeit bei der Familie. Auch wenn wir uns relativ oft sehen, ist es zu Weihnachten immer etwas Spezielles. Das merke ich vor allem jetzt – ich bin gerade alleine in die kühle Wohnung gekommen und sitze etwas verloren mit einer fast leeren Keksdose und einem fest leeren Kaffeehäferl vorm TV und frage mich wie jedes Jahr, warum ich mir die Woche zwischen Weihnachten und Silvester nicht frei genommen habe.

In den letzten drei Tagen war ich umgeben von meiner Familie, von Freunden und Bekannten und von unseren Haustieren. Es gab kaum eine Minute in der ich allein war. Normalerweise macht mich das wahnsinnig, zu Weihnachten ist es aber OK. 🙂 Weihnachten hat sich etwas geändert in den letzten Jahren. Die Wünsche werden bescheidener, die Geschenke dadurch weniger. Doch das was geschenkt wird, ist im Normalfall etwas, das auch benötigt wird. Manchmal hat man nur nebenbei erwähnt, dass man dieses oder jenes brauchen würde. Irgendjemand ist immer aufmerksam und notiert es im Gedanken. Und zu Weihnachten liegt es dann unterm Baum.

Doch auch die anwesenden Personen ändern sich. Das ist einerseits schön, andererseits aber auch traurig. Neben Menschen die hinzu kommen – zB neu geborene Kinder, neue Partner – passiert es leider auch hin und wieder, dass Menschen nicht mehr unter uns sind und im Kreise der Familie fehlen. Gerade in der Zeit vor Weihnachten denke ich sehr oft an diese Personen. So ist das Leben…

Von Jahr zu Jahr wird mir mehr bewusst, wie schön es ist eine Familie zu haben, mit der man solche Tage verbringen kann. Aber auch den Rest des Jahres ist meine Familie für mich da. Dafür bin ich sehr dankbar. Und ich weiß, wenn ich im kommenden Jahr wieder verrückte Ideen habe – meine Familie wird mich dabei unterstützen!

Die kommenden Tage sind jedes Jahr etwas Besonderes. Die Woche zwischen Weihnachten und Silvester ist geprägt von Dankbarkeit, Hoffnung und Unsicherheit. Dankbarkeit für die schönen Dinge, die man im vergangenen Jahr erlebt hat. Aber auch Dankbarkeit dafür, dass das Jahr zu Ende geht und gleichzeitig Hoffnung, dass im neuen Jahr vieles besser wird. Und damit verbunden auch die Unsicherheit. Wird es besser werden? Zum Glück weiß man das zu Jahresbeginn noch nicht. Ende 2015 hatte ich ein ungewöhnlich optimistisches Gefühl für 2016. Heute kann ich sagen: Naja. Es war nicht alles gut, aber zum Glück auch nicht alles schlecht.

Auch das ändert sich mit den Jahren. Wünscht man sich als Jugendlicher ein aufregendes neues Jahr und eine unvergessliche Silvesterparty mit guten Drinks, so hofft man Jahre später, dass im kommenden Jahr alle gesund bleiben oder gesund werden. Dass es im Job weiterhin gut läuft oder man einen neuen Job findet. Dass die Miete nicht teurer wird oder man eine leistbare Wohnung findet. Dass Freundschaften aufrecht bleiben oder man neue Freundschaften schließt.

Ja, wir werden älter. Und ja, wir werden bescheidener. Und gleichzeitig auch doch irgendwie wieder anspruchsvoller. Qualität wird immer wichtiger, Quantität rückt in den Hintergrund. Wir lernen die Zeit, die uns noch bleibt, mehr zu schätzen. Wollen diese mit Menschen verbringen, die uns wichtig sind. Werden gleichzeitig aber auch gelassener, wenn wir doch mal Zeit mit Menschen verbringen müssen, die uns nicht so liegen.

Was erwarte ich mir von 2017? Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Was erhoffe ich mir? Dass alle gesund bleiben, dass es im Job gut läuft, dass die Familie und die Beziehung kleine Tiefen gut übersteht und dass ich mehr Zeit für mich selbst habe ohne dass die anderen dadurch zu kurz kommen. Ich wünsche mir viele Momente wie diesen am Foto oben. Ich hoffe auf weniger schlimme Nachrichten aus dem Rest der Welt und auf viele gute Nachrichten aus dem Kreise der Familie.

In meinem letzten Post des Jahres möchte ich euch daran erinnern, sich zwischendurch immer wieder bewusst zu werden, was das Leben ausmacht. Welche Personen bereichern mein Leben? Widme ich ihnen genügend Zeit? Nehme ich mir genug Zeit für mich selbst? Wohin will ich im Leben? Muss ich etwas ändern um meine Ziele zu erreichen? Bleibe ich mir selbst treu, bei dem was ich mache? Nutzt das Jahresende um darüber nachzudenken. Aber macht euch keinen Stress, wenn ihr auf eine Frage keine Antwort habt. In einem Jahr kommt wieder ein Jahreswechsel und somit auch wieder die Zeit um Bilanz zu ziehen.

Ich wünsche euch für 2017 nur das Beste. Seit mutig, wagt neues und nehmt euch die Freiheit die „Pause“-Taste zu drücken, wenn es zu viel wird. Die Technik hat sich in den letzten Jahren rasend schnell verändert, aber egal ob man eine DVD schaut oder ein YouTube-Video, eines ist gleich geblieben: die Möglichkeit, eine Pause einzulegen. Es gibt unzählige Gründe die Pause-Taste zu bedienen. Auch wenn ihr sie nicht seht, aber sie ist auch im echten Leben da. Bedient sie, wenn ihr sie braucht und so lange wie ihr sie braucht. „Dolce far niente – das süße Nichtstun“. Das Zitat stammt aus dem Film „Eat, Pray, Love“. Der Satz und der Film spiegeln das wieder, was ich euch vermitteln möchte. Nimm dir die Zeit die du brauchst! Und wenn ihr wieder Energie habt, lasst das Leben weiterlaufen – und es bleibt euch überlassen ob der selbe Film weiterläuft oder ob ihr einen neuen einlegt. Ihr habt die Wahl!

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